Sich bewusst für ein Kind zu entscheiden, ist ein großer Schritt im Leben eines Jeden. Man möchte meinen, damit sei der wichtigste Grundstein schon einmal gelegt. Doch ein Kind zu
Wie funktioniert so ein Ovulationstest?
Foto: © Charly
zeugen, ist nun einmal an viele Gegebenheiten geknüpft. Allem voraus die Empfängnisbereitschaft der Frau. Woher also wissen, wann genau im Zyklus der Frau der idealste Zeitpunkt ist, um das Projekt "Baby" zu verwirklichen? Ein praktischer Helfer für alle Eltern eines Wunschkindes kann da ein Ovulationstest sein.
Was bringt der Ovulationstest und wie funktioniert er?
Der Ovulationstest - ein Fruchtbarkeitstest für die Frau - zeigt an, wann eine Frau schwanger werden kann und macht sich dabei eine prima Einrichtung der Natur im weiblichen Körper zu Nutze. Er misst die Höhe eines Hormons im Urin, welches ca. 24 Stunden vor dem Eisprung der Frau seinen Zenit erreicht. Dieses LH - luteinisierendes Hormon - veranlasst den Eisprung bei der Frau. Es ist daher ein absoluter Indikator, um bereits frühzeitig und im Voraus zu wissen, wann der Eisprung stattfinden wird. Möchte eine Frau also schwanger werden, dann sollte sie diesen perfekten Zeitpunkt abwarten. Die Wahrscheinlichkeit ein Kind zu zeugen steigt stark an, wenn dies genau in der hochfruchtbaren Phase des weiblichen Zyklus geschieht.
Diese Phase ist am besten einen Tag vor oder genau während des Eisprungs. Insgesamt ist eine Frau nur ca. 4 Tage pro Zyklus empfängnisbereit. Nun denkt man als Paar, dieser Zeitraum müsste doch eigentlich reichen um ein Kind in die Welt zu setzten. Und trotzdem dauert es bei
so vielen Paaren Wochen, Monate oder im Ernstfall mehr als ein Jahr bis das erhoffte Glück endlich eintritt. Haben die Ärzte eine Unfruchtbarkeit ausgeschlossen, liegt es wahrscheinlich daran, dass der Zyklus der Frau sehr unterschiedlich sein kann. Nicht jede Frau hat das Glück, dass ihr Körper wie ein Uhrwerk funktioniert - immer exakt und berechenbar. Besonders nach jahrelanger Einnahme der Pille oder bei bestimmten Vorerkrankungen kann es schon einmal passieren, dass Zyklusschwankungen den Zeitpunkt des Eisprungs stark variieren lassen können. Normalerweise tritt er ungefähr am 14. Tag seit Beginn der Regel ein. Aber was heißt schon normalerweise? Der 14. Tag gilt nur für einen regelmäßigen Zyklus von 28 Tagen. Was geschieht, wenn der Zyklus nun aber 34 oder nur 25 Tage lang ist? Wann hat dann die Frau ihren Eisprung. An dieser Stelle kommt der Ovulationstest ins Spiel. Dieser Test, der auf dem Markt von verschiedenen Herstellern zu unterschiedlichen Preisen angeboten wird, gibt binnen weniger Minuten darüber Auskunft, ob es Sinn macht, es zu versuchen oder nicht.
Anwendung des Ovulationstest
Der einfache Ovulationstest besteht aus einem Stäbchen mit einer Schutzhülle. Ähnlich wie ein Schwangerschaftstest wird auch er für ungefähr 10 Sekunden in den Urin der Frau getaucht. Für alle Frauen, die es während des Wasserlassens als äußerst schwierig empfinden, genau das Stäbchen für die gesamte Zeit zu treffen, sei gesagt: verwenden sie einfach einen sauberen und trockenen Becher. Dies ist einfacher und auch hygienischer. Ist der Teststreifen mit Urin getränkt, dauert es je nach Hersteller drei bis fünf Minuten, bis das Ergebnis ablesbar ist. Jeder Test hat auch immer eine Kontrolllinie. Sie gewährleistet der testenden Frau, dass dieser korrekt angewendet wurde bzw. nicht fehlerhaft war. Ein zweiter Streifen neben dem Kontrollstreifen verrät wiederum die Höhe des luteinisierenden Hormons. Sind beide Linien gleich stark, dann ist es an der Zeit, durchzustarten. Um den genauen Tag zu treffen, müssen also mehrere Tests an aufeinander folgenden Tagen durchgeführt werden. Beginnen Sie am besten an Tag 11 Ihres Zyklus. Es kann durchaus vorkommen, dass mehr als fünf Stäbchen nötig sind, bis der perfekte Zeitpunkt erreicht ist, denn jeder Körper ist nun einmal unterschiedlich. Sie sollten vor dem Test für ca. drei Stunden nicht viel getrunken haben, denn daraus könnte eine Verringerung der Konzentration des Hormons verursacht und damit das Ergebnis verfälscht werden.
Es ist unnötig, für die Probe Morgenurin zu verwenden. Das Hormon wird erst früh morgens gebildet, daher testen Sie am besten erst zwischen 11 und 20 Uhr. Wenn möglich täglich um eine ähnliche Uhrzeit. Ansonsten hat kaum etwas Einfluss auf das Testergebnis. Lediglich Medikamente, die luteinisierende Hormone enthalten, können das Ergebnis noch verfälschen. Die Genauigkeit eines Ovulationstests liegt bei beachtlichen 98 %.
Ovulationstests werden in der Regel in erster Linie von Frauen verwendet, die gern schwanger werden möchten. Die Medaille hat wie immer auch zwei Seiten. Auch für eine Natürliche Familienplanung (NFP) ist ein Ovulationstest sinnvoll. Er zeigt immerhin an, wann das Paar verhüten muss, um eine Schwangerschaft zu verhindern. Dieses Prinzip machen sich vor allem elektronische Ovulationstests zu Nutze. Mit monatlich neu zu erwerbenden Teststreifen in Kombination mit einem Testgerät kann die Frau so Monat für Monat ihre fruchtbaren Tage auf das Neue eingrenzen und entsprechend verhüten.
Halten wir also fest, Ovulationstests sind eine feine, zwar nicht unbedingt preiswerte, Sache für Frauen die schwanger werden wollen - oder auch nicht.
[Bei Fragen wenden Sie sich bitte an einen Arzt Ihres Vertrauens! Wir geben hier nur allgemeine Hinweise!]
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