Baden mit Kindern

Baby im Swimmingpool
Beim Baden mit Kindern sollte man gut Acht geben
Foto: © Yvonne Bogdanski


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Badespaß - Sicherheit nicht vergessen!

Besonders Kinder fühlen sich vom Wasser geradezu magisch angezogen. Allerdings ist kein Kind - auch wenn es schon schwimmen kann - vor dem Ertrinken geschützt. Daher sollte man sie nie unbeaufsichtigt ihre Bahnen ziehen lassen und auf Sicherheit großen Wert legen.

Wasser kann eine Gefahr für Kinder sein

Wasser bedeutet vor allem für kleine Kinder, die das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet haben, eine große Gefahr. Kinder dieses Alters haben im Wasser keinerlei Orientierung, was zur Folge haben kann, dass ein kleiner Bach von wenigen Zentimetern Tiefe schon zur tödlichen Falle werden kann. Umso mehr Aufmerksamkeit muss man dem jungen Nachwuchs schenken, wenn man zusammen zum Baden geht.
Auch ein paar Jahre später, wenn das Kind schon Schwimmen gelernt hat, darf die Sicherheit nicht zu kurz kommen. Ertrinken gehört zu den häufigsten Todesursachen bei Kindern. Das trifft nicht nur auf das Schwimmen im See oder im Freibad zu, sondern kann ebenso an kleinen Tümpeln oder in der Badewanne passieren. Daher gilt, Kinder in der Nähe von Wasser oder im Wasser niemals aus den Augen lassen.

Schwimmunterricht für Kinder

Für Kinder ist es generell sehr sinnvoll, den Schwimmunterricht zu besuchen. Schon ab dem vierten Lebensjahr können Kinder zum Unterricht angemeldet werden. Durch den Schwimmunterricht verlieren die Kinder die Angst vor dem Wasser und lernen alle wichtigen Dinge rund um den Umgang mit dem nassen Element. Natürlich ist auch die beste Ausbildung kein Garant dafür, dass ein Kind im Wasser nicht in ernsthafte Schwierigkeiten gelangen kann. Auch nach erfolgreicher Schwimmprüfung sollten die Kinder deshalb nicht völlig unbeachtet den Badefreuden nachgehen.

Für alle Fälle gewappnet?

Seine Kinder im Blick zu haben ist ein wichtiger Faktor. Aber was ist zu tun, wenn wirklich einmal der Ernstfall eintritt? Wer beherrscht das Retten der Kinder aus dem Wasser und was ist als erste Maßnahme zu tun? Wie funktioniert die Mund-zu-Mund-Beatmung? Eltern, die mit ihren Kindern baden gehen, sollten sich vorher eindringlich mit dieser Thematik beschäftigen und gegebenenfalls einen Kursus zur Ersten Hilfe in Anspruch nehmen. (Erste Hilfe Kurs für Eltern) Denn auch die falsche Erstversorgung nach einem Badeunfall kann das Leben des Kindes gefährden! Um Risiken möglichst gering zu halten, sollten sich Kinder grundsätzlich nicht an den Sprungtürmen im Hallen- oder Freibad aufhalten. Hier passieren in der Regel die meisten Unfälle. Grundsätzlich ist dafür Sorge zu tragen, dass Kinder nicht mit überfülltem Magen oder völlig überhitzt ins Wasser gehen, da sonst Kreislaufprobleme auftreten können. Es ist im Übrigen ein Irrglaube, dass aufblasbares Wasserspielzeug oder Luftmatratzen Schutz gegen Ertrinken bringen. Lediglich Schwimmflügel bei kleinen Nichtschwimmern sind eine sinnvolle Ergänzung zum Thema Sicherheit.

Baden ist besonders im Sommer ein herrlicher Freizeitspaß für Groß und Klein. Damit der Spaß nicht böse endet, sollte man seinen Nachwuchs immer im Auge behalten und auch für den Ernstfall mit den nötigen Maßnahmen zur Erstversorgung vertraut sein. Mit dieser Basis lässt sich ein Tag am Wasser viel entspannter genießen.
Text: D. D. E.

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