Nach der Taufe stellt die Konfirmation in der evangelischen Kirche das nächste große Fest dar.
Bei der Konfirmation wiederholt man das
Glaubensbekenntnis - Foto: © Rangzen
Diese Zeremonie ist ein besonderes Ereignis für alle Konfirmanden, für die Familie und die Freunde.
Die Konfirmation und ihre Geschichte
Durch die Taufe wird ein Kind nach seiner Geburt in die evangelische Kirche aufgenommen. Ab diesem Zeitpunkt übernehmen die Eltern stellvertretend das Glaubensbekenntnis für ihren Nachwuchs. Im jugendlichen Alter von ca. 15 bis 16 Jahren haben die Kinder dann die Gelegenheit, dieses Glaubensbekenntnis noch einmal im Rahmen ihrer Konfirmation persönlich zu wiederholen. Die Konfirmation ist nicht nur die Bestätigung des Glaubensbekenntnisses, sondern auch dessen Bestärkung und Bekräftigung.
Der geschichtliche Hintergrund geht auf Martin Bucer, einem Genossen Martin Luthers, zurück. Nachdem zu Zeiten der Reformation katholische Bräuche verbannt wurden, schaffte Bucer mit der Konfirmation eine Möglichkeit, den Jugendlichen selbst die Wahl zu überlassen, ob sie der Glaubensgemeinschaft angehören wollen oder nicht. Seit dem 19. Jahrhundert hat sich die Konfirmation im deutschsprachigen Raum völlig durchgesetzt.
Nach der Tradition findet die Konfirmation immer eine Woche vor dem Osterfest statt, heute legt man die Termine allerdings auch auf Ende Mai und Anfang Juni.