Neuregelungen September 2026: Was sich jetzt ändert
Das ändert sich im September 2026
Zum September 2026 treten wieder einige gesetzliche Neuregelungen in Kraft. Diesmal geht es unter anderem um ein bundesweites Alkoholverbot an Bahnhöfen, strengere Regeln gegen Greenwashing und mehr Spielraum für Lohnsteuerhilfevereine. Wir haben zusammengefasst, was Verbraucher und Familien jetzt wissen sollten.
Alkoholverbot an Bahnhöfen der Deutschen Bahn
Seit dem 1. September 2026 gilt an rund 5.400 Bahnhöfen der Deutschen Bahn ein Alkoholverbot. Betroffen sind Bahnsteige und Bahnhofshallen. In einer Pilotphase war die Regel bereits an den Bahnhöfen Berlin Hauptbahnhof, Berlin Gesundbrunnen, Kiel und Braunschweig erprobt worden. Bis zum 15. Oktober wird das Verbot schrittweise auf alle Bahnhöfe ausgeweitet.
Wer gegen das Verbot verstößt, verstößt gegen die Hausordnung - mit entsprechenden Konsequenzen. In den gastronomischen Betrieben innerhalb der Bahnhöfe darf weiterhin Alkohol ausgeschenkt und konsumiert werden. Auch das Mitführen verschlossener alkoholischer Getränke bleibt erlaubt. Für Familien mit Kindern kann das Verbot ein Pluspunkt sein, weil unangenehme Situationen auf Bahnsteigen seltener werden dürften.
Mehr zum Thema Kinder vor Alkohol schützen
Schluss mit Greenwashing: Strengere Regeln für Werbung
Ab dem 27. September 2026 gelten neue EU-Vorgaben für Umweltwerbung. Unternehmen müssen Begriffe wie "umweltfreundlich", "klimaneutral" oder "ökologisch" künftig mit konkreten Belegen untermauern. Pauschale Aussagen ohne Nachweis sind nicht mehr zulässig. Ziel der Regelung ist es, Greenwashing zu unterbinden und Verbrauchern eine fundierte Kaufentscheidung zu ermöglichen.
Außerdem dürfen nur noch staatliche oder zertifizierte Nachhaltigkeitssiegel verwendet werden. Zwei neue EU-Labels sollen zusätzlich für Transparenz sorgen: Das "Gewährleistungslabel" informiert darüber, dass für ein Produkt ein mindestens zweijähriger Reparatur- oder Ersatzanspruch besteht. Das "GARAN-Label" kennzeichnet Produkte, bei denen der Hersteller eine zusätzliche Haltbarkeitsgarantie gibt. Gerade bei größeren Anschaffungen für die Familie - vom Kinderwagen bis zur Waschmaschine - lohnt es sich, künftig auf diese Kennzeichnungen zu achten.
Lohnsteuerhilfevereine dürfen mehr beraten
Seit dem 1. September 2026 ist das modernisierte Steuerberatungsgesetz in Kraft. Lohnsteuerhilfevereine dürfen ihre Mitglieder nun umfassender unterstützen - zum Beispiel auch bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung. Die bisherige Einnahmegrenze von 18.000 Euro bei Einzelveranlagung bzw. 36.000 Euro bei Zusammenveranlagung entfällt.
Für Familien, die neben ihrem Gehalt etwa eine Einliegerwohnung vermieten, bedeutet das weniger Bürokratie: Statt einen Steuerberater beauftragen zu müssen, können sie sich jetzt auch vom Lohnsteuerhilfeverein beraten lassen. Das ist in der Regel deutlich günstiger.
Bundesweiter Warntag am 10. September
Am 10. September 2026 findet der bundesweite Warntag statt. Um 11:00 Uhr wird eine Probewarnung über alle verfügbaren Warnkanäle ausgesendet, die Entwarnung folgt gegen 11:45 Uhr. Getestet werden unter anderem Cell Broadcast (Warnmeldungen direkt aufs Handy, ohne App), Sirenen, die Warn-Apps NINA und Katwarn sowie Rundfunk und Fernsehen.
Neu in diesem Jahr: Die Entwarnung wird erstmals auch per Cell Broadcast verschickt. Außerdem startet mit ASA DE ein neuer flächendeckender Warnkanal über Digitalradio (DAB+). Der Warntag dient dazu, die Funktionsfähigkeit aller Warnsysteme im Ernstfall zu überprüfen. Wer kleine Kinder hat, sollte sie vorher darauf vorbereiten, dass Sirenen und Handys gleichzeitig losgehen - damit niemand erschrickt. Am besten die Handys für Kinder ausschalten.
Drei Landtagswahlen im September
Im September 2026 wird gleich in drei Bundesländern gewählt: Am 6. September findet die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt statt, am 20. September folgen Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Die Ergebnisse dürften auch bundespolitisch Signalwirkung haben. Wer wahlberechtigt ist, kann sich über die jeweiligen Landeswahlleitungen über Briefwahl und Fristen informieren. Ein Blick in den Wahl-O-Mat lohnt sich ebenfalls - er ist für alle drei Wahlen verfügbar.
Quellen und weiterführende Informationen
Bundesregierung: Gesetzliche Neuregelungen September 2026 (bundesregierung.de)
Bundeszentrale für politische Bildung: Die Landtagswahlen 2026 (bpb.de)






