Prämenstruelles Syndrom (PMS)

Frau liegt mit Bauchschmerzen auf der Couch
Bauchschmerzen sind nur ein Übel
bei PMS - Foto: © Udo Kroener


Inhaltsverzeichnis für diesen Artikel:

Was ist ein prämenstruelles Syndrom?

Müdigkeit, Erschöpfung, Heißhungerattacken, Schmerzen und erhöhte Empfindlichkeit der Brust,

Bauchschmerzen mit Völlegefühl, Blähungen, Verstopfung, Durchfall, Übelkeit, geschwollener Unterbauch, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, depressive Stimmung mit dem Gefühl der Hoffnungslosigkeit, schwankende Stimmungslage, Lustlosigkeit, Nervosität, Reizbarkeit, Verlust der Libido. Jede dritte Frau im gebärfähigen Alter leidet an den eben angeführten Beschwerden in mehr oder weniger ausgeprägter Form. Lange Zeit wurden diese Beschwerden als "normale" Ankündigung der Regel abgetan, bis im Jahr 1931 von einem New Yorker Arzt erstmals erkannt wurde, dass es sich dabei keineswegs um harmlose Beschwerden, sondern um ein ernst zu nehmendes Krankheitsbild handelt, das in der Medizin als prämenstruelles Syndrom, kurz "PMS" bekannt ist. PMS wird definiert als: "regelmäßig in der zweiten Zyklushälfte auftretende, ausgeprägte psychische und körperliche Beschwerden".

Ursachen von PMS

Lange Zeit dachte man, das Ungleichgewicht zwischen den Hormonen Progesteron und Östrogene wären schuld am prämenstruellen Syndrom. Untersuchungen zeigten allerdings, dass der Hormonspiegel der betroffenen Frauen völlig normal war. Mittlerweile zeigt die Forschung, dass das Zusammenwirken mehrerer Faktoren die Krankheit auslöst. So zeigen Forschungsergebnisse, dass z.B. Stress, Schlafstörungen, Schilddrüsenfehlfunktionen, Umweltgifte oder geringe körperliche Bewegung und falsche Ernährung PMS auslösen können. Die Beschwerden treten in der Zeit zwischen dem Eisprung und dem Einsetzen der Menstruationsblutung auf. Mit Beginn der Regel klingen die Beschwerden meistens nach einigen Stunden ab.

Was tun gegen PMS?

Je nach Schwere von PMS wird man sich als Frau mit Sicherheit rasche Abhilfe oder zumindest Linderung der Beschwerden wünschen. Das emotionale Wohlbefinden sollte dabei an erster Stelle stehen. Sich persönlich etwas Gutes tun, sollte bewusst praktiziert werden. Man kann dabei bereits mit geringem finanziellem Aufwand für entspannende Momente sorgen z.B. mit einem heißen Vollbad oder einem Saunabesuch. Oder man gönnt sich einmal ein richtiges Wohlfühl-Verwöhn-Programm mit Massagen, Gesichts- oder Körperbehandlungen. Bei leichteren Formen der Krankheit können homöopathische Mittel gute Wirkung zeigen oder man greift zu etwas stärkeren Schmerzmitteln. Hierbei sollte man jedoch vorsichtig vorgehen und zuvor den Arzt konsultieren. Ein sehr wirksames "Antidepressivum" ist jedoch auch Sport wie z.B. Joggen, Radfahren, Schwimmen oder andere Lieblingssportarten. Auch eine langfristige Ernährungsumstellung soll wahre Wunder wirken. Doch nicht immer wirkt diese Selbsthilfe.

Die starke Form von PMS

15% aller Frauen leiden an einer starken Form von prämenstruellen Syndrom und sind dadurch im Alltag stark eingeschränkt. Besonders wenn sich Depressionen breit machen, wirken sich diese oft negativ auf die Familie und den Beruf aus und können sogar beziehungszerstörend wirken. In so einem Fall sollte man unbedingt ärztliche Hilfe aufsuchen. Hormonelle Ovulationshemmer, z.B. die Anti-Baby-Pille oder Hormonpflaster lindern bei vielen Frauen auch die Beschwerden wie wissenschaftliche Untersuchungen zeigen. Nützt dies alles nichts, werden vom Arzt meistens Antidepressiva verschrieben.

PMS ist seit einiger Zeit als Krankheit anerkannt und keine harmlose, eingebildete "Scheinkrankheit". Wichtig und hilfreich für die Frau ist, dass sie selbst diese Beschwerden nicht als harmlos abtut, aber auch dass allen voran der Partner und die Familie Rücksicht und Verständnis für die Probleme zeigen. Die Beschwerden des prämenstruellen Syndrom können bis zu einem bestimmten Grad bekämpft werden, sodass die "Zeit vor der Zeit" erträglicher wird.
Text: T. V. / Stand: 11.10.2017

[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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