Die Ehe in Deutschland verändert sich: Neue Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass immer weniger Paare den offiziellen Bund fürs Leben eingehen. Tatsächlich erreichte die Zahl der standesamtlichen Eheschließungen im Jahr 2024 den niedrigsten Stand seit 1950. Zum Welttag der Ehe am 8. Februar 2026 wurden nun die aktuellen Zahlen und Trends veröffentlicht.

Die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Tiefstand bei Hochzeiten: Im Jahr 2024 wurden in Deutschland insgesamt 349.200 Ehen geschlossen.
  • Anteil der Verheirateten sinkt: Während 1994 noch 60 % der Erwachsenen verheiratet waren, ist es heute nur noch jeder Zweite (50 %).
  • Trend zum Single-Dasein: Die Zahl der ledigen Erwachsenen ist deutlich gestiegen – von 16 Millionen (1994) auf über 23 Millionen Ende 2024.
  • Gleichgeschlechtliche Ehen: Knapp 3 % der Hochzeiten im Jahr 2024 wurden von Paaren gleichen Geschlechts geschlossen.

Das Alter beim Ja-Wort steigt deutlich

Ein klarer Trend ist die späte Entscheidung zur Ehe. Wer heute heiratet, steht meist schon fest im Leben. Innerhalb der letzten 30 Jahre ist das Durchschnittsalter bei der ersten Hochzeit um rund sechs Jahre gestiegen. Während Frauen im Jahr 1994 bei ihrer ersten Hochzeit im Schnitt 27,1 Jahre alt waren, lag das Alter 2024 bereits bei 32,9 Jahren. Bei den Männern zeigt sich eine ähnliche Entwicklung: Hier stieg das Durchschnittsalter im selben Zeitraum von 29,4 auf 35,3 Jahre an.

Besonders verbreitet ist der Familienstand „verheiratet“ nach wie vor in der Generation der 65- bis 69-Jährigen: Hier sind zwei Drittel der Menschen verheiratet oder leben in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft.
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Ehen haben länger Bestand

Trotz der sinkenden Hochzeitszahlen zeigt die Statistik eine höhere Beständigkeit: Werden Ehen heute geschieden, hielten sie meist länger als in früheren Jahrzehnten. Im Schnitt dauerte eine Ehe bis zur Scheidung im Jahr 2024 etwa 14,7 Jahre. Zum Vergleich: 1994 ließen sich Paare bereits nach durchschnittlich 12,0 Jahren scheiden.

Auch das Alter der Betroffenen hat sich nach hinten verschoben. Frauen sind bei einer Scheidung im Schnitt 44,6 Jahre und Männer 47,6 Jahre alt – das sind gut acht Jahre mehr als noch vor drei Jahrzehnten.

Deutschland im europäischen Vergleich

Obwohl die Zahlen sinken, wird in Deutschland im Vergleich zum EU-Durchschnitt immer noch etwas häufiger geheiratet. Mit 4,3 Eheschließungen pro 1.000 Einwohner liegt Deutschland knapp über dem EU-Schnitt von 4,0. Spitzenreiter in Europa sind Länder wie Rumänien und Lettland, während in Italien und Slowenien statistisch seltener geheiratet wird.

Tipp für alle Verliebten: Am 14. Februar 2026 (ein Samstag) ist Valentinstag. Eine gute Gelegenheit mal wieder Zeit miteinander zu verbringen. Wir haben ein paar Tipps wie man den Valentinstag ohne Kinder organisieren kann.