Unicef und WHO empfehlen eine Stilldauer von sechs Monaten, in der das Baby voll gestillt
Beim Stillen kann ein Baby schon mal einschlafen
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werden soll. Das bedeutet den Verzicht jeglicher Beikost. Das beinhaltet ebenso Wasser und Tee. Die Muttermilch ist ideal. Sie deckt den gesamten Ernährungsbedarf des Kindes, ist frei von Keimen, hat immer die optimale Temperatur und die Mutter hat sie immer dabei. Das ist durchaus eine Zeitersparnis. Nicht zu vernachlässigen ist der finanzielle Aspekt. Ersatznahrung kostet sündhaft viel Geld. In erster Linie liegt der Vorteil der Muttermilch natürlich bei der Gesundheit des Kindes. Es gibt im ersten Lebenshalbjahr keine bessere Ernährung für das Baby. Nach dem vollendeten sechsten Lebensmonat empfehlen Unicef und WHO eine leicht verdauliche und geeignete Beikost. Jede Mutter sollte jedoch trotzdem weiter stillen. Und zwar bis zum vollendeten zweiten Lebensjahr. Danach liegt kein physiologischer Grund vor, weiterzustillen. Das bedeutet aber nicht, dass eine Mutter ab diesem Zweitpunkt das Stillen beenden sollte. Die Natur hat den Frauen ein Geschenk gegeben. Sie können ihre Babys unabhängig von außen ernähren. Hätte die Natur vorgesehen, ein Kind braucht ab dem siebenten Lebensmonat keine Milch mehr, würde die Milch versiegen und Mütter könnten ihren Kindern ab diesem Zeitpunkt keine Brust mehr geben. Es hat einen Grund, weshalb die Kinder wesentlich länger gestillt werden können. Die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation gelten nicht nur für Entwicklungsländer. Auch Industrienationen sind gleichermaßen angesprochen.
Selbst wenn es per Gesetz verboten ist, Ersatznahrung höherwertiger als Muttermilch zu
bezeichnen und Werbemaßnahmen ein Abstillen nicht befürworten dürfen, sind die Einflüsse der Wirtschaft nicht zu unterschätzen. Wo man auch hin sieht, entdeckt man Werbung für Ersatznahrung, Beikost und Zusatzprodukte. Mit diesem Zweig verdienen die Konzerne Millionen. Und sind wir doch mal ehrlich, wer hat nicht beim ersten Kind gedacht, ein Fläschchen gehört zur Erstausstattung dazu?
Gestillte Kinder erhalten über die Muttermilch bereits Antikörper der Mutter und sind daher seltener krank. Das Risiko an Übergewicht zu leiden ist bei Flaschenkindern wesentlich höher. Eine gesunde Ernährung der Mutter vorausgesetzt, enthält die Milch alles was ein Baby braucht. Sie beugt sogar Allergien vor. Mütter, die ihre Kinder gestillt haben, erkranken seltener an Brust- oder Eierstockkrebs. Es gibt also viele überzeugende Gründe, sein Kind zu stillen. Die gemeinsame Zeit zwischen Mutter und Kind kann niemand ersetzen. Trotz alledem ist Stillen immer eine Paarbeziehung. Es ist also egal wie lang sie Ihr Kind stillen, solange es beide Partner - also Mutter und Kind - gern möchten.
[Bei Fragen wenden Sie sich bitte an einen Arzt Ihres Vertrauens! Wir geben hier nur allgemeine Hinweise!]