Weihnachtslust statt Weihnachtsfrust - Weihnachten in der Familie

"Alle Jahre wieder..." heißt es in einem alten Volkslied. Ob nun alle Jahre wieder das Fest der
Familie feiert gemeinsam Weihnachten
Weihnachten in der Familie - Foto: © fritzi braun
Feste in einem Weihnachtskampf ausartet, oder doch eine besinnliche Zeit im Kreise seiner Lieben wird, hängt ganz von einigen Vorbereitungen dafür ab. Was kann ich tun, damit Weihnachten in der Hektik nicht seinen Glanz verliert?

In Deutschland wird Weihnachten immer noch sehr traditionell gefeiert. Und dennoch gibt es landesweit Unterschiede in den Traditionen. Eines haben aber alle gemeinsam, das Weihnachtsfest symbolisiert etwas. Es geht um Besinnung auf das Wichtige, sich für einander Zeit nehmen und gemeinsam mit der Familie oder Freunden ein schönes Fest zu feiern. Viele Christen wie Nichtchristen finden an Weihnachten den Weg in die Kirchen zu den Christmessen, denn an diesem Tag feiern wir eigentlich Jesu Geburt. Andere lieben es, den Tag mit den Vorbereitungen für den Abend zu verbringen. Denn das ist schließlich der wichtigste Teil des Tages. Gemeinsam wird gekocht, gebacken, gespielt und gebastelt. Der Weihnachtsbaum wird gemeinsam geschmückt. Wie er später aussehen wird, bleibt jedem selbst überlassen. Ob mit knallbunt blinkenden Lichterketten oder traditionell mit Strohsternen und echten Kerzen, die Geschmäcker und Varianten kennen keine Grenzen. Statt den Weihnachtsbaum, schmücken manche Familien ihre Stuben auch mit einer großen Pyramide.


Ein Fest für die ganze Familie

Vor der großen Geschenkeparade wird traditionell gemeinsam zu Abend gegessen. Was es gibt, ist von Familie zu Familie verschieden. Die Einen tischen Würstchen und Kartoffelsalat auf,
harmonisches Weihnachtsfest
Ein Weihnachtsbaum darf in keiner Familie fehlen
Foto: © Monster
die Anderen essen eine Gans mit Klößen und Rotkohl. Im Erzgebirge wird nach altem Brauch "Neunerlei" serviert. Danach beginnt feierlich das Verschenken der Präsente, sie werden bis dahin liebevoll verpackt unter dem Tannenbaum gesammelt. Bei weihnachtlicher Musik gibt es dann die langerersehnte Bescherung. Vor allem für die Kinder ist sie das Highlight. Da fangen Kinderaugen an zu leuchten. Gerne bestellen Eltern auch für ihre Kinder einen verkleideten Weihnachtsmann, der die Geschenke überreicht. Am Adventskranz leuchten alle vier Kerzen, und jeder hofft, dass sein Wunschzettel erfüllt werde.

Weihnachten ist nicht nur für die Kinder etwas ganz besonderes. Wir alle verbinden mit Weihnachten viele Erinnerungen und Emotionen, nicht immer sind sie nur positiv. Weihnachten kann sehr schnell in Stress und Hektik ausufern. Viele Menschen beklagen den zunehmenden Kommerz, die Gier und die Schnelllebigkeit der Zeit. Unter Weihnachten verstehen wir alle doch etwas anderes, oder? Damit die Weihnachtsstimmung sich einstellt, und man den Tag wirklich genießen kann, braucht es etwas Vorbereitung.

So wird das Weihnachtsfest harmonisch:
  • Beginnen Sie schon sehr zeitig mit der Besorgung der Geschenke. Sie haben lange Zeit, darüber nachzudenken und werden keine Schnellschüsse abgeben müssen.
  • Kaufen Sie Geschenke, über die sich der Beschenkte freut. Es muss nicht Ihnen gefallen, sondern dem Anderen.
  • Reduzieren Sie Ihre Erwartungen. In den Medien wird uns immer wieder das Bild einer perfekten Weihnacht vorgegeben. Darin kommen aber keine völlig überdrehten Kinder, der ruinierte Teppich oder die nervige Schwiegermutter vor. Denken Sie darüber nach, wie für Sie selbst ein perfektes Fest aussehen soll.
  • Stimmen Sie sich auf die Feiertage ein. Backen Sie Plätzchen, basteln Sie mit den Kindern und lassen Sie durch Adventskalender und Weihnachtsdekorationen den Weihnachtsabend langsam herannahen. Die Adventsonntage sind eine schöne Vorbereitungszeit, in der statt Haushalt Pause vom Weihnachtsstress angesagt ist.
  • Überlegen Sie sich im Voraus, wo sie Weihnachten verbringen wollen. Laden Sie alle
    zu sich ein, oder ist dann die Mutter oder Schwiegermutter beleidigt. Sprechen Sie vorher mit den Verwandten und finden Sie eine Lösung.
  • Während der Feiertage verbringt die Familie viel Zeit miteinander. Doch manchmal ist es eben notwendig, ein paar Minuten für sich selbst zu haben. Gönnen Sie sich ruhig etwas Freizeit allein. Es sollte Ihnen keiner übel nehmen.
  • Ziehen Sie die Besucher mit in die Vorbereitungen ein. So bleibt nicht die ganze Arbeit an Ihnen haften. Die Oma könnte den Salat mitbringen, der Opa sich um den Weihnachtsmann kümmern. Wer soll den Baum besorgen? Wer hilft beim Abwasch?
  • Bereiten Sie die Kinder auf das Fest vor. Lassen Sie sie lang ausschlafen, wenn möglich. An dem Tag darf sich auch mal der Besuch wie die Großeltern oder Onkel und Tante mit den Kindern beschäftigen. Die Kinder sind an Heilig Abend nun einmal sehr überdreht, haben vielleicht Angst vor dem Weihnachtsmann oder sind es leid, immer wieder ihr Gedicht für das Aufsagen zu üben. Nehmen Sie den Druck von den Kindern. Bei der Bescherung kann es immer ein Geschenk geben, danach wird ein gemeinsames Lied gesungen, dann gibt es ein weiteres Geschenk.

  • Es ist möglich, vielen Dingen bereits vorher aus dem Weg zu gehen, die den Charme von Weihnachten zerstören können. Und wenn man viel Glück hat, bleibt zum Schluss das Weihnachtsfest übrig, das man sich gewünscht hat. Stimmungsvoll, besinnlich, mit strahlenden und zufriedenen Kindern und einer gewissen inneren Zufriedenheit und Dankbarkeit in sich.
    Weihnachten sollte mehr sein, als nur purer Kommerz.
    Text: C. D.

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