Was hilft gegen Winterdepression?

Tipps für Winterdepressionen
Foto: © doug Olson
Die Dämmerung setzt immer früher ein, die Tage werden kürzer - nicht umsonst bezeichnet man den Winter als "Dunkle Jahreszeit". Hinzu kommt eine unschöne Eigenschaft der winterlichen Sonne: Sie scheint weitaus weniger hell und intensiv als in den Sommermonaten. Und das macht sich bei vielen auch psychisch bemerkbar. Ehe man es sich versieht, wird man von einer mehr oder minder schweren Winterdepression heimgesucht.

Wenn es an Licht fehlt
Diese Art von Depression tritt tatsächlich vornehmlich in der kalten Jahreszeit auf. Untersuchungen konnten bestätigen, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Gemütszustand und Tageslichtmenge gibt. Einige der häufigsten Symptome dieses "Lichtmangels" sind Tagesmüdigkeit, Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Gewichtszunahme und Heißhunger auf Süßigkeiten. Zudem leidet das gesamte Wohlbefinden und Stimmungsschwankungen sind an der Tagesordnung.

Was hilft gegen Winterdepression?
Werden die Tage kürzer, sinkt die Zeit, in der unser Körper Tageslicht zur Verfügung hat. Als Folge davon steigt die Produktion des Hormons Melatonin, das für den Schlafrhythmus zuständig ist, an und der Körper wird müde. Kommt zu diesem hohen Spiegel von Melatonin ein Mangel an Serotonin, einem Botenstoff des Gehirns, ist die Entstehung einer Winterdepression quasi schon vorprogrammiert. Aber es gibt durchaus Gegenmaßnahmen, die jeder leicht für sich anwenden kann.

Tipps für Winterdepressionen: Johanneskraut und Bewegung
Die Maßnahmen, die ergriffen werden können, sind einfach, aber vor allem bei leichten Formen der Winterdepression nicht ohne Wirkung. So hilft beispielsweise Johanneskraut, indem es die
Lichtaufnahme des Körpers verbessert. Auch der Aufenthalt in hellen und freundlichen Räumen wirkt unterstützend. Nicht zu unterschätzen ist auch Bewegung im Freien - Rad fahren, Joggen, Spazierengehen - vor allem um die Mittagszeit, wirken Wunder. Zusätzlich kann man auch - natürlich nur in Maßen - die künstliche Sonne in Anspruch nehmen. Drei Mal wöchentlich zwei bis fünf Minuten unter dem Solarium helfen, den Hormonspiegel des Körpers zu regulieren und für ein deutlich verbessertes Wohlbefinden zu sorgen.

Licht auf Rezept
Wenn die Hilfestellungen im privaten Rahmen einfach nicht helfen wollen, sollte man seinen Arzt aufsuchen. Da die Winterdepression eine anerkannte Krankheit ist, übernehmen einige Krankenkassen sogar die Kosten für eine Lichttherapie. Hierbei wird der Patient, ähnlich wie beim Besuch im Solarium, gezielt starkem Licht ausgesetzt. Dieses "medizinische" Licht hat im Gegensatz zum Tageslicht allerdings eine wesentlich geringere UV-Strahlung. Auch hier werden die Vorgänge im Körper gezielt mit der Lichtbestrahlung beeinflusst und wieder auf ein gesundes Normalmaß gebracht.

Alles im Leben ist vom Licht abhängig. Wir Menschen spüren das vor allem in den Wintermonaten. Wer sich bewusst mit dem Thema Winterdepressionen auseinander setzt, viel Zeit im Freien verbringt und sich ab und zu etwas Gutes gönnt, wird auch die dunkle Jahreszeit problemlos überstehen.

Bei Fragen zu diesem Thema wenden Sie sich bitte an einen Arzt Ihres Vertrauens! Wir geben hier nur allgemeine Infos und Tipps.

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