Gedämpftes Licht im Geburtszimmer. Das soeben geborene Baby liegt nackt auf dem Bauch der Mutter, eventuell mit einem wärmenden Schafffell zugedeckt. Mit winzigen Bewegungen robbt es sich ganz langsam in Richtung der mütterlichen Brust. Die Natur hat es so eingerichtet, dass die Brustwarzen bereits während der Schwangerschaft größer und dunkler werden, damit das Neugeborene sie besser findet. Und dann: das erste Saugen und ein Blick zwischen Baby und Mutter, der tiefer nicht sein könnte. In diesem Blick liegt eine Vertrautheit und eine tiefe Liebe, die man so gar nicht beschreiben kann. Die Mutter und ihr Baby lernen sich mit allen Sinnen kennen. Körperkontakt, Geruch, Geschmack und die Wärme des jeweils anderen werden intensiv wahrgenommen. Das sind Augenblicke, denen ein ganz besonderer Zauber anhaftet; Augenblicke, die man nie im Leben wieder vergisst. Das ist Bonding - der frühe Beziehungsaufbau zwischen Mutter/Vater und dem Neugeborenen.
Doch nicht jeder Start ins Leben verläuft so optimal. Bei einem Kaiserschnitt etwa, der in Vollnarkose erfolgt, kann die Mutter die ersten Minuten mit ihrem Baby überhaupt nicht erleben. Einige Neugeborene kommen auch direkt nach der Geburt in die Kinderklinik, manche müssen sogar intensivmedizinisch betreut werden. Geht diesen Eltern und Kindern die Erfahrung des Bondings verloren? Wissenschaftler sind sich heute einig, dass die ersten Minuten und Stunden im Leben eines Neugeborenen prägend sind. Und doch kann das Bonding auch noch Tage nach der Geburt des Babys nachgeholt werden. Bei einem Kaiserschnitt kann zwar unter Umständen die Mutter ihr Baby nicht gleich im Arm halten, aber meist gibt es doch einen Vater, der das Neugeborene liebevoll begrüßen kann. Nach Möglichkeit sollte auch hier der uneingeschränkte Körperkontakt praktiziert werden, das heißt, das Baby und Vater sich nackt spüren können. Hat sich die Mutter von der OP erholt oder besucht sie zum
ersten Mal ihr Kleines auf der Kinderstation, so sollten beide die Möglichkeit haben sich ungestört kennen zu lernen. Dimmen Sie das Licht, schaffen Sie so gut es die äußeren Umstände erlauben eine angenehme Atmosphäre und legen Sie sich Ihr Baby auf den Bauch oder an die Brust. Schauen Sie ihm in die Augen. Genießen Sie jede Sekunde. Dieses Erlebnis kann Mutter und Kind für die fehlende Zeit direkt nach der Geburt entschädigen.
Welche Vorteile bringt Bonding mit sich? In der Gebärmutter fühlt sich das Baby geborgen. Kommt es auf die Welt, so ist ihm erst mal alles fremd. Das meist helle Licht blendet und die Geräusche werden ungedämpft wahrgenommen. Wo bin ich? Was passiert jetzt? Ah - da ist meine Mutter. Vertraut, warm, weich. Ihr Herzschlag und Ihre Stimme - bekannt. Das Neugeborene fühlt sich an die Zeit in der Gebärmutter zurück erinnert. Geborgenheit ist die Grundvoraussetzung um Vertrauen aufzubauen. Werden diese ersten Minuten so intensiv erlebt, so kommt die Milchproduktion hormonbedingt bei der Mutter besser in Gang und das Baby erlebt einen optimalen Stillstart. Es kommt wesentlich seltener zu Saugschwierigkeiten und die Stillbeziehung dauert deutlich länger als bei Mutter-Kind-Paaren, die in der Zeit getrennt waren.
Baby-Ernährung
Was lässt ein Kind in seinem ersten Lebensjahr am besten gedeihen? Natürlich Liebe, Fürsorge und die richtige Ernährung. Irgendwann kommen Babys an den Punkt, an dem sie mehr als nur Muttermilch oder Milchersatznahrung brauchen, um ihren Energiebedarf zu decken. Es ist nötig, den Kindern den ersten Brei zu geben.
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Erstausstattung
Als werdende Eltern möchte man sich gut vorbereiten auf das neue Baby. Und nur zu oft bekommt man von den verschiedensten Seiten aus dem Familien- oder Bekanntenkreis die unterschiedlichsten Angaben, was man für den Neuankömmling an Erstausstattung braucht. Verwirrt gehen die meisten Eltern auf Nummer sicher und besorgen sich lieber etwas mehr als zu wenig. Doch was braucht man wirklich?
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Helden im Kreißsaal
"Und, wie haltet ihr es, du wirst doch sicher bei der Geburt deine Frau unterstützen wollen, oder?" Kaum ein Mann traut sich noch, "Nein" zu sagen, wenn es um das Thema Männer im Kreißsaal geht. Heute wird erwartet, dass bei der Geburt eines Babys der Vater anwesend ist. Egal, ob sie es wollen oder nicht, es wurde quasi in eine Art Pflichtveranstaltung verwandelt.
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Tipps für werdende Väter
Die Veränderung, die die Geburt eines Kindes - vor allem des ersten - mit sich bringt, kann im Vorhinein nur schwer abgeschätzt werden.
Die Schwangerschaft selbst birgt schon einige Abweichungen des alltäglichen Lebens. Grundsätzlich dreht sich einmal alles um die Frau, die werdende Mutter. Schließlich hat sie oft mit Übelkeit, schweren Beinen, Müdigkeit, Schwindel oder Stimmungsschwankungen zu kämpfen.
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