Eisige Temperaturen - Mit dem Baby spazieren gehen?

Baby mit Mütze
Soll ich bei den eisigen Temperaturen wirklich rausgehen?
Foto: © blessings


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So schützen Sie Ihr Baby im Winter

Der Beschützerinstinkt einer Mutter lässt sie automatisch hinterfragen, ob ihr kleines Baby bei eisigen Temperaturen die warme Wohnung wirklich verlassen sollte. Oder schadet es ihm doch nicht, sich den kalten Wind um die Babynase wehen zu lassen? Eines steht fest: ein Baby sollte täglich an die frische Luft, auch wenn das Wetter womöglich nicht immer zum spazieren gehen einlädt. Babys profitieren sogar von den gemütlichen Ausflügen ins Freie, denn sie stärken das Immunsystem der Kleinen. Und gerade im Winter brauchen Babys das Tageslicht und die Sonneneinstrahlung, denn nur so wird das wichtige Vitamin D in ihrem Körper gebildet, welches vor allem wichtig für die Stärkung der Knochen ist. Bevor Sie mit ihrem Kleinen nach draußen gehen, sollten Sie jedoch unbedingt ein paar kleine aber feine Dinge beachten, damit dem Winterspaß auch nichts im Wege steht.

Muss ich Babys Haut schützen?

Ja, auf jeden Fall. Babyhaut ist wesentlich dünner als die der Erwachsenen. Sie trocknet dadurch sehr schnell aus und wird rissig. Im Handel erhältlich sind Wind- und Wettercremes. Sie enthalten viel Fett und wirken als Schutzbarriere für die zarte Babyhaut. Achten Sie darauf, ein Produkt ohne Wasser, Farb- und Konservierungsstoffe bzw. ohne Inhaltsstoffe auf Mineralölbasis auszuwählen. Cremen Sie nicht nur das Gesicht ein, sondern auch die Ohren.

Wie kleide ich mein Baby bei eisigen Temperaturen?

Babys verlieren schneller als Erwachsene ihre Körpertemperatur, insbesondere über ihren Kopf. Eine gefütterte Mütze, die über die Ohren reicht, ist ein Muss. Als Basis braucht das Baby einen Body, je nach Temperatur auch mit langen Ärmeln. Darüber eine Strumpfhose und ein Langarmshirt. Sehr gut für die Kleinsten geeignet sind Schnee-Overalls. Sie lassen nichts verrutschen und damit auch nichts auskühlen. Fäustlinge für die Hände und ein dünner Schal für den Hals, der nicht drückt, gehören ins Winterequipment. Dicke Socken, gern auch zwei Paar, halten die kleinen Babyfüßchen kuschelig warm. Liegt ihr Kind zudem noch im Kinderwagen, sollte es nicht zu dick angezogen werden, denn das Kissen und die warme Liegefläche heizen dem Baby zusätzlich ein und es sollte auf keinen Fall schwitzen.
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Woher weiß ich, dass mein Kind nicht zu warm angezogen ist?

Die Temperatur ihres Kindes können Sie nur schwer anhand der Hände oder im Gesicht testen. Fühlen Sie im Nacken des Babys, ob es warm ist. Es sollte unter keinen Umständen bei Minusgraden an der frischen Luft schwitzen.

Kann ich im Winter mein Baby im Tragetuch mit nach draußen nehmen?

Prinzipiell ist dies kein Problem, solange Sie das Kind vor der Brust tragen und Sie über dem gebundenen Tuch Ihre etwas längere Jacke geschlossen halten. Achten Sie auf die Füße Ihres Babys, die eventuell schneller als im Kinderwagen auskühlen könnten.
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Was sollte ich bei der Ausstattung des Kinderwagens beachten?

Im Winter kommen Sie am besten mit einem Kinderwagen mit großen Reifen voran, der nicht so schnell im Schnee stecken bleibt. Haben Sie Bedenken, dass Ihr Kind von unten auskühlt, legen Sie einfach eine passend zugeschnittene Isomatte unter die Tragetasche oder auf die Sitzfläche des Wagens. Ein Lammfell ist eine gute Investition. Es wärmt das Baby, staut aber nicht die Hitze. Erfahrene Mütter legen dem Baby gern ein warmes Kirschkernkissen an die Füße oder eine Wärmflasche. Für die größeren Kinder, die bereits sitzen können, ist ein wärmender Fußsack unbedingt nötig, denn die Kleinen bewegen sich im Gegensatz zu Ihnen nicht.
Infos über Kinderwagen

Sie werden sehen, dass die Bewegung an der frischen Luft nicht nur Ihrem Kind gut tut. Auch Sie können in der eisigen klaren Luft tief durchatmen, sich quasi eine Pause gönnen und in der richtigen Umgebung im Geiste abschalten, während Sie vielleicht sogar das Knirschen des Schnees unter Ihren Füßen hören.
Text: C. D.

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