Kaiserschnitt oder Spontangeburt?

Während der Schwangerschaft muss sich die werdende Mutter mit der Frage auseinandersetzen, wie das Ungeborene zur Welt kommen soll. Soll es auf natürlichem Wege
Kaiserschnitt oder Spontangeburt?
Kaiserschnitt oder Spontangeburt -
Was ist besser? - Foto: © knopf81
das Licht der Welt erblicken oder ist doch der Kaiserschnitt die bessere Wahl?

Kaiserschnitt ist gar nicht so alt
Viele tausend Jahre gab es keine Frage, auf welche Art ein Kind geboren werden sollte. Es gab schlichtweg nur den Weg, den Mutter Natur dafür vorgesehen hat. Seit einiger Zeit kann aber zusätzlich auch der Kaiserschnitt gewählt werden. Haben sich zu Beginn nur wenige Frauen für diese Methode entschieden, so gehört der Kaiserschnitt heute zu einem Routineeingriff, der eine Geburt sehr unkompliziert vonstatten gehen lässt.

Die Vorteile der Spontangeburt
Der natürliche Weg der Geburt, die sogenannte Spontangeburt, ist meistens mit teils heftigen Schmerzen verbunden. Dennoch gilt die Spontangeburt bei vielen als die richtige Methode. Die Schmerzen sind bald verklungen und die Mutter regeneriert sich innerhalb kürzester Zeit nach der Geburt. (Die Schmerzen kann man mit einer Periduralanästhesie etwas lindern.) Beim Kaiserschnitt hingegen handelt es sich um einen operativen Eingriff, der einen gewissen Wundschmerz nach sich zieht.
Bei der Spontangeburt wird der Natur überlassen, wann die Geburt wirklich stattfindet, wohingegen beim künstlichen Eingriff der Zeitpunkt vom behandelnden Arzt festgelegt wird. Zusätzlich fällt dem Kind das Atmen nach einem Kaiserschnitt schwer. Zum einen macht man den Schock, der durch die künstliche Geburt entsteht, dafür verantwortlich, zum anderen wird beim Kaiserschnitt nicht, wie bei der normalen Geburt, das Fruchtwasser aus der Lunge herausgedrückt.

Kein Endorphin beim Kaiserschnitt
Kinder können beim Kaiserschnitt einen Geburtsschock erleiden. Zum einen, weil der natürliche Zeitplan gestört wird, zum anderen aus hormonellen Gründen. Während der Geburt schüttet die
Mutter große Mengen Endorphin aus, dass sie die Geburt wesentlich angenehmer empfinden lässt. Davon profitiert auch das Kind. Durch das Endorphin gestaltet sich der Start in der neuen Umgebung sehr viel einfacher. Beim Kaiserschnitt hingegen schüttet die Mutter keine Endorphine aus. Was für die Mutter nicht weiter tragisch sein muss, fehlt allerdings dem Kind.

Auch Kaiserschnitt hat Vorteile
Auch wenn einige Nachteile des Kaiserschnitts genannt wurden, so hat er doch seine Berechtigung. Denn diese Methode hat in der Vergangenheit schon vielen Müttern und Kindern das Leben gerettet. Besonders, wenn die Mutter Mehrlinge erwartet, oder eine Steißgeburt erwartet wird, ist der Kaiserschnitt die sichere Methode.
Da in unserer Zeit auch Frauen höheren Alters durchaus noch Kinder bekommen, ist besondere Vorsicht geboten. Auch hier ist der Kaiserschnitt die sicherste Methode.
Grundsätzlich ist die Entscheidung der Geburtsmethode nicht immer einfach. Hier tobt ein reger Glaubenskrieg. Die einen verteufeln den Eingriff in die natürlichen Gegebenheiten, die anderen finden es verantwortungslos, wenn man sich den Risiken der Spontangeburt hingibt. Letzten Endes kann nur die Mutter selbst entscheiden, wie die Geburt nun aussehen soll.

Kaiserschnitt oder Spontangeburt - keine leichte Entscheidung. Sofern eine problemlose Schwangerschaft und nur ein Kind erwartet werden, kommt vermutlich eher die Spontangeburt in Frage. Stellen sich jedoch Risikofaktoren für Mutter und Kind ein, ist der Kaiserschnitt oftmals die bessere Wahl. Hier sollte in jedem Fall die Beratung des zuständigen Arztes hinzugezogen werden.

[Bei Fragen wenden Sie sich bitte an einen Arzt Ihres Vertrauens! Wir geben hier nur allgemeine Hinweise!]

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