Jeder sechste Neuwagen in der EU ist ein E-Auto
17,3 Prozent aller Pkw, die 2025 in der Europäischen Union neu zugelassen wurden, fahren rein elektrisch. Das ist gut jeder sechste Neuwagen und der höchste Anteil, der bisher gemessen wurde. Die Zahlen stammen von der europäischen Statistikbehörde Eurostat, das Statistische Bundesamt hat sie zum europaweiten autofreien Tag veröffentlicht. Zehn Jahre zuvor lag der Anteil bei 0,4 Prozent.
E-Autos in der EU
Anteil an allen Neuzulassungen 2025
neue E-Autos
EU-weit im Jahr 2025
davon in Deutschland
28,9 % aller E-Autos in der EU
E-Anteil in Deutschland
knapp über dem EU-Schnitt
Hybride machen das größte Stück aus
Der Verbrenner ist damit noch lange nicht abgemeldet. Die häufigste Antriebsart im Neuwagenmarkt der EU waren 2025 Hybridfahrzeuge mit 42,4 Prozent, dahinter kamen reine Benziner mit 27,3 Prozent. Diesel erreichten 9,8 Prozent. Andere Antriebe wie Flüssig- oder Erdgas fielen kaum ins Gewicht.
E-Auto ist nicht gleich Hybrid
In dieser Statistik zählen nur Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb als E-Auto. Hybride, die neben dem Elektromotor auch einen Verbrenner an Bord haben, werden getrennt ausgewiesen - auch Plug-in-Hybride, die man an der Steckdose laden kann.
Deutschland meldet die meisten neuen E-Autos
In absoluten Zahlen liegt Deutschland klar vorn: 545.100 der 1,89 Millionen E-Autos, die 2025 in der EU neu auf die Straße kamen, wurden hier zugelassen. Das sind 28,9 Prozent, also fast ein Drittel. Frankreich folgt mit 330.900 Fahrzeugen und 17,5 Prozent.
Gemessen am eigenen Neuwagenmarkt sieht das Bild anders aus. Mit einem E-Anteil von 19,1 Prozent liegt Deutschland nur knapp über dem EU-Durchschnitt. Der Spitzenplatz bei den Stückzahlen hängt vor allem daran, dass hier überhaupt die meisten Neuwagen zugelassen werden.
Dänemark vorn, Kroatien am Ende
Zwischen den Mitgliedstaaten liegen Welten. In Dänemark hatte 2025 mehr als jeder zweite Neuwagen einen reinen Elektroantrieb, in Kroatien war es nicht einmal jeder fünfzigste.
| Land | Anteil E-Autos an den Neuzulassungen 2025 |
|---|---|
| Dänemark | 67,8 % |
| Niederlande | 40,2 % |
| Malta | 37,6 % |
| Deutschland | 19,1 % |
| EU insgesamt | 17,3 % |
| Bulgarien | 4,9 % |
| Slowakei | 4,7 % |
| Kroatien | 1,9 % |
Den höchsten Wert überhaupt meldet ein Land außerhalb der EU: In Norwegen waren 95,1 Prozent der neu zugelassenen Pkw reine E-Autos. Verbrenner sind dort im Neuwagengeschäft praktisch verschwunden.
Tipps für den Neuwagenkauf
Wer gerade über ein neues Familienauto nachdenkt, kann aus der Statistik zwei Dinge mitnehmen. Erstens: Das Angebot wächst. Was heute neu zugelassen wird, landet in drei bis vier Jahren als Leasingrückläufer auf dem Gebrauchtmarkt - größere Modelle mit Platz für Kindersitze inklusive. Zweitens: Wer neu kauft, kann in Deutschland seit dem 19. Mai die staatliche Förderung beantragen. Welche Sätze gelten und wie der Antrag läuft, steht in unserem Beitrag zur E-Auto-Förderung 2026 für Familien.
Der praktische Haken bleibt das Laden. Wer keine eigene Garage oder
Stellplatz mit Stromanschluss hat, ist auf öffentliche Ladepunkte
angewiesen - und die sind je nach Wohnort unterschiedlich gut zu
erreichen. Auch werden je nach Anbieter unterschiedliche Preise aufgerufen. Vor dem Kauf eines E-Autos kann man bei vielen Anbieter eine Karte mit seinem Wohngebiet anschauen, um zu sehen, ob und wo es Ladepunkte gibt.
Und noch ein Tipp aus eigener Erfahrung: Wer ein reines E-Auto kauft, sollte den Akkuladestand immer im Blick haben und den Akku rechtzeitig wieder aufladen. Denn das Laden dauert meist einige Stunden. Spontan losfahren ist dann schwierig. Praktischer ist dann ein Hybrid, der auch mit Benzin fährt.
Weitere Tipps für das Familienauto finden Sie in unserem Portal
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Zahl der Woche Nr. 39 vom 22. September 2026, auf Grundlage von Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat. Eigene Aufbereitung der Zahlen durch die Redaktion familie-und-tipps.de.






