Die Wechseljahre

Eine fröhliche Frau in den Wechseljahren
So kommen Sie gut durch die Wechseljahre
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Wenn das Klimakterium einsetzt

Das Klimakterium ist ein ganz natürlicher Bestandteil des Alterungsprozesses einer Frau.

Wir können den Lauf der Natur nicht beeinflussen, sondern nur das Beste daraus machen. Wie eine Frau schlussendlich die Zeit des "Wechsels" erlebt, ist ganz verschieden. Die Einen sehen es als eine Art Aufbruch in einen neuen Lebensabschnitt, andere Frauen hingegen haben gemischte Gefühle, was dieses Thema betrifft. Sie empfinden die Wechseljahre als ein Zeichen des "Alt - Werdens". Während des Klimakteriums enden langsam die fruchtbaren Jahre der Frau, denn die vorhandenen Eizellen der Frauen gehen zur Neige. Dadurch ändert sich das hormonelle Gleichgewicht des weiblichen Körpers radikal. Im Laufe der Evolution hat die Natur somit dafür gesorgt, dass das Risiko von spätgebärenden minimiert wird und die Frauen sich mit fortgeschrittenem Alter um die Kinder ihrer eigenen Nachkommen kümmern kann. Das "Oma - Prinzip" hat also durchaus evolutionäre Hintergründe.

Wann beginnen die Wechseljahre?

Das Klimakterium setzt ca. im Alter von 50 Jahren ein. Die meisten Frauen gehen immer davon aus, dass das Ausbleiben der Regel in diesem Alter die Menopause ist. Eher ist es so, dass dies nur ein Teil des Klimakteriums ist. Die Wechseljahre heißen nicht umsonst "Jahre". Sie können sich ca. 10 Jahre hinziehen und bestehen aus mehreren Phasen. Bereits zwei bis sieben Jahre vor Einsetzen der letzten Regel beginnt die Praemenopause. Sie zeigt sich durch leichte Zyklusstörungen und eher minder schlimme Beschwerden. Danach beginnt spätestens zwei Jahre vor der eigentlichen Menopause die sogenannte Perimenopause. In dieser Zeit spitzt sich die Situation bereits zu. Starke und sehr unregelmäßige Blutungen setzen ein. Die eigentliche Menopause gilt erst als sicher, wenn für mindesten 12 Monate die Regel aussetzt. Die Zeit nach der Menopause wird ebenfalls als Perimenopause bezeichnet. Diese Zeit ist geprägt von einer starken psychischen Belastung und auch von körperlichen Beschwerden. Ist die Phase überstanden, schließt sich die Postmenopause an. Sie dauert an, bis die Frau das Senium, also das Alter von ca. 65 bis 70 Jahren erreicht. Bis dahin werden weiterhin die Östrogene im Körper abgebaut.

Wechseljahrsbeschwerden

Das Ungleichgewicht der Hormone verursacht diverse Störungen im Körper der Frau. Die in der Fachwelt als Klimakterische Syndrome bezeichneten Probleme, sind in der Umgangssprache der Frauen eher als Wechseljahrsbeschwerden bekannt. Ein Drittel aller Frauen kommt um das Thema herum und hat gar keine Beschwerden. Weitere rund dreißig Prozent können mit den leichten Symptomen umgehen. Für den Rest ist ärztliche Hilfe absolut notwendig. Denn Wechseljahrsbeschwerden können heftige Ausmaße annehmen. Typische Probleme sind:

  • Schweißausbrüche
  • Hitzewallungen
  • Übelkeit
  • Schwindelgefühle
  • Kopfschmerzen bis hin zur Migräne
  • Schlafstörungen
  • Lustlosigkeit
  • Verminderte Leistungen
  • Unruhe
  • Depressionen
  • Trockene Schleimhäute
  • Osteoporose (Knochenschwund)
Leidet eine Frau besonders stark unter den Beschwerden der Wechseljahre, besteht die Möglichkeit diese mit Hilfe eines Hormonersatzpräparates zu mindern. Während diese Behandlung noch vor einigen Jahren als Standardverfahren eingesetzt wurde, wägen Frauen und auch Mediziner mittlerweile genau ab, ob dies auch wirklich die richtige Methode ist. Denn die Nebenwirkungen dieser Hormonbehandlungen sind nicht zu vernachlässigen. Ein Nutzen - Lasten - Vergleich ist daher sinnvoll. Nebenwirkungen treten relativ häufig auf. Diese können sich folgendermaßen äußern: Übelkeit, Kopfschmerz, Migräne, Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme), Wadenkrämpfe, schmerzende Brüste und Gewichtszunahme. Auch das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, steigt. Daher suchen die Frauen nach Alternativen und finden sie unter Umständen in den pflanzlichen Lösungen. Traubensilberkerze und Mönchspfeffer helfen, die Belastungen zu minimieren. Auch Johanniskraut wird erfolgreich eingesetzt bei Nervosität und Schlafproblemen. Die Behandlung mit Hormonersatzpräparaten sollte maximal zwei Jahre andauern. Welches Präparat wann eingesetzt wird, ist abhängig vom Zeitpunkt und der Stärke der klimakterischen Syndrome. Hilft keine der Methoden, bleibt den Frauen nur noch die operative Entfernung der Gebärmutter. Es handelt sich hierbei um eine drastische Maßnahme, die nur in schwerwiegenden Fällen angewandt wird.

Während der körperlichen Belastungen der Wechseljahre, bringen auch noch Gemütsschwankungen die Frauen aus dem Gleichgewicht. Spätestens in diesem Moment nimmt auch die Außenwelt die Veränderung der Frau wahr. Die Stimmungen schwanken von "himmelhoch jauchzend" bis hin zu "Tode betrübt". Frauen können ihre Gemütszustände nicht mittelbar kontrollieren. Sie sind letztendlich gezwungen zu lernen, für eine absehbare Zeit damit umzugehen.

In den Jahren des Klimakteriums haben Frauen auch mit dem Problem der sexuellen Lust zu kämpfen. Während manche kein Verlangen nach Sex empfinden, steigt bei einigen die Libido stark an. Dementsprechend können also auch diesem Lebensabschnitt völlig neue Erfahrungen und Erlebnisse die Frauen prägen. Hilfreich ist es immer, wenn Sie in dieser manchmal auch schwierigen Phase die völlige Unterstützung des Partners erhalten.

Eines ist aber sicher: Auch die Zeit der Wechseljahre wird ein Ende finden. Diese Zeit birgt auch den Beginn eines neuen Lebensabschnittes und bringt Ihnen vielleicht viel mehr Gutes, als Sie es je erwartet hätten.
Text: C. D. / Stand: 22.06.2017

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[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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