Sonnenstich (Insolation)

Frau liegt am Strand in der Sonne
Lässt man die Sonne zu lange auf Kopf und Nacken scheinen
riskiert man einen Sonnenstich - Foto: © Antonioguillem


Inhaltsverzeichnis für diesen Artikel:

Was passiert bei einem Sonnenstich?

Wenn draußen die Sonne vom Himmel lacht und die Temperaturen nach oben klettern, dann hält uns nichts mehr in der Wohnung.

Schnell die Badesachen geschnappt und ab ins nächste Freibad oder an den Baggersee. Sonne ist für uns ein wahres Lebenselixier, doch wenn sie über längere Zeit auf unseren Kopf scheint, dann droht uns nicht nur ein Sonnenbrand, sondern auch ein Sonnenstich.

Früher war man der Meinung, dass die in den Körper eingedrungenen UV-Strahlen für einen Sonnenstich verantwortlich sind. Inzwischen hat man jedoch herausgefunden, dass dem nicht so ist. Bei einem Sonnenstich handelt es sich vielmehr um ein thermisches Problem, welches entsteht, wenn über eine lange Zeit die Sonne auf den Kopf und den Nackenbereich fällt. Durch die übermäßige Wärme kommt es zu einer Irritation der Hirnhaut und im gesamten Körper wird dann eine Entzündungsreaktion ausgelöst.

Symptome bei einem Sonnenstich

Im Hochsommer ist es vielen von uns zu warm. Wir haben Schweißperlen auf der Stirn und gerötete Wangen. Das ist völlig normal. Bei einem Sonnenstich kommt es zu einem auffällig hochroten Kopf in Verbindung mit Kopfschmerzen, Unruhe, Schwindel und häufig auch diffusen Ohrgeräuschen. Nicht selten klagen die Betroffenen zudem auch über Übelkeit, welche bis zum Erbrechen führen kann. Bei einigen Patienten kann das Bewusstsein getrübt sein - sie erscheinen verwirrt und orientierungslos. Ein ganz typisches Zeichen für einen Sonnenstich sind Schmerzen im Nackenbereich. Dieser kann sich richtig steif anfühlen. Treten Symptome eines Sonnenstichs auf, so sind die Betroffenen unverzüglich einem Arzt vorzustellen.

Behandlung des Sonnenstichs

Erste Maßnahme bei Verdacht auf einen Sonnenstich: raus aus der Sonne! Egal ob ein Kind oder ein Erwachsener betroffen ist: jede weitere Sonneneinstrahlung verschlimmert das Problem nur noch. Ein schattiges Plätzchen oder der Aufenthalt in einem geschlossenen, nicht zu warmen Raum sind jetzt angesagt. Kühlen Sie den Kopf des Sonnenstichpatienten mit kühlen und feuchten Tüchern. Aber tauchen Sie diese bitte nicht in Eiswasser, denn das wird als zu unangenehm empfunden. Personen mit einem Sonnenstich müssen nicht unbedingt liegen. Vielfach wird eine Position mit erhöhtem Oberkörper empfohlen. Sofern der Patient bei vollem Bewusstsein ist, reichen Sie ihm etwas Wasser oder eine Saftschorle zum trinken. Nach einer kleinen Erholungsphase empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen. Dieser untersucht den Patienten und kann so erkennen, ob es sich "nur" um einen Sonnenstich oder aber um einen gefährlichen Hitzschlag handelt. Wichtiger Hinweis: bei starkem Erbrechen und Bewusstseinsstörungen bitte sofort die nächste Klinik aufsuchen oder im Fall der Fälle den Notarzt rufen!

Vorbeugung

Einen Sonnenstich können nicht nur Kinder erleiden, sondern auch Erwachsene. Besonders gefährdet sind Personen, welche nur wenige oder gar keine Haare haben. Generell jedoch sind besonders im Hochsommer lange Aufenthalte in der prallen Sonne zu vermeiden. Nicht immer lässt sich das so einrichten und wenn einmal kein schattiges Fleckchen in Sicht ist, dann schützt ein heller Sonnenhut vor einem Sonnenstich. Speziell für Babys und Kleinkinder hält der Handel auch ein breites Sortiment an Sonnenmützen bereit, welche im Nacken länger gearbeitet sind und so diesen Bereich ebenfalls vor zu viel Sonneneinstrahlung schützen. Zusätzlich ist es ratsam, im Sommer ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Diese hilft dem Körper, seinen Wasserhaushalt auszugleichen, welcher durch vermehrtes Schwitzen aus dem Lot geraten kann.

Ein Sonnenstich ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch gefährlich werden. Daher ist es äußerst wichtig, sich vor zu viel Sonne zu schützen und die ersten Warnzeichen für einen Sonnenstich zu kennen. Nur so ist ein rechtzeitiges Handeln möglich.
Text: K. L. / Stand: 13.12.2018

Eltern sollten einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren, um ihrem Kind bei einem Sonnenstich helfen zu können.

[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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