Carport im Garten selber bauen: So setzen Sie Ihr DIY-Projekt Schritt für Schritt um
Text: O. K. (Hobbyhandwerker) / Letzte Aktualisierung: 05.09.2025
Unter freiem Himmel geparkt, ist Ihr Auto der Witterung und Umwelteinflüssen schutzlos ausgeliefert. Auf Dauer können Regen, Vogelkot, UV-Strahlung und Baumharze jedoch den Lack angreifen sowie die Kunststoffteile ausbleichen und zunehmend spröde machen. Die Folge: Ihr Auto verschleißt schneller, verursacht höhere Instandhaltungskosten und verliert schließlich an Wert. Die ideale Lösung ist, Ihren Wagen unterzustellen. Dafür aber extra eine massive und oft teure Garage bauen? Eine preisgünstige Alternative bietet ein Carport. Wenn Sie den freien Platz haben und handwerkliche Herausforderungen mögen, können Sie sich mit unseren DIY-Tipps gleich ans Werk machen.
Die Planung: Standort und Größe Ihres Carports
Fehlplanungen sind bei DIY-Carports leider keine Seltenheit. Das Problem ist jedoch, dass sich eine zu geringe Höhe oder Breite oder ein ungünstiger Standort im Nachhinein nur sehr schwer oder gar nicht mehr korrigieren lassen. Nehmen Sie sich deshalb von Anfang an Zeit, planen Sie jeden Schritt in Ruhe und denken Sie lieber zwei- oder dreimal darüber nach.
Die Wahl des richtigen Standorts
Beim Carport-Bau gibt es eine ungeschriebene Regel: Der offensichtlichste Standort ist nicht automatisch der beste. Schauen Sie sich deshalb auf Ihrem Grundstück um und nehmen Sie am besten Schnüre oder leere Kisten zur Hand, um die Fläche und Zufahrt für den geplanten Carport abzustecken. So bekommen Sie gleich ein besseres Gefühl für seine Dimensionen und können sehen, ob der Platz ausreicht und keine Hindernisse wie Bäume im Weg sind, die sich später als Problem beim Ein- und Ausparken entpuppen könnten.
Apropos Bäume: Die können auch auf andere Weise zum Problem werden, indem sie zum Beispiel im Frühjahr Ihr Auto mit klebrigem Blütenstaub überziehen, im Herbst Äste verlieren oder das Dach Ihres Carports verschatten und so die Ausbeute einer geplanten Solaranlage schmälern. Wählen Sie deshalb möglichst einen Standort ohne große Bäume in der Nähe.
Häufig vergessen wird bei der Planung die Wetterausrichtung des Carports. In Deutschland kommt das Wetter überwiegend aus dem Westen. Die offene Seite Ihres Carports sollte deshalb nach Möglichkeit in eine andere Richtung zeigen. So ist Ihr Auto vor Wind und Schlagregen geschützt. Alternativ können Sie eine Hecke als Sichtschutz und Wetterschutz pflanzen. Damit Sie auch mit Ihrem Wocheneinkauf trockenen Fußes ins Haus kommen, sollte der Weg vom Carport zur Haustür möglichst kurz sein.
Weitere Tipps zur Gestaltung des Familiengarten
Wichtig:
Berücksichtigen Sie bei der Planung Ihres Carports auch ausreichend Abstand zum Nachbargrundstück (mehr dazu unten). Fühlen Sie ggf. zur Sicherheit bei Ihren Nachbarn vor, ob der Bau der Überdachung potenziell zu Konflikten führen könnte.
Die optimale Carport Größe
Wie groß Ihr Carport sein sollte, hängt vor allem davon ab, wie bzw. wofür Sie ihn nutzen möchten. Soll ein einzelner Pkw darin parken können, gilt eine Grundfläche von 3 x 5 Metern als Standard. Wollen Sie auch einen Zweitwagen unterbringen, wird häufig eine Abmessung von 6,80 x 5,50 Metern empfohlen. Viel wichtiger als die reinen Maße ist der Platz daneben. Schließlich wollen Sie, auch wenn beide Autos unter dem Carport geparkt sind, komfortabel die Türen öffnen und sich frei bewegen können. Planen Sie deshalb lieber etwas größer als zu klein und denken Sie an die Zukunft. Mit einer ausreichend großen Platzreserve können Sie Ihren Kleinwagen später problemlos gegen ein SUV (oder ein Familienauto) ersetzen und auch andere Dinge wie zum Beispiel Ihr E-Bike oder Mülltonnen unter der Überdachung unterbringen.
Sonderfall Wohnmobil: Spätestens seit Corona boomt der Wohnmobilmarkt. Wenn Sie auch ein mobiles Zuhause Ihr Eigen nennen und trocken unterstellen möchten, sollten Sie Ihren Carport im Garten deutlich höher planen. Bei Pkws reicht in der Regel eine lichte Höhe von 2,20 Metern aus. Große Wohnmobile benötigen hingegen 3 Meter und mehr.
Tipp:
Messen Sie Ihr Fahrzeug inklusive aller Aufbauten (z. B. Trägern und Sattelitenschüsseln) aus.
Unbeliebt, aber unverzichtbar: Klären der Baugenehmigung
Sätze wie "Wir legen erstmal los, das mit der Genehmigung wird schon passen", haben schon bei so manchem Carport-Projekt im Nachhinein für eine teure Überraschung inklusive behördlich angeordnetem Abriss gesorgt. Beißen Sie deshalb lieber in den sauren Apfel und klären Sie das Thema mit Ihrem lokalen Bauamt im Vorfeld.
Verallgemeinerte Aussagen im Internet wie "Carports bis 30 m² sind sowieso immer genehmigungsfrei" sind nämlich dank unseres deutschen Baurechts mit großer Vorsicht zu genießen. Denn jedes Bundesland kocht sein eigenes Süppchen (Landesbauordnung, kurz LBO) und weil das noch nicht kompliziert genug ist, hat auch noch jede einzelne Kommune die Möglichkeit, in ihrem Bebauungsplan eigene Vorschriften festzulegen.
Das heißt: Selbst wenn Ihr Carport nach der Landesbauordnung genehmigungsfrei wäre, könnte Ihnen der lokale Bebauungsplan Ihrer Kommune einen Strich durch die Rechnung machen, weil z. B. Mindestabstände zur Straße oder zu Gebäuden nicht eingehalten wurden oder die Dachform nicht den Vorgaben entspricht.
Tipp:
Rufen Sie bei Ihrem Bauamt an und halten Sie Ihre Adresse und die groben Maße Ihres Carports bereit. Die Mitarbeiter können Ihnen in der Regel sofort eine verbindliche Auskunft geben, ob die geplante Überdachung genehmigungsfrei ist oder ob in Ihrem Fall eine einfache Bauanzeige bzw. ein vollwertiger Bauantrag notwendig ist.
Holz oder Alu: Welches Material bietet sich für ein Carport an?
Für Carports stehen verschiedene Materialien zur Auswahl. Nach wie vor mit großem Abstand am beliebtesten ist Holz, allerdings sind Aluminium und Stahl sowie Kombinationen aus den einzelnen Materialien auf dem Vormarsch. Für welches der Materialien Sie sich bei Ihrem Carport entscheiden, ist in erster Linie eine Geschmacksfrage. Allerdings sollten Sie auch die Kosten, die Haltbarkeit und die Verarbeitung berücksichtigen, da es hier zum Teil große Unterschiede gibt. Wir haben die Pro & Contras der Materialien gegenübergestellt:
| Material | Pro | Contra |
|---|---|---|
| Holz | natürliche Optik einfache Verarbeitung günstig in der Anschaffung farbliche Umgestaltung möglich umweltfreundlich (bei FSC-Holz) |
hoher Pflegeaufwand anfällig für Witterungseinflüsse regelmäßige Folgekosten (für Lasuren, Lacke und Pinsel) begrenzte Traglast |
| Aluminium | extrem pflegeleicht hohe Langlebigkeit modernes Design hohe Traglast leicht und stabil |
höhere Anschaffungskosten anspruchsvolle Verarbeitung weniger Flexibilität, was neue Farben oder Erweiterungen betrifft in Eigenregie schwer aufzubauen |
| Stahl | extrem langlebig maximale Stabilität besondere Designs möglich große Spannweiten umsetzbar sehr pflegearm (bei Verzinkung) |
sehr hohe Anschaffungskosten sehr hohes Gewicht bei Schäden schnell rostanfällig besonderes Fundament notwendig Montage nur vom Profi möglich |
Bei Materialkombinationen lassen sich einzelne Nachteile gut ausgleichen. Beliebt sind zum Beispiel Aluminium-Grundgestelle mit Holz-Sichtschutz und Glasdach, die dem Carport eine sehr moderne und dennoch warme Optik verleihen.
Der Aufbau: Vom Carport-Fundament bis zum Dach
Die grundsätzlichen Details für Ihren DIY-Carport haben Sie geklärt, das Material ausgewählt und das Bauamt hat für Ihr Projekt grünes Licht gegeben. Dann können Sie sich jetzt um die praktische Planung Ihrer Überdachung wie das Fundament und die Konstruktion kümmern sowie letzte optische Details wie die gewünschte Dachform festlegen.
Das Carport-Fundament
Damit Ihr Carport viele Jahre hält und dabei Wind und Wetter widerstehen kann, braucht es ein stabiles Fundament. Bei einem einfachen Carport reichen Punktfundamente aus. Dazu heben Sie an jedem Pfosten der Überdachung ein 40 cm x 40 cm großes und mindestens 80 cm tiefes Loch aus. Bei einer geringeren Tiefe ist es nicht frostsicher und kann auf Dauer beschädigt werden. Die Löcher füllen Sie mit Beton und stecken anschließend einen H-Träger aus Metall hinein, der später als stabile Verbindung zu den Pfosten dient.
Bei einem größeren Carport ist es besser, auf ein stabiles Streifenfundament zu setzen. Je nach Größe heben Sie dazu über die gesamte Länge der Überdachung zwei streifenförmige Gräben mit 40 cm Breite und 80 cm Tiefe aus, füllen sie mit Beton, geben eine Bewehrung aus Stahlmatten hinzu und stecken wie beim Punktfundament an den richtigen Stellen die H-Träger in den Beton.
Eine gegossene Bodenplatte ist zwar auch möglich, wird bei Carports aber nur selten genutzt, da der Bau recht aufwendig und kostspielig ist. Sie bietet aber durchaus einige Vorteile wie den perfekt ebenen und sofort befahrbaren Untergrund.
Der Grundaufbau des Carports
Ist das Fundament trocken, geht es an den Aufbau. Da dieser sehr individuell ist und unter anderem von der Bauform Ihres Carports abhängt, erklären wir Ihnen hier beispielhaft den Aufbau eines einfachen freistehenden Carports mit Flachdach:
- 1. Zuerst montieren Sie die senkrechten Pfosten an den H-Trägern in Ihrem Fundament und richten Sie mit der Wasserwaage gerade aus.
- 2. Danach legen Sie die waagerechten Balken (auch Pfetten genannt) auf die Pfosten und verschrauben sie.
- 3. Auf diesen tragenden Pfetten montieren Sie nun in gleichmäßigen Abständen die querverlaufenden Sparren.
- 4. Zum Schluss bringen Sie die Verblendungen an und decken das Dach mit dem jeweiligen Material (z. B. Wellblechplatten) ein.
Die Wahl der Dachform
Wie beim Haus haben Sie auch bei einem Carport die Möglichkeit, verschiedene Dachformen umzusetzen. Für welches Sie sich entscheiden, hängt von Ihrem Geschmack, den Vorgaben des Bauamts und seiner Nutzung ab (Stichwort: Photovoltaikanlage).
Flachdach
Das Flachdach ist die klassische Dachform beim Carport und für Sie als Heimwerker am einfachsten umzusetzen. Allerdings ist der Begriff ein wenig irreführend, da ein Flachdach niemals vollständig flach ist. Es hat immer ein Gefälle von mindestens 2 bis 3 Grad, damit das Regenwasser problemlos abfließen kann. Möchten Sie etwas für die Umwelt tun, können Sie das Flachdach begrünen oder mit einer Solaranlage ausstatten. Letztere lässt sich auf dem Flachdach aufständern und für einen optimalen Ertrag ausrichten.
Pultdach
Etwas steiler als das Flachdach (meist mit 5 bis 20 Grad Dachneigung) ist das Pultdach. Je nach Geschmack kann die Dachfläche hier von vorne nach hinten oder auch von einer Seite zur anderen geneigt sein. Sehr harmonisch wirkt das Pultdach beim Carport, wenn Sie es mit der höheren Seite direkt an eine Hauswand bauen. Solarpanels sind hier ebenfalls möglich, allerdings hängt die Ausbeute von der Ausrichtung und Neigung des Pultdachs ab.
Satteldach
Das Satteldach ist der Klassiker und besitzt zwei geneigte Dachflächen, die üblicherweise eine Neigung von 20 Grad haben. Je nach Wunsch ist auch mehr möglich. Der Carport mit Satteldach passt sich perfekt Ihrem ebenfalls mit einem Satteldach ausgestatteten Haus an und lässt sich sogar mit Dachpfannen eindecken. Was die Möglichkeit der Installation einer PV-Anlage betrifft, gelten hier die gleichen Voraussetzungen wie beim Pultdach.
Extras & Individualisierung: Machen Sie mehr aus Ihrem Carport
Wenn Sie schon einmal dabei sind, können Sie direkt das nächste DIY-Projekt in Angriff nehmen und Ihren Carport noch weiter verschönern oder sogar für sich arbeiten lassen.
Verwandeln Sie Ihren Carport in einen Solar-Carport
Mit einer Solaranlage können Sie das Potenzial Ihres Carport-Daches ausnutzen und es von früh bis spät für sich arbeiten lassen. Speisen Sie den erzeugten Strom für Ihr E-Auto in die Wallbox ein, nutzen Sie ihn im Haushalt selbst oder leiten Sie ihn ins öffentliche Netz und streichen dafür die Einspeisevergütung ein. Für den Bau von Solaranlagen auf Carports gibt es von Bund, Ländern und Kommunen attraktive Förderungen sowie zinsgünstige Darlehen (KfW). Das Dach muss allerdings für das zusätzliche Gewicht ausgelegt sein.
Sorgen Sie mit Beleuchtung für Komfort und Sicherheit
Für einen modernen Look können Sie zum Beispiel LED-Spots in die Dachkonstruktion integrieren, am besten mit Bewegungsmelder. So schaltet sich das Licht in Ihrem Carport automatisch ein, wenn Sie mit dem Auto einfahren oder den Carport betreten und geht nach einiger Zeit von selbst wieder aus. Mit einer PV-Anlage und einem Solarstromspeicher können Sie das Licht sogar kostenlos mit eigenem Sonnenstrom betreiben.
Schaffen Sie mehr Stauraum für Gartengeräte & Co.
Den ungenutzten Raum in Ihrem Carport können Sie clever zum Unterbringen von Mülltonnen, Gartengeräten, Winter-/Sommerreifen oder auch Fahrrädern nutzen. Passende Lösungen aus Holz können Sie einfach selber bauen oder bauen lassen. Einige Carport-Anbieter bieten auch fertige Zusatzlösungen für ihre Carport-Bausätze an. Noch mehr Stauraum können Sie mit Regalsystemen schaffen.
Nutzen Sie Ihr Carport-Dach als Regenwasserlieferant
Statt im Sommer teures Leitungswasser zum Gießen Ihrer Gartenpflanzen zu nutzen, können Sie mit einer Dachrinne, einem Fallrohr und einer Wassertonne oder einem in den Boden eingelassenen Sammelbecken das Regenwasser auffangen. Dieses eignet sich wegen seines geringen Kalkgehalts ohnehin besser für Blumen.
Kosten & Bezugsquellen: Was kostet ein Carport und wo bekommen Sie ihn her?
Kommen wir zum wohl spannendsten Teil: den Kosten. Die hängen vor allem vom gewählten Material, der Größe und der Ausstattung ab und davon, ob Sie sich für einen fertigen Bausatz oder den Kauf von Einzelteilen entscheiden. Um Ihnen einen groben Anhaltspunkt zu geben, gehen wir von einem Standard-Carport mit den Maßen 3 m x 5 m aus.
- Holzcarport:
Für einfache Modelle aus kesseldruckimprägniertem Nadelholz (KDI) müssen Sie mit Kosten zwischen 800 und 1.500 Euro rechnen. Carports aus höherwertigen Hölzern wie Lärche können deutlich teurer sein. - Aluminiumcarport:
Carports aus Alu sind noch einmal deutlich kostspieliger. Bausätze fangen ab etwa 2.000 Euro an. Nach oben hin gibt es kaum eine Grenze. Für sehr gut ausgestattete Modelle zahlen Sie 4.000 bis 6.000 Euro. - Stahlcarport:
Für die robusteste, aber auch teuerste Carport-Variante müssen Sie in der Regel mindestens 3.000 Euro investieren. Für Luxus-Varianten mit Glasdach und Sichtschutz können auch schnell mal 7.000 oder 10.000 Euro anfallen.
Wo können Sie das alles kaufen?
Einzelmaterialien können Sie am besten im Baumarkt, im Holz- oder Baustoff-Fachhandel oder online kaufen. Beim Onlinekauf können Sie gerade beim Kauf von Befestigungsmaterial und Werkzeugen sparen. Möchten Sie Ihren Carport fertig kaufen und nur selbst aufbauen, finden Sie bei den bekannten Baumarktketten oder speziellen Anbietern passende Sets. Der Vorteil: Hier sind alle Teile zugeschnitten, es liegt eine Anleitung bei und auch die Statik ist geprüft.
Wichtige Sicherheitstipps für Selbermacher
Für geübte Heimwerker ist ein Carport im eigenen Garten ein spannendes Projekt, das mithilfe unserer Tipps und den vielen hilfreichen Anleitungen im Netz gut zu bewältigen ist. Allerdings ist der Bau eine andere Hausnummer als viele andere DIY-Projekte. Achten Sie deshalb auf Ihre Sicherheit. Unsere Checkliste soll Sie dabei unterstützen:
- Ganz gleich bei welchem Arbeitsschritt: Tragen Sie immer eine Schutzausrüstung mit Arbeitsschuhen (am besten mit Stahlkappe), festen Arbeitshandschuhen und einer Schutzbrille (für das Sägen und Bohren).
- Experimentieren Sie niemals mit Werkzeugen, mit denen Sie zuvor noch nie gearbeitet haben (z. B. Flex oder Kreissäge). Lassen Sie sich von einem Profi einweisen oder die Arbeiten direkt von einer erfahrenen Person ausführen.
- Leiterstürze gehören bei DIY-Arbeiten zu den häufigsten Unfallursachen. Achten Sie deshalb immer auf einen festen Stand Ihrer Leiter. Schon ein leichtes Wackeln oder ein etwas zu steiler Anstellwinkel erhöhen das Sturzrisiko enorm.
- Arbeiten Sie am besten immer zu zweit. Das macht nicht nur mehr Spaß, sondern die Arbeit auch einfacher und sicherer. Die zweite Person kann beispielsweise Balken anhalten oder Ihre Leiter festhalten und kann helfen, wenn doch mal etwas passiert.
- das (Auf)bauen eines individuell geplanten Carports (kein Bausatz). Hier kann es sinnvoll sein, vor dem ersten Spatenstich einen Zimmermann oder Statiker über die Pläne schauen zu lassen und sich die Freigabe einzuholen.
- den Carport-Bau auf schwierigen Untergründen wie zum Beispiel stark abfallenden Hängen oder sehr felsigem Boden. Für das Fundament und das Ausheben brauchen Sie definitiv einen Profi mit dem erforderlichen Equipment.
- die Installation von jeglicher Elektronik, sei es die Beleuchtung im Carport, das Anschließen einer simplen Steckdose oder das Anbringen einer Wallbox für Ihr E-Auto. Auch für eine PV-Anlage auf dem Dach brauchen Sie einen Fachbetrieb. Lesen Sie auch: Elektroinstallation im Haus planen
Weiterführende Informationen und Quellen:
- Auf der Webseite der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V. gibt es Tipps und Infos zur Dachbegrünung von Garage und Carport:
https://www.verbraucherzentrale.nrw/.../gruendach-auf-garage-oder-carport-am-besten-jetzt-59505 - Ein umfangreiches Beratungsangebot zum Thema Carport finden Sie auf
https://www.gfp-international.com/de/carports.html Hier werden die Vor- und Nachteile der verschiedenen Materialien (Holz, Aluminium, Stahl) diskutiert und viele Fragen zum Thema Carport bauen beantwortet. Zum Beispiel erfahren Sie welcher Untergrund sich für einen Carport eignet und welche Dachform Sie wählen sollten. - Sie planen die Installation einer Wallbox an Ihrem Carport oder in Ihrer Garage? Auch hier gibt es einiges zu beachten. Der ADAC stellt dazu eine Checkliste zur Verfügung:
https://www.adac.de/fahrzeugwelt/magazin/e-mobilitaet/voraussetzungen-wallbox/
Fazit: Einen Carport selber zu bauen kann sich lohnen
Wenn Sie den Platz haben und sich das Bauen zutrauen, ist ein Carport definitiv eine vielseitige und kostengünstige Alternative zur klassischen Garage. Mit einem fertigen Set aus dem Baumarkt oder einem Händler können Sie kaum etwas falsch machen. Und wenn Sie doch Hilfe z. B. beim Fundament oder dem Dach Hilfe benötigen, gibt es sicher Freunde oder Handwerker, die Ihnen bei Ihrem Projekt unter die Arme greifen.