Babykrankheiten - im richtigen Moment richtig reagieren

Nun ist es endlich da das neue Baby und man blickt voller Stolz auf den Familienzuwachs. Am
Baby bei der Untersuchung
Mit Mama beim Kinderarzt - Foto: © Doris Heinrichs
liebsten möchte man es vor allem beschützen.
Doch manche Dinge kann man einfach nicht von seinem Kind fernhalten. Manchmal schreit es wie am Spieß und die Eltern fragen sich, ob es nur Hunger ist, ihr Kind Schmerzen hat oder es einfach unzufrieden ist.
Sie kennen Ihr Kind und haben ein Gefühl für sein Verhalten. Sie werden schnell merken, wenn etwas nicht stimmt.
Jedes Kind durchlebt in seinem ersten Jahr diverse typische Kinderkrankheiten, die wir als Erwachsene oftmals selbst im Kindesalter erlebt haben.
In dieser Rubrik finden Sie einige Infos über typische Babykrankheiten und wie Sie Ihrem Baby dabei helfen können gesund zu werden.

Infos über Babykrankheiten - Neurodermitis beim Baby - Infos über die Symptome und Therapie
- Dreimonatskoliken - Was kann man tun, wenn das Baby Koliken hat?
- Zahnungsschmerzen - Was tun, wenn das Baby zahnt?
Was tun, wenn Baby krank ist? Erkältungen und Koliken
Häufig erkranken Babys im ersten Jahr an grippalen Infekten. Trotz den Abwehrstoffen in der Muttermilch entwickelt sich das Immunsystem des Kindes erst langsam und reift mit seinen
Baby krank - Was tun?
Was tun, wenn das Baby krank ist?
Foto: © Gabees
Aufgaben stetig heran. Kranke Kinder sind vielmals anlehnungsbedürftiger und suchen die Nähe ihrer Eltern. Und oftmals reichen Hausmittel und viel Zuwendung aus, um ihrem Kind Erleichterung zu verschaffen. Im Zweifelsfall konsultieren Sie jedoch immer einen Arzt, er kann Ihrem Baby mit abschwellenden Nasentropfen, Hustensaft aus Naturprodukten oder Homöopathie helfen und die Gesundungszeit unterstützen. Kommt Fieber hinzu, helfen Sie Ihrem Baby, indem Sie für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sorgen. Auch wenn Ihr Kind einige Tage nichts isst und es Ihnen schwer fällt dabei zu zusehen, darf es jedoch nicht dehydrieren.
Viele Babys, vor allem die Jungen, quälen in den ersten drei bis vier Monaten Koliken. Sie sind schmerzhaft und können die Kinder stundenlang zum Weinen bringen. Ein typisches Zeichen ist der aufgeblähte Bauch. Die meisten Eltern stehen völlig hilflos daneben, und wissen nicht wie sie ihrem Liebling Erleichterung verschaffen können. Versuchen Sie Ihr Kind im "Fliegergriff" zu tragen und geben Sie ihm schluckweise Fenchel - Anis - Kümmel - Tee. Auch eine Massage des Bauches mit Kümmelöl und ein warmes Kirschkernkissen helfen Wunder. Sollten Sie Ihr Kind nicht stillen, achten Sie unbedingt darauf, dass die Löcher im Sauger nicht zu groß sind und Ihr Kind beim Trinken nicht zu viel Luft schluckt. Eine wichtige Grundregel ist: Nehmen Sie sich die Zeit und lassen Sie Ihr Kind nach dem Trinken gut aufstoßen, auch wenn es gerade noch so stressig ist. Der Geheimtipp bei Koliken ist der Besuch bei einem Osteopathen. Er zeigt Ihnen Handgriffe, die die Koliken mindern werden.

Windelausschlag / Wunder Po
Ein weiteres Problem bei Babys ist der Windelausschlag. Trotz Ihrer intensiven Pflege kann es vorkommen, dass sowohl der Po als auch der Genitalbereich Ihres Babys gerötet ist, oder sogar
wund wird. Die dies verursachenden Bakterien fühlen sich im feuchten und warmen Milieu der Windel Ihres Schützlings wohl. Lassen Sie einfach viel frische Luft an den Po und tun Sie Ihrem Kind den Gefallen, es vorerst alle zwei Stunden zu wickeln. Sie werden sehen, Ihr Kind bekommt schnell wieder seine weiche Pfirsichhaut zurück. Bei Entzündungen unterstützen Sie die Wundheilung mit Zinklotionen. Ansonsten reichen das vorsichtige Abwaschen mit warmem Wasser und das anschließende Abtupfen aus. Kommt zur Entzündung noch ein Abschuppen der Haut hinzu, könnte es sich um einen Soor Pilz handeln. Kontaktieren Sie in diesem Fall Ihren Arzt. Er wird Ihnen ein Antimykotikum in Form einer Tinktur verordnen.
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Durchfall
Bakterien und Viren können bei Ihrem Baby Durchfall verursachen. Man spricht jedoch erst dann von Durchfall, wenn das Kind häufiger als ein Mal pro Fütterung Stuhlgang hat und dieser besonders dünn oder gar wässrig ist. Handelt es sich um einen starken Durchfall, kann dies für Ihr Kind bedrohlich werden. Kompensieren Sie den entstandenen Wasser- und Salzverlust durch häufiges Stillen oder die Gabe von Wasser. In Apotheken sind auch Elektrolytlösungen frei erhältlich, Ihr Baby wird aber wahrscheinlich nicht unbedingt von dem Geschmack begeistert sein. Weigert sich jedoch Ihr Baby zu trinken oder erbricht es mehr als drei Mal täglich, suchen Sie sofort Ihren Kinderarzt auf um ein Dehydrieren zu verhindern.

Verstopfung
Das Gegenteil von Durchfall ist Verstopfung. Von Verstopfung spricht man, wenn das Baby mehrere Tage keinen Stuhlgang hatte und es nur unter Schmerzen den harten Stuhl abführen kann. Voll gestillte Kinder haben selten solche Probleme. Im Regelfall sind es Flaschenkinder, die darunter leiden. Grund dafür ist häufig eine Überdosierung der Milchnahrung. Also heißt es wieder einmal, Zeit nehmen und genau die Packungsanweisung studieren. Etwas Milchzucker kann auch Abhilfe schaffen. Sollte es zu schlimm werden, gibt es in der Apotheke Glycerinzäpfchen.

Milchschorf
Manche Eltern wundern sich, woher der weiße krümelige Ausschlag auf dem Gesicht ihres Babys herkommt. Keine Panik, es handelt sich hierbei wahrscheinlich um den so genannten Milchschorf oder auch Säuglingsekzem genannt. Dieser kann sowohl trocken als auch nässend sein. Tupfen Sie den Ausschlag einfach mit einem hochwertigen Öl ein und nach einigen Wochen wird er von allein wieder verschwinden.

Egal was Ihr Kind für Babykrankheiten hat. Es bedarf in dieser Zeit viel Zuneigung, Liebe und Geduld der Eltern.

[Bei Fragen wenden Sie sich bitte an einen Arzt Ihres Vertrauens! Wir geben hier nur allgemeine Hinweise!]

 
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