Im Cafe sitzt eine Mutter mit ihrem 5-jährigen Kind. Der Junge scheint ins Leere zu blicken und reagiert kaum auf die Worte seiner Mama. Er spricht nicht, gibt allenfalls ein paar
Autistische Kinder nehmen die Welt anders wahr
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unverständliche Töne von sich. Rhythmisch klopft er mit seinen Fingern auf den Tisch. Der Junge ist Autist.
Szenenwechsel. Ein 10-jähriges Mädchen rennt übermütig über den Schulhof. Unterhält sich mit einer Mitschülerin und beide spielen anschließend zusammen in einer Ecke Karten. Plötzlich steht das Mädchen auf und geht. Anscheinend ohne Grund verlässt sie die Situation. Auch dieses Kind ist autistisch.
Autismus hat viele Gesichter. Wer sich nicht mit diesem Thema auseinandersetzt, der kann es kaum glauben, dass auch Kinder, welche auf den ersten Blick völlig normal wirken, von dieser Behinderung betroffen sein können. Am auffälligsten erscheinen uns die frühkindlichen Autisten, da hier die Erkrankung offensichtlich ist. Diese Kinder sprechen gar nicht oder nur wenige Worte und leben völlig in sich zurückgezogen. Oftmals ist der frühkindliche Autismus mit einer geistigen Behinderung und einer Entwicklungsverzögerung verbunden. Das muss aber nicht der Fall sein. Unter den frühkindlichen Autisten befinden sich auch Kinder, welche hochintelligent sind und beispielsweise schon im Alter von 4 oder 5 Jahren lesen können.