Neue Gesetze im August 2026: Was sich für Familien ändert

Symbolbild Neuregelungen August 2026 - KI-Kennzeichnung
Seit August 2026 müssen KI-Inhalte gekennzeichnet werden (Siehe unten) - Dieses Bild wurde mit einer KI erstellt.

Das ändert sich für Familien im August 2026

Zum August 2026 treten mehrere gesetzliche Neuregelungen in Kraft. Wir haben die Änderungen zusammengestellt, die für Familien besonders relevant sind – von der Ganztagsbetreuung über neue Verpackungsregeln bis zum Recht auf Reparatur.

Ganztagsbetreuung für Erstklässler

Die wohl wichtigste Neuerung für Familien mit Schulanfängern: Seit dem 1. August 2026 haben Kinder der ersten Klasse einen gesetzlichen Anspruch auf ganztägige Betreuung. Der Anspruch wird in den kommenden Jahren auf die Klassen zwei bis vier ausgeweitet, sodass ab dem Schuljahr 2029/30 alle Grundschulkinder erfasst sind. Auch Ferienangebote des Jugendamts können den Betreuungsanspruch erfüllen. Weitere Tipps und Infos für die Einschulung

KI-generierte Inhalte müssen gekennzeichnet werden

Seit dem 2. August 2026 gilt eine neue Kennzeichnungspflicht: Unternehmen müssen Inhalte, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt wurden, als solche kenntlich machen. Das betrifft Videos, Audiodateien, Bilder und Texte. Wer dagegen verstößt, muss mit erheblichen Geldstrafen rechnen. Grundlage ist die EU-KI-Verordnung, die am 29. Juli 2026 in Kraft getreten ist. Die Bundesnetzagentur koordiniert die Umsetzung in Deutschland. Für Familien bedeutet das: Beim Medienkonsum lässt sich künftig leichter erkennen, ob ein Inhalt von einem Menschen oder einer KI stammt – ein Thema, das auch bei der Medienerziehung von Kindern und Jugendlichen eine Rolle spielt.

Neue Verpackungsregeln der EU

Ab dem 12. August 2026 gelten strengere EU-Vorgaben für Verpackungen. Verpackungen müssen recycelbar sein und dürfen weniger problematische Kunststoffe oder gefährliche Stoffe enthalten. Das betrifft letztlich auch den Familienalltag: vom Joghurtbecher über die Spielzeugverpackung bis zum Online-Paket. Ziel ist, weniger Verpackungsmüll zu erzeugen und die Kreislaufwirtschaft zu stärken.

Recht auf Reparatur ab Juli 2027

Zwar tritt diese Regelung erst ab dem 31. Juli 2027 in Kraft, beschlossen ist sie aber bereits: Hersteller von Elektrogeräten wie Waschmaschinen, Kühlschränken und Smartphones werden verpflichtet, ihre Geräte auch über die zweijährige Gewährleistung hinaus zu reparieren. Für Familienhaushalte mit vielen Elektrogeräten kann das bares Geld sparen, weil defekte Geräte nicht mehr zwangsläufig ersetzt werden müssen. Außerdem soll die Regelung dazu beitragen, den wachsenden Berg an Elektroschrott zu verkleinern.

Schnellerer Infrastrukturausbau

Seit dem 29. Juli 2026 beschleunigt das Infrastruktur-Zukunftsgesetz die Genehmigungsverfahren für Schienen-, Straßen-, Brücken- und Wasserstraßenprojekte. Für Pendler und Familien, die auf gute Verkehrsanbindungen angewiesen sind, soll sich das mittelfristig durch kürzere Bauzeiten und weniger Planungsstau bemerkbar machen.

Mehr Wahlfreiheit bei der Heizung

Seit dem 29. Juli 2026 haben Hauseigentümer bei der Wahl klimafreundlicher Heiztechnik mehr Spielraum. Die geänderten Regeln zur Gebäudemodernisierung sollen es einfacher machen, eine passende Lösung für das eigene Zuhause zu finden – ohne sich auf eine bestimmte Technologie festlegen zu müssen. Wer einen Heizungstausch plant, kann sich jetzt freier zwischen verschiedenen Optionen entscheiden. Erfahren Sie bei uns u.a. welche Vorteile und Nachteile eine Wärmepumpe hat und wie man die Gasheizung richtig einstellt.

Apotheken dürfen mehr

Seit Juli 2026 dürfen Apotheken ihr Leistungsspektrum erweitern: Impfungen, Blutentnahmen und Schnelltests gehören nun zum möglichen Angebot. Für Familien kann das im Alltag praktisch sein, weil der Weg zum Arzt für solche Standardleistungen unter Umständen entfällt.

Kontaktlose Abfertigung am Flughafen

Wer in den Sommerferien fliegt, bemerkt vielleicht eine Neuerung: Seit dem 23. Juli 2026 können Fluggäste an teilnehmenden Flughäfen die Kontrollpunkte per biometrischem Abgleich passieren. Das soll die Abfertigung beschleunigen und lange Warteschlangen vermeiden – gerade für Familien mit Kindern ein Pluspunkt.

Weniger Bürokratie für Gewerbetreibende

Seit dem 24. Juli 2026 entfällt die Weiterbildungspflicht für Makler und Schornsteinfeger müssen ab Ende Juli keine Heizungslabel mehr anbringen. Die geschätzten Einsparungen durch diese Entbürokratisierung liegen bei über 55 Millionen Euro.

Kathrin Knittel

Über die Autorin

Kathrin Knittel

Kathrin ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Hund am Rand von Berlin. Im Familienportal schreibt sie vor allem über Haushaltsthemen, Ernährung und alles rund ums Wohnen.

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