Windpocken sind allgemein als eher harmlose Kinderkrankheit bekannt. Erkrankt die Mutter
Windpocken in der Schwangerschaft? Lassen Sie sich
rechtzeitig testen und ggf. impfen! - Foto: © Adam Gregor
jedoch während der Schwangerschaft an Windpocken, kann das durchaus schädliche Folgen für das Kind haben.
Windpocken sind selten
Windpocken bei Schwangeren kommen ausgesprochen selten vor. Das liegt vor allem daran, dass rund 90 Prozent der schwangeren Frauen immun gegen die Windpocken sind. Bei den restlichen zehn Prozent besteht allerdings das Risiko, an Windpocken zu erkranken. Das verantwortliche Varicella-Zoster-Virus ruft vor allem bei Kindern diese Krankheit hervor. Hat man diese Krankheit erst einmal gehabt, bleibt man im Regelfall für den Rest seines Lebens immun.
Auf genügend Antikörper kommt es an - Impfen gegen Windpocken
Um eindeutig feststellen zu können, ob eine Immunität vorliegt, muss der Nachweis über entsprechende Antikörper durch einen Bluttest durchgeführt werden. Sollten die Antikörper nicht
ausreichen, so lassen sich diese durch eine Impfung erhöhen. Voraussetzung ist allerdings, dass noch keine Schwangerschaft vorliegt. Plant man eine Schwangerschaft, sollte man rund drei Monate zuvor diesen Test und eine eventuelle Impfung durchführen lassen.
Folgen von Windpocken in der Schwangerschaft
Erkrankt die schwangere Mutter an Windpocken, so kann das für das Ungeborene große Gefahr bedeuten. Hier besteht immer die Möglichkeit, dass das Kind schwere Missbildungen davon trägt. In schlimmen Fällen kann es sogar zur Fehlgeburt oder Totgeburt kommen. Der Grad der Beeinflussung hängt im Wesentlichen vom Zeitpunkt der Infektion ab. Besonders heikel sind Infektionspunkte zwischen der 8. und 20. Woche. In dieser Zeit, in der vor allem die Organe des Ungeborenen entstehen, können schwere Missbildungen an Augen, Herz und Gehirn entstehen. Findet die Infektion zwischen der 13. und 20. Schwangerschaftswoche statt, sind zudem Missbildungen an den Gliedmaßen, ein zu geringes Geburtsgewicht, Minderwuchs, narbige Hautveränderungen oder ein früher Tod mögliche Folgeerscheinungen.
Auch kurze Zeit nach der Schwangerschaft sind Windpocken gefährlich. Dann kann sich das Neugeborene, das nur über ein noch schwaches Immunsystem verfügt, schnell mit der Krankheit anstecken. Bei einem ungünstigen Verlauf kann es zu Lungenentzündungen oder Erkrankung verschiedener Organe kommen. In jedem Fall muss ein Säugling, der an Windpocken erkrankt ist, umgehend in einer Klinik behandelt werden, um spätere Schäden möglichst zu unterbinden.
Wie groß ist die Gefahr an Windpocken zu erkranken?
Die Gefahr, während der Schwangerschaft an Windpocken zu erkranken, ist relativ gering. Ein Großteil der Mütter hatte diese Krankheit schon während ihrer Kindheit und ist somit immun. Zudem sind werdende Mütter in der Schwangerschaft in den meisten Fällen generell immun gegen die Windpocken.
Um wirklich sicher zu gehen, sollte man bei einer geplanten Schwangerschaft schon vorher abklären, ob genügend Antikörper vorhanden sind, um das Ausbrechen der Windpocken möglichst zu unterbinden.
Findet dennoch eine Ansteckung statt, muss eine sofortige klinische Behandlung durchgeführt werden, um die Folgeschäden für das Ungeborene möglichst gering zu halten.
[Bei Fragen wenden Sie sich bitte an einen Arzt Ihres Vertrauens! Wir geben hier nur allgemeine Hinweise!]
Wie kann man Windpocken bei Kindern lindern?
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