Der Schnuller - auch Nuckel, Nucki oder Beruhigungssauger genannt, gehört für viele Babys und Kleinkinder zum Alltag einfach dazu. Babys haben von Natur aus ein großes Saugbedürfnis, welches sie meist an der Brust der Mutter stillen. Es gibt jedoch Situationen, in denen stillen aus den unterschiedlichsten Gründen nicht möglich ist. Sei es, weil die Mutter nicht die Brust geben kann oder will oder weil einfach die Situation es nicht erlaubt. Für diese Fälle gibt es Schnuller. Wer einmal erlebt hat wie nervenaufreibend ein schreiendes Baby im Auto ist, der schätzt die kleinen Seelentröster und hat immer mindestens einen davon parat. Und natürlich hilft so ein Nucki den kleinen Erdenbürger auch prima in den Schlaf zu finden.
So praktisch und notwendig Beruhigungssauger auch sind - aus den Babys werden Kleinkinder und dann ist die Zeit gekommen, um Abschied vom Schnuller zu nehmen. Folgende Tipps sollen Ihnen und Ihrem Kind helfen, die Schnuller Entwöhnung so sanft wie möglich zu gestalten.
Rechnen Sie damit, dass der Abschied vom Schnuller ein langer Prozess sein kann. Die wenigsten Kinder lehnen den Nucki von einen Tag auf den anderen ab. Vielmehr ist hier Ihr Einsatz gefragt. Lassen Sie nicht überall in der Wohnung die Schnuller liegen. Das verleitet Ihr Kind nur dazu, sich diese Dinger aus Langeweile in den Mund zu stecken. Reduzieren Sie die Zahl der Beruhigungssauger und bewahren Sie diese an einem Ort auf, wo sie Ihr Kind nicht erreichen kann. So können Sie ganz gezielt den Einsatz des Schnullers bestimmen. Fast jedes Kind braucht seinen Schnuller am längsten in der Nacht. Lassen sie es zunächst gewähren - und finden Sie dann nach und nach zusammen mit Ihrem Kind Alternativen. Eine schöne Gute-Nacht-Geschichte, sanftes streicheln oder leises erzählen können Ihr Kind vom Schnullergebrauch ablenken und helfen ebenso zuverlässig beim einschlafen. Hier ist natürlich Geduld gefragt. Schimpfen Sie nicht mit Ihrem Kind, falls es dennoch den Schnuller verlangt. Versuchen Sie es dann eben einige Zeit später wieder - vielleicht war im Moment einfach nicht der richtige Zeitpunkt um Abschied vom Nucki zu nehmen.
Eine gute Gelegenheit, um den Beruhigungssauger endgültig aus der Wohnung zu verbannen,
ist die Geburt eines Babys im Freundes- oder Bekanntenkreis. Einem älteren Kind kann man meist recht gut begreiflich machen, dass dieses kleine Baby, welches eben erst auf die Welt gekommen ist, den Schnuller viel dringender braucht als es selber. Schön verpackt kann das Kind dann seinen heißgeliebten Nucki an das Baby verschenken und wird stolz darauf sein, dass es ja selber schon so groß ist und den Schnuller nun nicht mehr braucht.
Auch die Schnullerfee kann in Abschiedszeiten zum Einsatz kommen. Sie nimmt alle Beruhigungssauger mit und bringt dafür dem Kind ein kleines Geschenk. Der Anreiz auf ein schönes, neues Spielzeug hat schon so manchem Kind die Motivation verliehen, es ab jetzt ohne Nucki zu schaffen.
Egal wie Sie die Schnuller Entwöhnung gestalten - beziehen Sie auf alle Fälle Ihr Kind mit ein. Starten Sie keine Hau-Ruck-Aktionen, denn damit verängstigen Sie Ihren Nachwuchs und erreichen nur das Gegenteil von dem, was Sie eigentlich möchten. Und noch ein kleiner Tipp: legen Sie die Schnuller Entwöhnung nicht in eine Zeit, die für das Kind sowieso schon schwierig ist. Der Eintritt in den Kindergarten, die Geburt eines Geschwisterchens oder der Umzug in eine andere Stadt sind denkbar schlechte Gelegenheiten, um Abschied vom Nucki zu nehmen.
Haben Sie noch weitere Tipps zum Schnuller abgewöhnen? Gerne können Sie diese in unserem Forum zum Thema Kindererziehung posten.
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