Menstruationsbeschwerden

Frau hat Menstruationsbeschwerden
Jeden Monat diese Beschwerden - Das muss nicht sein
Foto: © Udo Kroener


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Regelschmerzen - jeden Monat das gleiche Problem

Fast jede Frau kennt das Problem: Monatlich kann sie mit mehr oder minder starken Regelschmerzen rechnen.

Nur wenige Frauen im gebärfähigen Alter bleiben davon verschont. Bereits schon kurze Zeit vor dem Einsetzen der Regelblutung verspüren Frauen ein Ziehen. Die Regel kündigt sich an. Auslöser für diese Schmerzen sind Prostaglandine, also körpereigene Schmerzbotenstoffe. Sie veranlassen ein Zusammenziehen der Gebärmuttermuskulatur, wodurch wiederrum die Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut - also die eigentliche Regelblutung - veranlasst wird.

Tipps gegen Regelschmerzen

Regelschmerzen, in der Fachsprache Dysmenorrhoe genannt, können von unterschiedlichster Intensität sein. Einige Frauen verspüren nur ein unangenehmes Ziehen, währenddessen bei einer von zehn Frauen die Schmerzen so stark sind, dass sie in dieser Zeit nicht fähig sind, zu arbeiten. Im Falle dieser Betroffenen klärt der Frauenarzt im Regelfall ab, ob nicht eine organische Erkrankung Ursache für die heftigen und unerträglichen Schmerzen ist. Für die restlichen Frauen liegen die Verhältnisse so, dass sie sich mit dem monatlichen Übel durch den Alltag quälen und geduldig darauf warten, dass die unangenehmen Tage endlich vorüber gehen.

Was hilft bei Menstruationsbeschwerden?

Über die Jahre von monatlichen Menstruationsbeschwerden entwickelt jede Frau ihre eigenen Methoden die Schmerzen zu lindern oder wenigstens erträglich zu machen. Die meisten greifen gern zu Wärme, egal ob in Form einer Wärmflasche, eines Kirschkernkissens oder einer Fangopackung. Wärme entkrampft und lindert die Beschwerden. Auch ein Besuch in der Sauna kann helfen. Überhaupt hilft Entspannung, zum Beispiel durch Yoga oder Autogenes Training. Entspannend kann auch ein Spaziergang oder eine Radtour sein. Gerade Bewegung und Sport lockern die Muskeln und Verkrampfungen. Regelmäßig angewendet kann man so sogar Regelschmerzen vorbeugen.

Werden die Schmerzen unerträglich kann es auch schon einmal notwendig werden, ein Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Ibuprofen einzusetzen. Er hemmt die Bildung der Schmerzbotenstoffe (Prostaglandine). Eine medikamentöse Lösung stellt für Frauen, die keinen Kinderwunsch haben, auch die Pille dar. Sie kann die Regelschmerzen positiv beeinflussen, wenn sie das Hormon Chlormadinoacetat enthält. Denn das Ungleichgewicht der Hormone vor und während der Regel wird durch das Hormon günstig beeinflusst. Wer nicht gern in die Medikamentenkiste greift, ist mit alternativen Methoden besser dran. Pflanzliche Präparate, wie Kamillenblüten, Frauenmantel oder Melisse, versprechen die monatlich wiederkehrenden Schmerzen zu lindern. Auch Akupressur, die Stimulation von bestimmten Reflexpunkten durch leichten Druck, oder Akkupunktur als alte chinesische Heilmethode stellen eine Alternative zu medikamentösen Mitteln dar. Im Alltag können Frauen durch eine gesunde Ernährung, die viel Eisen und Magnesium enthält, ebenfalls positiv auf Regelschmerzen einwirken. Magnesium ist besonders viel in Nüssen und Hülsenfrüchten enthalten, Eisen findet man in Fleisch und Brot. Es hilft bei der Blutneubildung und damit gegen Blutarmut und Müdigkeit vor und während der Periode.

So genervt Frauen auch von der monatlichen Regelblutung mit all ihren Begleiterscheinungen sind, hat die Natur sich etwas dabei gedacht. Sicher, neben krampfartigen Unterleibsschmerzen kommen häufig auch noch Kopfschmerzen, Hautprobleme und ein allgemeines Unwohlsein mit Müdigkeit hinzu. Aber ohne die Regelblutung wäre der Mensch nicht in der Lage, sich fortzupflanzen. Erst die Regel lässt eine Frau sich auch wirklich als Frau fühlen. Vielleicht wissen viele Frauen gar nicht mehr, wie stolz sie waren, als sie endlich ihre erste Regelblutung hatten und sie damit in den Kreis der Frauen aufgenommen wurden.
Text: C. D. / Stand: 11.10.2017

[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

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