Beziehung beenden - aber richtig!

Hände zerreißen ein Herz aus Papier
Tipps für die Trennung - Foto: © patronestaff

Das Ende einer Liebesbeziehung bedeutet für die meisten ein schmerzhaftes Erlebnis. Für die einen kommt der Schluss-Strich überraschend, für die anderen war er längst vorprogrammiert. Das endgültige Schlussmachen allerdings löst bei den meisten eine Lawine von Gefühlen aus und stürzt sie oft in massiven Liebeskummer. Wie stark und wie lange man darunter leidet, kommt wohl aber auch nicht unwesentlich auf die Art, w i e eine Beziehung beendet wurde, an. Doch wie beendet man eine Beziehung richtig?

Gute Gründe für den Schluss-Strich

Paar möchte Beziehung beenden
Wie beendet man eine Beziehung richtig?
Foto: © detailblick

Sollte man sich den absolut falschen Partner für sich und sein Seelenheil geangelt haben, ist ein Schluss-Strich sicherlich eine heilvolle Lösung. Das Verfahren, Beziehungen aus Angst vor dem Schlussmachen weiter zu führen, hat noch selten ein befriedigendes Ergebnis gezeigt. Letztendlich endet die Liebschaft ohnehin in einem Desaster in Form eines
aufgedeckten Seitensprungs oder einem anderen abrupten, viel schmerzlicheren Ende, als man es vorgehabt und auch der andere verdient hätte. Dass die Zeit gekommen ist, um sich über ein Ende der Beziehung Gedanken zu machen, zeigt in etwa, wenn sich eine massive Lieblosigkeit, Respektlosigkeit und ständiges gegenseitiges Unverständnis eingeschlichen hat. Ist die Harmonie in irreparables Ungleichgewicht geraten, die Vertrauensbasis abhanden gekommen und stehen anstatt gegenseitigen Einbezug ins alltägliche Leben nur mehr üble Vorwürfe im Raum, so ist es wohl Zeit, die Verbindung zu überdenken. Chancen für klärende Gespräche sollte man sich gegenseitig dennoch auf jeden Fall geben. Helfen auch diese nur wenig bis gar nicht, so sollte man wohl die Konsequenzen ziehen, um nicht weiter zu leiden.

Weitere Gründe eine Beziehung zu beenden:

Feiglinge verursachen großen Liebeskummer

Der Schritt, eine Beziehung zu beenden, fällt keinem leicht - Charakterbesitz vorausgesetzt. Für den "Gekündigten" bedeutet ein abruptes wie auch ein vorhersehbar gewesenes Ende zumeist einen "Mega-Gau". Stellt der Partner dem/der ehemals Geliebten auf eine unsensible oder gar sehr harte Weise die Kündigung zu, so verstärkt das bei den meisten den ohnehin schon großen Schmerz des Verlustes und der Trauer um so mehr. Man war sich schließlich einmal sehr nah und vertraut. Ein unpersönliches Ende per SMS oder e-Mail - womöglich ohne großartige Vorankündigung - ist daher absolut unfair und nicht angebracht. Absolut als fies zu empfinden ist auch die Inanspruchnahme von Internetdiensten, um überhaupt gar nicht persönlich Schlussmachen zu müssen. Ein sehr praktischer Dienst für gefühllose Zeitgenossen der besonderen Art.

Schlussgespräche sollten auch bei angeborener Feigheit hinsichtlich Rücksicht auf den anderen persönlich unter vier Augen geführt und nicht per Telefon getätigt werden. Absolut abscheuliche - leider meist männliche - Exemplare berücksichtigen diesen Ratschlag zwar, hängen das Schlussmachen aber gleich an ein letztes Schäferstündchen dran. Ein überaus "einfühlsames" Vorgehen...

Sich nicht mehr zu melden und die verzweifelten Anrufe und SMS einfach nicht mehr zu beantworten ist zudem eine weitere Form des Psychoterrors für "gekündigte" Existenzen. Betroffene sind damit der Möglichkeit beraubt, für sich die Beziehung abzuschließen und laborieren länger an ihrem Liebeskummer als nötig. Deshalb: Feiglinge, stellt Euch!

Einzig faires Verhalten bei Trennung

Ein ruhiges Vier-Augen-Gespräch, in dem der Trennungswillige seinem Partner seine Beweggründe offen erklärt, Rückfragen zulässt und einfühlsam und nicht verletzend antwortet, ist wohl die "idealste" Art, sich zu trennen. Ganz emotionslos wird das Gespräch natürlich selten ablaufen. Egal, wie lange eine Beziehung gedauert hat, ein "ordentliches" Ende hat sich jeder verdient. Schmerzhaft ist eine Trennung ohnedies ... Bei vielen aber bedeutet sie auch die Chance auf einen Neubeginn mit einem Partner, der viel besser zu ihnen passt.
Text: M. R.

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