Die Akzeptanz von Kindergärten ist groß. Sie gehören zu den üblichen Betreuungsinstanzen und werden von Eltern gern genutzt. Kinderkrippen hingegen erfahren in unserer Gesellschaft relativ wenig Toleranz, und dies obwohl der Bedarf und die Notwendigkeit vorhanden sind. Dies liegt wohl daran, dass viele Menschen der Meinung sind, Kinder unter drei Jahren gehören in die Obhut der Mutter und nicht die Fremder. Immer wieder taucht das Vorurteil auf, eine Kinderkrippe schade auf jeden Fall dem Kind. Dabei werden die Erzieher in der Krippe zu wichtigen Bezugspersonen der Kleinen und gehören zu ihrem festen und geregelten Alltag. Eine Kinderkrippe ist eine Bereicherung für das Kind, vorausgesetzt es handelt sich um eine qualitativ hochwertige Kinderkrippe.
Kinderkrippen nehmen Kinder bereits ab drei Monaten in ihre Obhut. Lieber haben es die Erzieher jedoch, wenn frühestens ab einem halben Jahr das Kind in die Gruppe kommt. Die meisten Eltern geben ihre Kinder nach dem ersten Geburtstag in die Krippe. Dann endet das regulär bezahlte Elternjahr und vor allem die Mütter der Kleinen suchen neben dem finanziellen Aspekt der Erwerbstätigkeit wieder Anschluss im Berufsleben. Für viele Arbeitnehmer hieße eine dreijährige Pause einen Karriereknick oder nach der Rückkehr ins Arbeitsleben gleich den Erhalt der fristgemäßen Kündigung. Unter diesem Blickwinkel streben viele Eltern wieder das Berufsleben an. Möglich ist dies oft nur durch einen Krippenplatz für das Jüngste.
Leider ist die Anzahl der Plätze in der Kleinkindbetreuung, die staatlich subventioniert werden, immer noch viel zu gering. Das bedeutet für die Eltern oft Wartezeiten und Anmeldungen für
Wartelisten in den Kinderkrippen bereits während der Schwangerschaft. Dabei ist die Versorgung in den neuen Bundesländern sogar noch entspannter als in den alten. Denn zu DDR Zeiten war die Kinderkrippe ein fester Bestandteil in der Kinderbetreuung und durch ein dichtes Netz an Kinderkrippen und Kindergärten gewährleistet. Nahezu jede Mutter war berufstätig. Sogar Krippen, die auch nachts während des Schichtdienstes der Eltern die Kinder betreuten, gab es. Diese Form ist heute in Deutschland kaum noch anzutreffen. Oftmals sind Kinderkrippen nicht einmal eine Einrichtung, in der ausschließlich Kleinkinder zwischen drei Monaten und drei Jahren aufgenommen werden. Häufig sind sie Kindertagesstätten angeschlossen, die sowohl Krippe als auch Kindergartenbetreuung anbieten.
Als modern gelten altersgemischte Gruppen. Gerade in den letzten Jahren hat sich daher diese Form der Kinderbetreuung in vielen Kindertagesstätten durchgesetzt. Das bedeutet, dass Kinder zwischen drei Monaten und sieben Jahren, wenn ein Hort angeschlossen ist sogar bis 11 Jahre, in einer Gruppe betreut werden. Eltern reagieren zunächst skeptisch, wenn sie von dieser Betreuungsform hören. Doch der Alltag in den Gruppen überzeugt die Eltern sehr oft. Die Kleinsten lernen viel schneller sprechen, ahmen die großen Kinder nach und werden auch oft schneller sauber.
Auch in altersgemischten Gruppen wird ein Personalschlüssel vorgegeben. Auf eine bestimmte Anzahl Kinder einer Altersgruppe, muss auch eine angemessene Zahl an gut ausgebildeten Erzieherinnen kommen. Je kleiner die Kinder sind, desto höher ist dieser Betreuungsschlüssel. Für Kinder unter einem Jahr sehen die meisten Bundesländer für drei Kinder eine Erzieherin vor. Von einem bis drei Jahren brauchen fünf bis sechs Kinder einen Betreuer. Dies ist ganz einfach der Tatsache geschuldet, dass natürlich die kleinsten Kinder mehr Zuwendung brauchen, als die größeren. Schließlich soll jedes Kind altersgerecht betreut werden. Das gilt in einer Krippe nicht nur für die Sauberkeitserziehung, für die Schlafenszeiten der Babys und Kleinkinder sowie der altersgerechten Ernährung für Kleinkinder, zum Beispiel auch durch abgepumpte Muttermilch oder Ersatznahrung. Sondern auch die pädagogische Förderung der Kleinsten darf
nicht zu kurz kommen. Soziales Lernen und die emotionale Entwicklung des Kindes gehören genauso dazu, wie das Erwerben motorischer Fähigkeiten und vielem mehr.
Entscheiden sich die Eltern für die Betreuung ihres Kindes in einer Kinderkrippe, sollten sie diese vorher genau anschauen. Vielleicht darf man ja auch ein paar Stunden hospitieren und den Tagesablauf verfolgen. Geht man mit einem guten Gefühl daran, sollten sich alle Eltern und Erzieher ausreichend Zeit für die Eingewöhnung in der Gruppe nehmen. Das Kind wird an seine Erzieher herangeführt und baut langsam Vertrauen auf. Nach und nach können sich die Eltern immer mehr zurückziehen. Dass dies sanft verläuft und nicht radikal, ist entscheidend für das spätere Krippenleben des Kindes. Vorher sollte immer geklärt werden, in wie fern die Eltern durch Elterngespräche und Elternbriefe über die Entwicklung ihres Kindes informiert werden bzw. mit eingebunden werden. Die Krippe ist keine reine Aufbewahrungsstätte. Das Kind soll natürlich auch davon profitieren, nicht nur die Eltern. Wenn es die Umstände erlauben, genießt das Kind die Vorteile beider Seiten - der Elternbetreuung und der Kinderkrippe - wenn es nur für zwanzig oder eventuell dreißig Stunden die Krippe besucht. So hat es die Nähe der Eltern als relevante Bezugspersonen, und trotzdem die so wichtigen sozialen Kontakte zu vielen anderen Kindern, die besonders im Krippenalter so wichtig sind und die oftmals bei der Betreuung zu Hause oder bei einer Tagesmutter zu kurz kommen.
Die Kinderbetreuung ist übrigens auch ein Thema in unserem Forum. Schauen Sie doch mal rein.
Au Pair Mädchen
Bei Au Pair handelt es sich um ausländische junge Menschen, die zum Zwecke der Versorgung der Kinder für maximal ein Jahr in der Familie leben. Traditionell sind eher Mädchen an den Programmen beteiligt. Ihr Alter liegt zwischen achtzehn und vierundzwanzig Jahren. Bedingung für die Aufnahme eines Au Pair Mädchens ist jedoch die Verfügbarkeit eines eigenen Zimmers für den Gast.
Mehr über Au Pair
Was ist ein Babysitter?
Ein Babysitter ist eine Person, die während der Abwesenheit der Eltern für eine vereinbarte Zeit die Betreuung der Kinder übernimmt. Deshalb sollte ein guter Babysitter nicht nur sicher im Umgang mit Kindern sein, sondern auch Spaß daran haben. Fachliche Qualitäten werden dabei von den Kindern häufig weniger wahrgenommen als menschliche.
Mehr über den Babysitter
Familie-und-Tipps.de jetzt interaktiv!
Möchten Sie sich mit anderen Usern über Probleme oder erfreuliche Ereignisse in Ihrer Familie austauschen?
Dann können Sie ab jetzt unser Familienforum benutzen!
Wir freuen uns auf Ihre Beiträge!
Welchen Kinderwagen sollen wir nur nehmen?
Der Kinderwagen gehört in unseren Breiten ganz selbstverständlich zum Leben mit einem Baby dazu. Ganz anders sieht es dagegen zum Beispiel in den afrikanischen Ländern aus. Dort würde niemand auf die Idee kommen, sein Baby in einem Kinderwagen durch die Gegend zu fahren. In diesen Ländern werden die Babys mittels eines Tuches am Körper der Bezugsperson getragen.
Mehr über die verschiedenen Kinderwägen
Die Großfamilie
Hat heute eine Familie mehr als drei Kinder, wird sie im Regelfall von Ihrer Umwelt in zwei "Schubladen" einsortiert. Entweder sie gelten als asozial oder werden einer Elite zugeordnet, die es sich leisten kann, mehr als zwei Kinder zu bekommen.
mehr über die Großfamilie
Was tun bei Schreibabys?
Babys weinen, weil es Ihre einzige Möglichkeit ist, sich Ihrer Umwelt mitzuteilen. Sie sagen Ihren Eltern damit: Ich habe Hunger, oder: Das maximale Fassungsvermögen meiner Windel ist erreicht. Es kann Ihrem Baby zu hell sein, die Umgebungsgeräusche sind zu laut oder es ist nur müde.
mehr über Schreibabys