Erkältung bei Kindern

Was tun, wenn das Kind erkältet ist?

Die Nase läuft, im Hals kratzt es und der Kopf brummt. Hinzu kommen meist noch Fieber und Abgeschlagenheit. Typische Zeichen einer Erkältung. Mehrmals im Jahr erwischt es uns und auch unsere Kinder bleiben von grippalen Infekten leider nicht verschont. Besonders im Winter und in der Übergangszeit sind die Wartezimmer von Kinderärzten daher gut bevölkert. Aber muss man wirklich wegen jeder Erkältung zum Arzt oder können auch Hausmittel zur Linderung der Symptome und somit zur Verbesserung des Allgemeinbefindens beitragen?
Wußten Sie schon, dass Kinder, die Kneipp Anwendungen machen nicht so oft erkältet sind?

Muss man zum Arzt?

Ob und wann man mit seinem kranken Kind den Arzt aufsucht, das hängt von verschiedenen Faktoren ab. In allererster Linie kommt es auf die Schwere der Erkrankung und den Zustand des Kindes an. Als Mutter oder Vater merkt man deutlich, wenn es dem Kind bei einer Erkältung so schlecht geht, das ärztliche Hilfe notwendig ist. Dazu gehören Fieber über 39 Grad Celsius, apathisches Verhalten, starke Ohrenschmerzen sowie Halsschmerzen, welche ein Hinweis auf eine eitrige Angina sein können. Ein Schmerz- und Fiebermittel sollte sich in jeder Hausapotheke befinden und kann bei Bedarf auch ohne vorher den Arzt zu kontaktieren gegeben werden. Ebenso verhält es sich mit Hustensaft auf pflanzlicher Basis oder einem Spray gegen die verstopfte Nase. Restbestände von verschreibungspflichtigen Medikamenten, welche bei einer früheren Erkrankung verabreicht wurden, dürfen nicht auf eigene Faust gegeben werden!

Verständlich, dass Eltern nicht bei jeder kleinen Erkältung zum Kinderarzt rennen möchten. Dort tummeln sich schließlich auch Kids, welche anderweitig erkrankt sind - sprich: die Ansteckungsgefahr in Wartezimmern ist sehr hoch. Zum Glück hat Mutter Natur so einiges parat, was den kleinen Patienten hilft, wieder gesund zu werden. Gepaart mit alten Hausmittelchen kann man bis zu einem gewissen Grad die kleinen Schnupfennasen und Hustenbären wunderbar selbst behandeln.

Was tun gegen Ohrenschmerzen?

Wer kennt das nicht? Mitten in der Nacht - wie sollte es auch anders sein - plagen den Nachwuchs schmerzende Ohren. Ein Zwiebelwickel kann schnell Linderung verschaffen. Dazu eine kleine Zwiebel in Würfel schneiden, in der Pfanne andünsten und soweit abkühlen lassen, dass sich das Kind nicht mehr verbrennen kann. Die Zwiebelwürfel anschließend in ein Stofftaschentuch knoten, den Wickel auf das betroffene Ohr legen und mit einer dünnen Mütze fixieren. Am nächsten Morgen sind die Schmerzen meist verschwunden. Was tun, wenn das Kind sich keine Ohrentropfen geben lassen will?

Was kann man gegen Husten machen?

Die typische Erkältung kommt fast immer mit Husten daher. Auch hier hilft ein Wickel, diesmal aus gekochten, zerstampften Kartoffeln. Der kleine Patient liegt mit freiem Oberkörper auf dem Rücken und hat sich ein Handtuch über die Brust gelegt. Die zerstampfen Kartoffeln werden in einem Tuch darauf gegeben und wiederum mit einem Handtuch abgedeckt. Der Wickel sollte warm aufgelegt werden, aber nicht zu heiß! Fördert die Durchblutung und erleichtert somit das Abhusten.
Auch eine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit kann hilfreich sein. Einfach feuchte Tücher über den Wäscheständer oder auf die Heizung legen. Quälender Reizhusten kann so gelindert werden.
Mein Kind will keinen Hustensaft nehmen!

Was tun gegen Husten und Schnupfen?
Ein Dampfbad mit Kamille hilft gegen Schnupfen
Foto: © drubig-photo

Was hilft bei Schnupfen?

Ob tropfende oder verstopfte Nase - beides ist lästig. Ein Kopfdampfbad mit Meersalz oder Kamillenblüten kann die Nase befreien, die Durchblutung wird angeregt und das meist zähe Sekret kann besser herauskommen. Fühlt sich der kleine Patient nicht allzu krank und hat er kein hohes Fieber, so tut ein Aufenthalt an der frischen Luft gut. Schnupfennasen können draußen viel besser durchatmen als in der Wohnung. Was tun, wenn das Kind keine Nasentropfen nehmen will?

Fieber senken

Fieber ist eigentlich gut. Es hilft, die Krankheitserreger zu vernichten - daher sollte es auch nur dann medikamentös unterdrückt werden, wenn es gar nicht anders geht. Bei Fieber über 39 Grad Celsius sind Wadenwickel an altbewährtes Hausmittel. Das Wasser sollte dafür nicht zu kalt sein und das kranke Kind muss warme Füße haben, Für den Wadenwickel eignet sich ein Wischtuch oder eine Stoffwindel. Darüber kommt ein trockenes Handtuch. Bei Bedarf wird der Wickel gewechselt. Wenn das Kind möchte kann es auch Heidelbeeren essen. Diese wirken ebenfalls fiebersenkend.

Halsschmerzen lindern

Bei Halsschmerzen hat sich das Gurgeln mit Salzwasser bewährt. Es kann mehrmals täglich durchgeführt werden. Wer den Geschmack nicht mag, der kann mit starkem Salbei-Tee gurgeln. Genauso wirksam ist es, wenn das Kind frische Salbeiblätter kaut. Wirkt desinfizieren und schmerzlindernd.

Eine gute Hühnersuppe zur Stärkung

Fragt man Oma, was gegen eine Erkältung hilft, so kommt mit Sicherheit die Hühnersuppe zur Sprache. Aber bitte keine Instant-Brühe! Kaufen Sie ein Suppenhuhn und kochen Sie es weich. Nehmen Sie es heraus. Bei Bedarf kann jetzt Fett abgeschöpft werden. Geben Sie nun klein geschnittene Möhren, Sellerie und Lauch in den Topf mit der Hühnerbrühe. Gegen Ende der Garzeit wandern die Bandnudeln dazu. Wenn das Huhn von den Knochen befreit und zerkleinert wurde, dann kommt es zur Gemüse-Nudel-Brühe. Abschmecken - und schon ist die stärkende Hühnersuppe fertig.

Natürlich gibt es noch viele weitere Hausmittel gegen lästige Erkältungen. Jede Familie hat da so ihre eigenen "Tricks" und ein Nachfragen bei anderen Eltern kann den eigenen Wissenshorizont nur erweitern. Na dann: Gute Besserung! Übrigens können auch Fußbäder bei Erkältung helfen!
Text: K. L.

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[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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