Schwimmen rettet Leben! Tatsächlich ist das Ertrinken, nach den Verkehrsunfällen, bei Kindern
"Der Kinderschwimmkurs macht richtig Spaß!"
Foto: © Tommy Windecker
mittlerweile die zweithäufigste Todesursache. Immer weniger Kinder können sicher schwimmen - Tendenz steigend. War es vor einigen Jahren noch selbstverständlich, dass ein zehnjähriges Kind im Besitz des Freischwimmers war, sind es heute leider nur noch wenige, die das bronzene Schwimmabzeichen an ihrer Badehose tragen. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gemeinschaft (DLRG) spricht von einem wahren PISA-Desaster des deutschen Schulsports. Die Lehrer sind häufig viel zu sehr eingespannt und können vielen Kindern während der Schulzeit das Schwimmen nicht hundertprozentig beibringen. Daher sollten sich die Eltern nicht allein auf die Schule verlassen und beim Thema Schwimmen lieber selbst die Initiative ergreifen.
Wichtig ist die vorbereitende Wassergewöhnung von Anfang an - im Kinderschwimmkurs
Je eher ein Kind schwimmen kann, desto besser ist es! Die Fähigkeit, selbstständig Schwimmen zu lernen, hängt von der Motorik des Kindes ab. Die richtige Koordination der Arm- und Beinbewegungen und die ideale Atemtechnik beherrschen Kinder ungefähr erst ab dem 5. bis 6. Lebensjahr. Allerdings können Eltern dafür Sorge tragen, dass sich der Nachwuchs zu
diesem Zeitpunkt angstfrei und ohne Scheu in die Fluten wirft und sich sofort auf das Schwimmen lernen konzentrieren kann. Eine Wassergewöhnung ist nämlich bereits ab dem zarten Babyalter möglich und durchaus sinnvoll. Viele Vereine und Einrichtungen bieten Babyschwimmkurse an, in denen schon die Kleinsten mit Wasser vertraut gemacht werden. Die meisten Babys fühlen sich im warmen Wasser pudelwohl und genießen den spielerischen Umgang mit dem nassen Element. Zwischen dem ersten und dem vierten Lebensjahr folgen weitere Kurse zur Wassergewöhnung, wobei Spiel und Spaß immer noch im Vordergrund stehen. Die Kinder lernen die Tragfähigkeit des Wassers kennen und verlieren die Angst vor dem Untertauchen. Anhand von paddelnden und kraulenden Bewegungen halten sie sich zu diesem Zeitpunkt bereits über Wasser. Nun sind die Kinder reif genug, um richtig Schwimmen zu lernen. Die DLRG oder andere Vereine bieten hierfür zahlreiche Kinderschwimmkurse an, deren Ziel die bestandene Prüfung für das Frühschwimmerabzeichen, das so genannte "Seepferdchen", ist. Hierfür müssen die kleinen Sportler 25 Meter ohne fremde Hilfe schwimmen, vom Beckenrand ins Wasser springen und einen Ring aus schultertiefem Wasser holen. Wer es sich zutraut und genügend Geduld, Zeit und das nötige Fachwissen besitzt, der kann sein Kind natürlich auch selbst auf die Seepferdchen-Prüfung vorbereiten. Allerdings sollte man diese Aufgabe nicht auf die leichte Schulter nehmen. In den meisten Fällen ist die Distanz zum Schwimmlehrer für die Kinder doch sinnvoller, da sie den Anweisungen einer fremden Autoritätsperson häufig eher folgen und hierbei mehr Mut beweisen.
Der Einsatz der Eltern ist spätestens nach der bestandenen Prüfung des Frühschwimmerabzeichens notwendig. Nun heißt es nämlich: Kräftig weiterüben! Das Seepferdchen ist kein Garant für das sichere Schwimmen. Erst das bronzene Schwimmabzeichen, der ehemalige Freischwimmer, beweist, dass die Kinder sicher im Wasser sind. Darum sollte das Kind möglichst einmal wöchentlich mit der Begleitung eines Erwachsenen zum Schwimmen gehen, um die erlernten Schwimmkenntnisse zu festigen.
Text: S. H.
Diese Schwimmhilfen können beim Schwimmen lernen helfen:
Schwimmring
Schwimmflügel
Schwimmgürtel
Schwimmkissen
Schwimmsitz für Babys
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Baden mit Kindern
Fußball für Kinder
Inline Skaten für Kinder
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