PISA-Studie 2025: Deutsche Schüler schneiden so schlecht ab wie nie

Symbolbild PISA-Studie 2025 - Schueler im Unterricht
Deutsche Schüler schneiden bei der PISA-Studie 2025 so schlecht ab wie nie zuvor. Symbolbild: © kzenon - stock.adobe. com

Ergebnisse der PISA-Studie 2025 im Überblick

Die Ergebnisse der aktuellen PISA-Studie sind für Deutschland ein Alarmsignal. Am 8. September 2026 stellte die OECD in Paris die Ergebnisse der PISA-Erhebung 2025 vor. Gleichzeitig präsentierte das Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien an der TU München die deutschen Ergebnisse in Berlin - zusammen mit Bundesministerin Karin Prien und Anna Stolz, der Präsidentin der Bildungsministerkonferenz.

Das Ergebnis: Deutsche 15-Jährige erreichen in allen drei Kernbereichen - Naturwissenschaften, Lesen und Mathematik - die niedrigsten Werte seit Beginn der PISA-Erhebungen im Jahr 2000. Damit liegt Deutschland sogar unter dem Niveau von vor 25 Jahren. Bundesministerin Prien nannte die Ergebnisse "dramatisch" und verwies darauf, dass zu viele Jugendliche nicht die Basiskompetenzen erreichen, die sie für ihren weiteren Bildungsweg brauchen.

So schneidet Deutschland ab

In Naturwissenschaften - dem diesjährigen Schwerpunkt - erreichen deutsche Schüler 486 Punkte (OECD-Durchschnitt: 482). Im Lesen sind es 465 Punkte (OECD: 461), in Mathematik 464 Punkte (OECD: 463). Erstmals wurde auch das modellbasierte Problemlösen als Teil von "Lernen in der digitalen Welt" erhoben. Hier kommt Deutschland auf 498 Punkte und liegt damit knapp unter dem OECD-Durchschnitt von 500.

Zwar liegt Deutschland in allen Bereichen noch im OECD-Mittelfeld, doch die Zahlen zeigen einen Abwärtstrend, der sich seit Jahren fortsetzt. Besonders besorgniserregend: Rund ein Drittel der Jugendlichen verfügt nicht über ausreichende Basiskompetenzen im Lesen und in Mathematik. In den Naturwissenschaften und beim Problemlösen trifft das auf etwa ein Viertel zu.

Bildungschancen hängen stark von der Herkunft ab

Ein zentrales Ergebnis der Studie: Der Bildungserfolg in Deutschland hängt weiterhin stark von der sozialen Herkunft ab. Die Kompetenzunterschiede zwischen Schülern aus benachteiligten und aus privilegierten Verhältnissen sind so groß wie nie zuvor seit Beginn der PISA-Erhebungen. Anna Stolz, Präsidentin der Bildungsministerkonferenz, bezeichnete die Ergebnisse als "inakzeptabel", betonte aber, dass die Länder bereits Maßnahmen eingeleitet hätten.

Nicht nur schlechte Nachrichten

Es gibt auch positive Befunde: Rund 75 Prozent der deutschen Jugendlichen fühlen sich ihrer Schule zugehörig - das liegt über dem OECD-Durchschnitt. Außerdem berichten die Schüler von mehr Freude und Interesse an Naturwissenschaften als noch vor zehn Jahren. Und etwa ein Viertel der Jugendlichen erreicht beim modellbasierten Problemlösen besonders hohe Kompetenzstufen.

Was Bund und Länder jetzt tun wollen

Bund und Länder haben eine gemeinsame Roadmap angekündigt, um die Bildungsqualität zu verbessern. Im Mittelpunkt stehen unter anderem das Startchancen-Programm, das gezielt Schulen in schwierigen sozialen Lagen unterstützt, der Ausbau des Digitalpakts 2.0 für bessere digitale Bildungsinfrastruktur, eine verbesserte Sprachförderung vor dem Schuleintritt (Mehr zum Thema Sprachentwicklung bei Kindern), das ländergemeinsame Programm QuaMath zur Unterrichtsqualität, der Ausbau von Ganztagsangeboten sowie eine Weiterentwicklung der Lehrerbildung.
Und was können Eltern tun? Nehmen Sie die Pisa Studie 2025 zum Anlass mit Ihrem Kind über die Schule zu sprechen. Hat es Probleme beim Lernen kann Nachhilfe Unterricht sinnvoll sein, gibt es andere Schulprobleme sollten Sie mit den Lehrern sprechen.

Hintergrund: Was ist PISA?

Die PISA-Studie (Programme for International Student Assessment) wird alle drei Jahre von der OECD durchgeführt und misst die Kompetenzen 15-Jähriger in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. Weltweit nahmen an der Erhebung 2025 rund 760.000 Schüler aus 91 Staaten teil. In Deutschland wurden etwa 6.700 repräsentativ ausgewählte 15-Jährige an rund 250 Schulen aller Schularten getestet. Befragt wurden auch Eltern, Lehrkräfte und Schulleitungen.

Quelle: Bundesministerium für Bildung, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), Pressemitteilung vom 08.09.2026 - Eigene Aufbereitung durch die Redaktion familie-und-tipps.de.

Kathrin Knittel

Über die Autorin

Kathrin Knittel

Kathrin ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Hund am Rand von Berlin. Im Familienportal schreibt sie vor allem über Haushaltsthemen, Ernährung und alles rund ums Wohnen.

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