Inkontinenz-Hilfsmittel für Senioren
Mit den richtigen Hilfsmitteln verliert die Inkontinenz gerade bei Senioren ihren Schrecken, ihre Tabus und all ihre Peinlichkeiten. Inkontinenzpatienten können wirklich aufatmen und die verloren geglaubte Lebensqualität zurückgewinnen.
Mehr dazu: Weitere Informationen über Inkontinenz bei Senioren
Trotz Inkontinenz Lebensfreude zurückgewinnen
Es ist schon ein besonderes Erlebnis, wenn man wieder unbeschwert am Leben und an gesellschaftlichen Ereignissen teilnehmen kann. Um das möglich zu machen, stehen viele Produkte zur Auswahl. Fast jeder Betroffene erlebt seine Inkontinenz als ganz intime Schwäche und schämt sich dafür. Es gibt jedoch Produkte, die an der richtigen Stelle und auf die richtige Weise helfen. Das gibt Sicherheit, Selbstvertrauen und macht Mut. Dabei geht es um Patienten-Pflege-Wäsche, Altenpflege-Bedarf und nicht zuletzt um Hautpflegeprodukte, die ganz speziell auf die von Inkontinenz belastete Haut abgestimmt sind.
Unangenehme Situationen und Peinlichkeiten verhindern
In der Praxis zeigt es sich immer wieder, dass viele Betroffene nicht einmal mit ihrem Arzt über ihre Inkontinenz reden wollen. Die Konsequenz daraus ist ein echtes Problem. Die Betroffenen nehmen es dann letztlich hin und versuchen "irgendwie" damit zurechtzukommen. Das mag ja auch für eine unbestimmte Zeit gehen. Doch es kommt der Tag, an dem es nicht mehr geht und man sich nicht mehr aus dem Haus traut. Das ist der Moment, in dem die Betroffenen den Harn- oder Stuhlabgang nicht mehr oder nicht mehr ausreichend kontrollieren können. Genau das heißt nämlich, "inkontinent" zu sein.
Die Anforderungen an die Inkontinenz-Hilfsmittel
Die Angst vor dieser Situation macht eines der erklärten Ziele aller Inkontinenzmaterialien notwendig, nämlich deren Unauffälligkeit beim Tragen. Es soll einfach niemand merken, dass man Produkte dieser Art trägt. Trotzdem sollen sie aber die Gerüche neutral festhalten und bitte keine verräterischen Geräusche machen. Wenn so ein "Ding" raschelt oder gar von außen zu sehen oder zu ahnen ist, dann kann das niemand ernsthaft wollen. Es soll bequem sitzen und die Bewegungen nicht einengen. Natürlich soll es auch die Haut schonen oder gar pflegen. Das Hilfsmittel der Wahl muss also den Kot und den Urin aufnehmen und darf dabei nicht die Haut reizen.
Dezente, aber wirkungsvolle Hilfsmittel bei Inkontinenz
Die wirkungsvollen Hilfsmittel bei Inkontinenz werden unter anderem in aufsaugende und ableitende Hilfsmittel unterschieden. So bekannte Produkte wie zum Beispiel Windeln und Vorlagen sind klar als aufsaugende Hilfsmittel zu erkennen. Katheter und Auffangbeutel leisten ihre Dienste dagegen als ableitende Hilfsmittel. Die Vorlagen bzw. Einlagen sind dabei relativ kleine, aber sehr saugstarke Helfer. Sie werden vor dem Intimbereich eingesetzt und fangen an Ort und Stelle den abgehenden Urin auf. Vorlagen oder auch Slipeinlagen haben einen Klebestreifen, mit dessen Hilfe sie in der Unterhose befestigt werden. Bei Bedarf ist es aber auch möglich, eine Netzhose über die Vorlage zu ziehen. Das lässt Luft an die Haut und stabilisiert die Vorlage zusätzlich. In diesen Vorlagen sind Substanzen, die den Urin bis zu einer gewissen Menge binden und so die Geruchsentwicklung verhindern.
Welche Formen und Stärken gibt es bei Vorlagen?
Es gibt offene Systeme; dazu gehören die Vorlagen, die entweder in der normalen Unterwäsche getragen werden oder in einer speziellen Fixierhose. Diese Vorlagen haben unterschiedliche Stärken und Größen und es gibt sie speziell für Herren oder Damen. Bei leichter Inkontinenz verwendet man Einlagen mit einer Saugkraft von 400 ml, bei mittlerer Inkontinenz von 1000 ml, bei schwerer Inkontinenz von 1500 ml und bei schwerster Inkontinenz von 2500 ml. Dann gibt es die geschlossenen Systeme, auch Seniorenwindeln genannt. Diese gibt es ebenfalls in unterschiedlichen Stärken und in den Größen von XS über S, M, L bis XL. Sie werden zumeist bei bettlägerigen Betroffenen verwendet. Die Pull-ups sind die sogenannten Pants oder Einwegslips, die wie eine normale Unterhose aussehen und auch so verwendet werden.
Wenn es doch mehr wird
In einigen Fällen reicht eine Vorlage nicht mehr. Dann ist eben doch eine Windel oder Windelhose nötig. Diese Zellstoff-Hilfsmittel fangen Kot und Urin auf. Durch die Kunststoffhaut lassen sie nichts davon nach außen treten. Das lässt es zu, dass Windeln und Windelhosen quasi als Unterhosen getragen werden können. Verschlossen werden sie mit Klebestreifen, die an Seitenlaschen ihren Halt finden. Einwegwindeln werden nach ihrer Nutzung entsorgt. Es stehen aber auch Hilfsmittel für Bettlägerige zur Verfügung, die die Körperausscheidungen auffangen, damit diese nicht in die normale Bettwäsche gelangen. Das sind zumeist Kunststofftücher, die auf der körpernahen Seite ein saugfähiges Material haben. Analtampons gehen einen ganz anderen Weg: Sie werden in den After eingeführt und halten den Stuhl für etwa 12 Stunden zurück.
Ableitende Helfer
Als ableitende Hilfsmittel zählen auch die Einmalkatheter und die Dauerkatheter. Über diese eingeführten Schläuche wird der Urin in einen Auffangbeutel geleitet. Der wiederum wird dann am Bett befestigt und stört die Betroffenen nicht.
Weitere Inkontinenzprodukte
- Krankenunterlagen / Bettauflagen
- Kondomurinale
- Diaphragma-Urinale
- Hautpflegeprodukte wie Schutzcremes, Seifen, Reinigungsschaum
Wer trägt die Kosten für Hilfsmittel bei Inkontinenz?
Laut § 33 des Fünften Sozialgesetzbuchs haben Versicherte Anspruch auf die Versorgung mit Hilfsmitteln. Für welche Hilfsmittel die Krankenkasse die Kosten übernimmt, ist im Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbands festgehalten. Bei bestimmten Hilfsmitteln muss der Patient jedoch eine Eigenbeteiligung übernehmen (10 % des Erstattungsbetrags, maximal 10 Euro im Monat). Da das Thema Kostenübernahme sehr komplex ist, fragen Sie am besten bei Ihrer Krankenkasse nach. Auf jeden Fall benötigen Sie dafür eine ärztliche Verordnung.
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Wo bekommt man Inkontinenzhilfsmittel für Senioren?
Eine sehr große Auswahl an Inkontinenzhilfsmitteln bieten spezialisierte Onlineshops. Aber auch in Sanitätshäusern und Apotheken können Sie viele Inkontinenzartikel und Hilfsmittel kaufen. Haben Sie eine ärztliche Verordnung bekommen und diese bei Ihrer Krankenkasse eingereicht, erfahren Sie, welche Leistungserbringer (Apotheken, Sanitätshäuser) einen Vertrag mit der Krankenkasse geschlossen haben. Nur dort können Sie dann die benötigten Produkte beziehen.
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Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens.





