Schulbücher 2026 teurer: Preise steigen um 2,3 Prozent
Wer vor dem neuen Schuljahr Lehrbücher kaufen muss, zahlt in diesem Sommer etwas mehr als noch 2025. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Preise für Schul- und Lehrbücher im Juni 2026 um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Damit verteuerten sich Bücher genau im gleichen Tempo wie die Verbraucherpreise insgesamt.
Für Familien mit schulpflichtigen Kindern ist das eine spürbare Belastung - denn Schulbücher zählen zu den Ausgaben, die sich kaum vermeiden lassen. Gerade zum Schuljahresbeginn summieren sich die Kosten für Bücher, Hefte, Stifte und weiteres Material schnell auf mehrere hundert Euro pro Kind.
Stifte und Farbkästen noch stärker im Preis gestiegen
Bei den einzelnen Warengruppen zeigt sich ein gemischtes Bild. Am deutlichsten verteuerte sich Schreib- und Zeichenmaterial: Füller, Buntstifte, Farbkästen und ähnliches Zubehör kosteten im Juni 2026 ganze 3,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit lag der Preisanstieg in dieser Kategorie deutlich über der allgemeinen Teuerungsrate.
Einen kleinen Lichtblick gibt es bei Papierprodukten wie Heften und Zeichenblöcken: Hier sanken die Preise leicht um 0,3 Prozent. Wer also vor allem Hefte und Blöcke nachkaufen muss, kommt etwas günstiger davon als im Vorjahr. Was Eltern und Kinder zum Schulstart alles brauchen, haben wir in unserem Ratgeber Schulsachen für das neue Schuljahr zusammengestellt.
Was die Zahlen für das Familienbudget bedeuten
Die Daten stammen aus dem Verbraucherpreisindex (VPI) des Statistischen Bundesamtes und wurden als "Zahl der Woche" am 14. Juli 2026 veröffentlicht. Die drei genannten Produktgruppen fließen mit unterschiedlichem Gewicht in den Gesamtindex ein: Schulbücher machen 0,38 Promille aus, Papierprodukte 0,53 Promille und Schreib- sowie Zeichenmaterial 1,87 Promille. Einzeln betrachtet sind das kleine Posten - im Familienalltag läppern sie sich aber zusammen.
Wer die Ausgaben im Griff behalten will, kann ein paar Dinge
beachten: Gebrauchte Schulbücher von älteren Jahrgängen sind oft
deutlich günstiger und inhaltlich noch aktuell. Viele Schulen
bieten außerdem Büchertauschbörsen an. Und bei Stiften und
Farbkästen lohnt sich ein Preisvergleich, weil die Unterschiede
zwischen den Anbietern teils erheblich sind.
Unser Tipp: Viele Supermärkte und discounter bieten in den Sommerferien Schulmaterial wie Stifte, Hefte etc. günstig an. Ist das immer noch zu teuer, können Sie auch prüfen, ob Sie evtl. einen Zuschuss für den Schulbedarf beantragen können.
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Zahl der Woche Nr. 29 vom 14. Juli 2026. Eigene Aufbereitung durch die Redaktion familie-und-tipps.de.






