Urlaub soll Erholung und Entspannung bringen. Doch nicht alle kommen im Urlaub wirklich zur Ruhe. Laut dem aktuellen DAK-Urlaubsreport 2025 haben sich 14 Prozent der deutschen Sommerurlauber im letzten Urlaub schlecht erholt. Besonders problematisch: Die Arbeit begleitet viele auch in den Ferien.

Mobile Arbeit im Urlaub weit verbreitet

Erstmals untersuchte der DAK-Urlaubsreport in diesem Jahr, inwieweit Erwerbstätige während ihres Urlaubs mobil arbeiten. Das Ergebnis: Gut ein Viertel (27 %) derjenigen, die über einen PC oder Laptop für mobiles Arbeiten verfügen, nutzte diesen auch während des Urlaubs für Dienstliches. Elf % arbeiteten dabei von zu Hause, 22 % von unterwegs – sechs % in beiden Situationen.
Die gute Nachricht: 73 % der Erwerbstätigen verzichteten komplett darauf, im Urlaub berufliche Aufgaben zu erledigen.

Warum die Erholung ausbleibt

Bei den schlecht Erholten zeigen sich klare Störfaktoren. Sechs von zehn Betroffenen (61 %) gaben an, im Urlaub nicht zur Ruhe gekommen zu sein. Jeder Vierte (24 %) fühlte sich durch die ständige Erreichbarkeit über Handy oder Internet belastet.
Weitere Gründe für fehlende Erholung waren:

  • Konflikte mit Familie oder Freunden (29 %)
    Große Hitze oder schlechtes Wetter (jeweils 22 %)
  • Stress bei An- oder Abreise (16 %)

Erholungsfaktoren im Urlaub

Die meisten Urlauber nannten Sonne und Natur als wichtigsten Erholungsfaktor (88 %). Drei von vier Befragten betonten die gemeinsame Zeit mit der Familie (76 %) oder einen Ortswechsel (77 %).
Als besonders erholsam empfanden viele außerdem:

  • Zeit für sich selbst (69 %)
  • Wegfall der Arbeitsbelastung (65 %)
  • Bewegung und Sport (63 %)
  • Verzicht auf das Handy (25 %)

Altersgruppe 30 bis 44 Jahre besonders betroffen

Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede zwischen den Generationen. Am schlechtesten erholten sich die 30- bis 44-Jährigen: 23 %t von ihnen fühlten sich weniger gut oder überhaupt nicht erholt – so viele wie in keiner anderen Altersgruppe. Gerade in dieser Lebensphase jonglieren viele zwischen Beruf, Familie und anderen Verpflichtungen.
Ganz anders die über 60-Jährigen: Fast jeder Zweite (46 %) fühlte sich sehr gut erholt, nur 7 % weniger gut oder gar nicht. Auch zwischen den Geschlechtern gibt es Unterschiede: Männer erholten sich häufiger gut (89 %) als Frauen (82 %).

Gesundheit im Urlaub

7% der Befragten waren im Sommerurlaub krank oder verletzt – im Vorjahr waren es noch 10%. Am häufigsten traten Erkältungen auf (48 %), gefolgt von Unfällen oder Stürzen (29 %), Magen-Darm-Infekten (18 %) und Sonnenbrand (10 %).
Die Mehrheit nutzte den Urlaub jedoch gezielt für die Gesundheit:

  • 73 % reduzierten Stress
  • 70 % bewegten sich mehr oder trieben Sport (z.B. Familiensport)
  • 59 % schliefen viel
  • 55 % achteten auf gesunde Ernährung

Nur sechs Prozent taten im Urlaub nichts Spezielles für ihre Gesundheit.

Mehrheit erholt sich gut

Trotz der genannten Probleme zieht die große Mehrheit eine positive Bilanz: 86 Prozent der deutschen Sommerurlauber konnten sich 2025 gut oder sehr gut erholen. Die Zahlen zeigen aber auch, dass besonders berufstätige Eltern in der Lebensmitte Schwierigkeiten haben, im Urlaub wirklich abzuschalten.
Unser Tipp für den nächsten Urlaub: Den Urlaub richtig planen, damit jeder sich erholen kann.
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