Spielen im Alter von 18 Monaten bis 2 Jahre

Was spielen Kinder im Alter von 12 bis 18 Monaten gern?

Ist das Kind älter als eineinhalb Jahre, bemerken Eltern oft eine Änderung in deren Spielverhalten.

Kinder spielen nicht nur mit ihren Spielsachen, das Beschäftigen liegt häufig und gern im Nachahmen der Eltern und Geschwister. "Mama, auch!" oder "ich mache" hören Väter und Mütter nur zu oft und sehen zu, wie ihr Kind vergeblich versucht die Schuhe mit einer Schleife zuzubinden. Neben diesem ganz alltäglichen Spiel nebenbei, mangelt es den Kindern in der Regel nicht an der Fülle von Spielzeug, vielmehr den Eltern aber an Ideen, wie sie ihre Kinder abwechslungsreich beschäftigen können.

Anwesenheit erwünscht:

Kinder in diesem Alter spielen einen Großteil ihrer Zeit noch immer allein. Das heißt aber nicht, dass die Eltern in Ruhe Zeitung lesen können, während das Kind lieb und brav mit der großen Eisenbahn spielt. Kinder haben ihre Eltern gern neben sich, binden sie ab und an in das Spiel ein oder fordern eine Reaktion von ihnen. Das ist wichtig und hilft den Kindern, das Spielen zu "erlernen".

Spiele mit Sprache:

Bis zum zweiten Geburtstag machen Kinder einen großen Schritt in der Sprachentwicklung. Vor allem beginnen sie zu singen. Unterstützen Sie Ihr Kind darin, indem Sie mit ihm musizieren und damit Aktivitäten verbinden. Zum Beispiel ein Lied "aufräumen, aufräumen, spielen ist vorbei" während sie die Bausteine zusammen in die Kiste räumen. Oder sie singen und spielen dabei, wie etwa mit "Dornröschen war ein schönes Kind" oder "Ringlein du musst wandern". Auch Gesang mit Berührungen verbunden, lieben die Kinder besonders. So "kriecht die Schnecke" als Papas oder Mamas Hand über den Bauch des Kindes. Neben Gesang fördert ebenso das Anschauen von Büchern und Erzählen von Geschichten passend zu den Bildern die Sprache des Kindes. Ein ausrangiertes Telefon regt Ihr Kind zu interessanten Telefonaten mit noch interessanteren Personen an. Es gibt viel zu berichten.
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Bewegung macht Spaß:

Nichts wie raus mit den Kleinen. Kinder unter zwei haben meist das Laufen für sich entdeckt und wollen dies ausleben. Spielen Sie "Fangen" oder "Verstecken", lassen Sie die Kinder Steine sammeln oder Blätter und Stöckchen, suchen Sie im Herbst Kastanien und Eicheln.

Kreatives mit den Kleinen:

Selbst unter zwei Jahren basteln und Malen Kinder gern. Sorgen Sie immer für ausreichend Papier, Wachsmalblöcke und Buntstifte in Reichweite Ihres Kindes. Mit Knete lassen sich prima Kugeln formen und nichts macht mehr Spaß und Kleckerei, als mit Fingermalfarben zu hantieren. Große Holz- und Plasteperlen lassen sich genauso wie Nudeln zu wunderschönen Ketten unter der Aufsicht der Eltern fädeln und schulen dabei noch die Feinmotorik der Kleinen.
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Spielsachen ja gern, aber in Maßen:

Nur zu oft sind Kinder mit Fülle und Anzahl ihrer Spielsachen überfordert. Gerade in den ganz jungen Jahren, spielen die knapp zweijährigen Kinder noch sehr kreativ mit allen Dingen. Gut geeignet sind generell Spielsachen, die sich vielseitig einsetzen lassen, etwa wie Bausteine oder Spieltücher. Dennoch dürfen die Klassiker in dem Alter nicht fehlen. Eine Puppe zum An- und Ausziehen (gern auch für Jungen!), Holz-Steck-Puzzle mit maximal 20 Teilen, vielleicht ein Arztkoffer zum Behandeln des kranken Lieblingsteddys und eine Kinderküche. In selbiger dürfen statt vorgefertigter Werbeprodukte großer Markenhersteller auch selbstgebackene Brötchen aus Salzteig, große Holzkugeln, trockene Nudeln, Würfel oder getrocknete Kastanien und Eicheln als Kochmaterial herhalten. Neben diesen Utensilien sind ebenso beliebte Spielsachen: Hüpfpferde oder -kugeln, Planschbecken, Rutschautos und Dreiräder, Wasserspielzeug für die Badewanne und ein Kinderhammer. Mit ihm können nicht nur Äste, Steine und Sandburgen zerkleinert werden, sondern auch Holzklötze in dafür gefertigte Werkbänke geklopft werden.
Text: C. D. / Stand: 27.07.2019

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