Fehlgeburt - Wenn aus Vorfreude traurige Gewissheit wird

Zu den Ursachen einer Fehlgeburt zählen unter anderem:
  • Alkohol in der Schwangerschaft
  • Rauchen in der Schwangerschaft
  • Weitere Ursachen für eine Fehlgeburt

  • Fehlgeburt - Wie erkennt man sie und wie geht man damit um?

    Sehr viele Frauen erleiden in den ersten Wochen ihrer Schwangerschaft eine Fehlgeburt. Dieses Ereignis ist ein einschneidendes Erlebnis im Leben einer Frau, dass Schätzungen
    Trauer über Fehlgeburt
    Eine Fehlgeburt zu verkraften fällt schwer
    Foto: © NDTeam
    zufolge mehr als 1/3 aller werdenden Mütter erfahren müssen. Unglücklicherweise wird dem Thema Fehlgeburten nicht die Beachtung geschenkt, die es verdient. Zu oft wird das Thema totgeschwiegen, unter den Teppich gekehrt oder findet gar keinen Platz in der Öffentlichkeit. Wer möchte sich schon mit den Problemen einer Fehlgeburt auseinandersetzen? Die betroffen Eltern, die ein Kind durch eine Fehlgeburt verloren haben, müssen es jedoch, um das Erlebte zu überwinden und um weitermachen zu können - sei es auch nur Tag für Tag.
    So können Sie die Trauer bewältigen

    Was ist ein Abort?

    Unter einer Fehlgeburt (Abort) versteht man rein fachlich die Beendigung einer Schwangerschaft, bevor der Embryo, der Fötus oder das Kind lebensfähig ist. Das bedeutet, wenn es ein Gewicht von unter 500 g hat oder es vor der 24. Schwangerschaftswoche zur Welt kommt. Danach spricht man entweder von einer Totgeburt oder aber von einer Frühgeburt.

    Pragmatisch betrachtet schafft es nicht einmal die Hälfte aller befruchteten Eizellen. Daher hatten bereits sehr viele Frauen eine Fehlgeburt in den ersten beiden Wochen, und wussten gar
    nicht um ihr Schicksal. Sie nahmen die Fehlgeburt lediglich als eine unregelmäßige, verspätete oder verstärkte Regel wahr. Für die restlichen Frauen, sind die ersten 12 Wochen der Schwangerschaft die Kritischsten. Acht von zehn Fehlgeburten finden in dieser schwierigen Zeit statt. Die Ursachen dafür sind vielfältig und können leider nur selten nachgewiesen werden. Doch gerade diese Frage beschäftigt die Betroffen intensiv. Warum wir? Haben wir etwas falsch gemacht?

    Ursachen für eine Fehlgeburt

    Zu den häufigsten Gründen für einen Abort zählen Fehler in den Erbanlagen des Kindes. Besonders oft entwickelt sich eine Fruchtblase ohne einen Embryo darin. Eine Diabetes Erkrankung oder anatomische Besonderheiten der Mutter können ebenfalls Ursache für eine Fehlgeburt sein. Auch Myome und hormonelle Probleme in der Schwangerschaft sind unter anderem Auslöser. Hatte eine Frau bereits eine Fehlgeburt, steigt das Risiko von 5 % bereits auf 20 %. Nach drei Fehlgeburten liegt das Risiko schon bei über 40 %, eine weitere Fehlgeburt zu erleiden. Des Weiteren beeinflussen verschiedene Risikofaktoren nachweislich die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt. Darunter fallen: Das Alter der werdenden Mutter, der Konsum von Alkohol, Rauchen, zu intensiver Genuss von Koffein und ein erlittenes Trauma.
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    Was sind die ersten Anzeichen einer Fehlgeburt?

    Frauen verspüren meist ein Ziehen oder auch wehenartige Schmerzen im Unterbauch. Sehr häufig ist das allererste Anzeichen einer Fehlgeburt eine vaginale Blutung. Aber trotz Blutung erblicken glücklicherweise neun von 10 Kindern gesund das Licht der Welt.

    Wie erkennt der Arzt eine Fehlgeburt?
    Im Normalfall wird der Arzt einen Ultraschall der Gebärmutter durchführen. Ab der sechsten Schwangerschaftswoche, also vier Wochen nach der Befruchtung, müsste er somit den Herzschlag des Embryos feststellen. Werden keine Herztöne gefunden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um eine Fehlgeburt handelt.

    Wie geht es nach der Diagnose weiter?

    Das weitere Vorgehen der Mediziner richtet sich danach, welche Art der Fehlgeburt stattgefunden hat. Bei einer kompletten Fehlgeburt, wird die Mutter unter Beobachtung gestellt und vorerst abgewartet, ob alles Körperliche planmäßig heilt und sich regeneriert. Bei einem unvollständigen Abort werden Medikamente verabreicht, die das Abstoßen der restlichen Schwangerschaftsprodukte veranlassen. In manchen Fällen ist es leider unumgänglich, dass ein Absaugen der Schwangerschaftsprodukte (Curettage) durch einen Chirurgen erfolgt, um die Gesundheit der Mutter nicht zu gefährden. Hat die Mutter den Rhesus-Faktor Negativ (Rh) wird eine Impfung durchgeführt, um bei zukünftigen Schwangerschaften eine Unverträglichkeit aufgrund von Antikörpern zu vermeiden.

    Kann man nach einem Abort wieder schwanger werden?
    Frauen, die eine Fehlgeburt erlitten haben, könnten sofort wieder schwanger werden. Fachleute
    empfehlen jedoch dringend, ca. zwei bis drei Monate nach dem Abort zu warten und dem Körper ausreichend Zeit zu geben, um dem Marathon "Schwangerschaft" wieder gewappnet zu sein. Auf Verkehr sollen die betroffen Frauen möglichst auch in dieser Zeit verzichten, ebenso wie auf Tampons oder Vollbäder.

    Wie kann man einer Frau helfen, die eine Fehlgeburt erlitten hat?
    Frauen, die den Schicksalsschlag einer Fehlgeburt erlebt haben, brauchen meist lange, um ihn zu verwinden. Die Trauer ist groß und Außenstehende können leider nur zu oft die Trauer nicht verstehen. Es ist daher keinesfalls angemessen, als Freund oder Verwandter der Mutter zu sagen: Es sollte nun einmal nicht sein; oder: Du hast doch schon ein gesundes Kind, erfreue dich daran. Nichts auf der Welt kann das verloren gegangene Leben ersetzen. Es war ein Teil seiner Eltern und nur weil es standesamtlich noch nicht gemeldet war, haben es seine Eltern geliebt. Stehen Sie als Freund am besten einfach nur zur Seite, zeigen Sie, dass Sie da sind und zuhören werden, wenn Sie gebraucht werden. Schaffen es die Mütter nicht allein, die Fehlgeburt zu verarbeiten, sollten sie den Gang zu einer psychologischen Betreuung nicht scheuen oder sich mit anderen Frauen austauschen, die ein ähnliches Schicksal erlebt haben, um aus deren Erfahrungen eigene Erkenntnisse zu ziehen.
    Text: C. D.

    [Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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