Projektwoche in der Schule

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    • Projektwoche in der Schule

      Hallo,

      Jetzt ausnahmsweise schreibe ich über meinen jüngeren Sohn (11 Jahre alt).

      Diese Woche gibt es in der Schule "Projektwoche". Fast die ganze Schule fährt weg, das Gebäude ist fast leer. Nur einige Kinder (wie z.B. mein älterer Sohn), die nicht mitmachen wollen, sind in der Schule .

      Projektwoche bedeutet, die Kinder fahren weg. Eine ganze Woche lang wird er nicht zu Hause sein.
      Für uns ist es ein sehr-sehr ungewöhnliche Situation. Wie ich schon vielleicht geschrieben habe, haben wir keine Großeltern, keine Verwandten, also bei uns ist das unvorstellbar, dass die Kinder anderswo übernachten, als zu Hause. Buchstäblich heute wird das erste Tag, dass er nicht zu Hause ist, und nicht zu Hause schläft.

      Ich freue mich, dass er mitmacht und versuchte mit allen Kräften meine Gefühle verbergen und dem Kind nicht zeigen, was ich fast weinen wird. Aber ich muss sagen, das war für mich nicht leicht.
      Am liebsten würde ich ihn jetzt schon am Vormittag anrufen und fragen: wie geht es ihm.... Aber erstmals darf er nicht telefonieren, und ich weiß: wenn er meine Stimme hört, dann würde die Situation noch schlimmer sein.

      mfG
    • Projektwoche ist hier etwas ganz anderes! In einer Projektwoche arbeiten die Schüler einer Klasse an einem Thema, manchmal auch ausserhalb der Schule, aber sie sind nicht übernacht weg, sondern haben zu ganz normalen Schulzeiten Schule aus.

      Das was du da beschreibst nennt man hier Klassenfahrt. Da fahren alle Schüler mit, bis auf wenige Ausnahmen. Die Kinder die nicht mit fahren, müssen die Zeit zum Unterricht in eine andere Klasse. So eine Klassenfahrt geht meistens von Montags bis Freitags. Für die Kinder sind das ganz tolle Erfahrungen die sie in der Zeit machen und erleben.
      Du musst lernen los zu lassen, das ist ganz allein dein Ding, denn du kannst mir glauben, dein Sohn hat ganz sicher eine Menge Spaß, ist mit seinen Freunden und Kameraden zusammen, können sich austoben und sehen vieles neue. Er wird bestimmt kein Heimweh haben. Ihm geht es sehr gut.
    • Das Wort "Projektwoche" haben mir die Lehrerinnen im Mitteilungsheft geschrieben, deswegen habe ich auch dieses Wort benutzt. Aber Hauptsache, ihr habt verstanden worüber ich geschrieben habe. :P

      Gesten Abend durften mit ihm telefonieren und ihm geht gut, er fühlt sich wohl. Er hat gesagt: alles ist toll, essen war auch lecker....
      Also war ich erleichtert, freue ich mich wirklich von ganzem Herzen. Ich hoffe es wird auch so bleiben, und kommt er mit schönen Erinnerungen und Fotos nach Hause.

      "Du musst lernen loszulassen."
      Ihr habt Recht, für mich ist es auch ganz klar, aber trotzdem..... :(
    • ich kann dich sehr gut verstehen, denn ich kämpfe derzeit auch mit mir, habe ein ähnliches Problem.
      Mein Sohn geht nach den Sommerferien auf eine neue Schule, eine Privatschule. Da sind die Schulzeiten täglich von 8:15 Uhr bis 15:45 Uhr, also 8 Stunden Unterricht, keine AGs. Ich habe Angst, das er damit überfordert ist, das er keine Zeit mehr hat zum spielen und sowas. Er ist ja erst 10 Jahre alt und ich habe bedenken. Ist wohl normal!!!
    • Hallo

      Ich werde sicher ohne der Meinung des Kindes Entscheidung treffen. Eine solche Entscheidung kann sein ganzes Leben beeinflussen. Will er, und wird er durchmachen?

      Ist das für ein 10 jähriges Kind nicht zu viel? Fast ganzen tag in der Schule und ich denke danach noch zu Hause lernen? Wann kann er spielen, wann wird er mit den Freunden treffen, wann wird er Freizeit haben....?
      Ist dein Sohn gut in der Schule, lernt er leicht oder muss er stundenlang lernen? Ist diese Schule wirklich so gut? Lohnt sich das so viel Lernen? Was bietet diese Schule? Was kann er nach der Schule tun?

      Vielleicht werdet mich nicht verstehen - und Entschuldigung, wenn ich mit meiner Meinung jemanden beleidigt -, aber ich meine: darf man nicht auf alles verzichten, wegen der Schule. Ein Kind soll wirklich Kindheit haben, und nicht nur immer lernen.

      Ich weiß mein Schicksal ist sehr selten, ich habe viel-viel gelernt in der Karenzzeit, gekämpft für mein Diplom. Ich habe auch meine Familie vernachlässigt, ich hatte nie Zeit mit den Kindern spielen. 5 Jahre lang, genau wann die Kinder klein waren. Ich wollte unbedingt ein Diplom haben.

      Dann kam eine Krankheit, und alles ist weg, was ich gelernt habe. Ich konnte mein Diplom NIE benutzen.
      Und was habe ich jetzt? Weder richtige Beziehung mit meinem Kindern noch "Profit vom Diplom".

      mfG
    • ich kann dich sehr gut verstehen und lese auch das du sehr viel Pech gehabt haben musst.
      Aber wo das Schicksal so zuschlägt, kann man sich nicht aussuchen und man muss dann halt das beste daraus machen.

      Ob die Schule wirklich so gut ist wie ihr Ruf, kann ich noch nicht beurteilen, denke aber schon das es so ist. Luca hat sich selbst für diese Schule entschieden, statt für das Gymnasium.
      Hausaufgaben gibt es in der Schule nicht, die Lehrer nehmen sich viel Zeit für jedes Kind, es sind dort kleine Klassen mit bis 18 Kinder und die Lehrer hören zu. Luca war dort ein paar Tage zur Probe.
      Bieten und machen tun die in der Schule sehr viel. Von jährlichen Klassenfahrten bis hin zur Selbstgestaltung der Klassenzimmer und des Schulhofes.
      Sie bieten sehr viel in Richtung Musik, Instrumente lernen und so.
      Es ist eine Privatschule und er kann dort auch sein Abitur machen wenn er es will.
      Mein Sohn ist ein guter Schüler und hat bis jetzt nicht viel lernen müssen, was aber nicht heißen soll, das es sich nun aber der 5 Klasse nicht ändern wird.

      So eine wichtige Entscheidung die mein Kind betrifft, würde ich nie mals ohne ihn treffen, denn es ist sein Leben und seine Zukunft. Was nutzt es ihn auf eine Schule zu schicken, wo er sich überhaupt nicht wohl fühlt, wo nicht das geboten wird was ihn interessiert!!!

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