Muttermilch - die optimale Ernährung für Babys

Junge Mutter stillt ihr Baby
Muttermilch ist die beste Ernährung fürs Baby - Foto: © aboikis


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Infos über Muttermilch

Sie ist immer in der richtigen Temperatur vorrätig, ist einzigartig in ihrer Zusammensetzung und passt sich von ihren Inhaltsstoffen her immer perfekt auf die Entwicklung des Babys an: Muttermilch ist in der Tat ein ganz besonderer Trunk. Mutter Natur hat es so eingerichtet, das Neugeborene sofort nach der Geburt die Brust der Mutter suchen. Lässt man ihnen dazu im Kreissaal die Zeit, so finden sie ganz von allein zur Brustwarze und beginnen mit dem saugen.

Ein wahrer Wundercocktail ist bereits das Kolostrum, auch Vormilch genannt. Das Kolostrum steht dem Neugeborenen in den ersten ein bis drei Tagen nach der Geburt zur Verfügung. Kolostrum erhält eine besonders hohe Zahl an Antikörpern, welche das Kind ein Leben lang vor bestimmten Erkrankungen schützen können. Manche Frauen meinen, dass ihre Milch in den ersten Tagen nicht ausreicht, um ein Neugeborenes zu ernähren. Nun, Kolostrum wird tatsächlich nur in einer geringen Menge von der weiblichen Brust produziert - aber genau diese geringe Menge ist ausreichend für ein Neugeborenes. Die Vormilch ist zudem viel fettreicher und enthält deutlich mehr Proteine als die reife Muttermilch, welche sich in der Regel zwischen dem dritten und dem fünften Tag bildet.

Was enthält die Muttermilch? Was macht sie so einzigartig?

Muttermilch enthält viele verschiedene Stoffe - es sind mehrere Tausende - und längst sind noch nicht alle nachgewiesen. Einige wichtige Vitamine und Spurenelemente sollen dennoch hier genannt werden: Vitamin A, B1, B2, B6, B12, K, E, Jod, Fluor, Kalzium, Natrium, Eisen und viele weitere. Oftmals wird behauptet, dass gestillte Kinder einen Mangel an Eisen haben. Dazu sollte man wissen, dass die Muttermilch tatsächlich nur eine sehr geringe Konzentration von Eisen aufweist. Dieses wenige Eisen wird jedoch vom kindlichen Körper viel besser verwertet als beispielsweise Eisen aus anderen Lebensmitteln und ist in der Regel völlig ausreichend, um das Baby mit diesem wichtigen Spurenelement zu versorgen.

Bifidus-Kulturen, Vitamin B12 und Lysozym sorgen dafür, dass gestillte Babys deutlich weniger an Durchfall leiden als Säuglinge die mit künstlicher Milchnahrung gefüttert werden. Und noch etwas ganz besonderes befindet sich in der Muttermilch: Makrophagen - auch Fresszellen genannt - töten Viren, Bakterien und Pilze ab und leisten damit einen großen Beitrag zur Abwehr von Krankheiten.

Faszinierend ist, dass die Muttermilch in ihrer Zusammensetzung niemals gleich ist. Sie passt sich zu jeder Zeit an das Alter und die Entwicklung des Babys an. Ja es sind sogar Unterschiede zwischen der Muttermilch je nach Jahreszeit zu verzeichnen! "Winterliche" Muttermilch hat einen höheren Energiegehalt als "sommerliche" - wer hätte das gedacht?

Wie oft sollte das Baby gestillt werden?

Ein Baby sollte immer nach Bedarf gestillt werden. Das kann in der ersten Zeit und später während der so genannten Wachstumsphasen bedeuten, dass der Säugling bis zu 12-mal täglich an die Brust möchte. Keine Sorge, Muttermilch ist sehr leicht verdaulich und daher sind auch keine Mindestabstände zwischen den Stillzeiten einzuhalten. Neben der Muttermilch "tankt" der Säugling bei jedem Stillen zusätzlich die Nähe und Geborgenheit seiner Mutter. Wer einmal ein Baby an der Brust der Mutter gesehen hat, der kann bezeugen, welch ganz besondere Beziehung die beiden miteinander verbindet.
Tipps für eine gute Stillbeziehung

Hersteller von künstlicher Säuglingsnahrung arbeiten ständig an der Verbesserung ihrer Produkte. Ziel ist es, die künstliche Milchnahrung der Muttermilch immer ähnlicher werden zu lassen. Doch auch wenn der eine oder andere Hersteller von künstlicher Säuglingsnahrung verspricht, das sein Milchpulver "Muttermilchnah" oder "ähnlich gut wie Muttermilch" ist - an das Original kommt keines dieser Pülverchen heran. Muttermilch ist ein lebendiger Stoff - ein Milchpulver dagegen immer ein minderwertigeres Imitat.

Lassen Sie sich nicht durch irreführende Werbeaussagen beeinflussen, die Ihnen suggerieren wollen, dass Ihr Baby ohne Babyfläschchen nicht groß wird. Wenn Sie Stillprobleme haben oder sich bereits während der Schwangerschaft zum Thema Stillen informieren möchten, so können Sie sich jederzeit an Ihre Hebamme oder an eine Stillberaterin wenden.
Text: K. L. - Stillberaterin

[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können den Rat eines Arztes nicht ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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