Stiftung Lesen: Vorlesen ist mehr als nur Bildung

Warum Vorlesen so wichtig ist

Mädchen freut sich über viele Bücher
Foto: © Syda Productions

Eine neue Umfrage, die die Stiftung Lesen durchgeführt hat, ermöglicht Einblicke in die wohl wichtigsten Prioritäten von Familien. So war es rund 86 Prozent der Eltern wichtig, dass ihre Kinder gute Bildung genießen. Da Lesen und Bildung direkt miteinander in Zusammenhang stehen, liegt es auf der Hand. Eltern sollten jedoch nicht vergessen, dass gerade Vorlesen nicht nur eine Bildungsfunktion erfüllt.

Vorlesen wird oft zu theoretisch betrachtet

Wie die Stiftung Lesen zu bedenken gab, konzentrierten sich viele Eltern vor allem auf die Vorteile des Vorlesens, die sich auf die Fähigkeiten ihrer Kinder beziehen. Die Fähigkeit, sich der deutschen Sprache gewandt zu bedienen, steht hier offenbar im Fokus. Daher beginnen viele Eltern erst dann mit dem Vorlesen, wenn ihre Kinder schon ein wenig sprechen können. Das jedoch ist laut Stiftung Lesen ein Fehler, denn wer früher beginnt, unterstützt sowohl die emotionale Entwicklung als auch die Bindung zwischen Eltern und Kind. (Sprachförderung bei Kleinkindern durch Bücher)

Früher Start hat viele Vorteile

Auch wenn Kinder noch nicht sprechen und den Sinn vorgelesener Geschichten nicht erfassen können, wirkt sich das gemeinsame Betrachten von Büchern sehr positiv auf deren Entwicklung aus. So verbringen Eltern und Kind beim Vorlesen und Betrachten Qualitätszeit miteinander, was die Bindung fördert. Doch nicht nur das: Durch Vorlesen erhalten Kinder schon früh die Möglichkeit, die Bandbreite der menschlichen Emotionen kennenzulernen und bekommen im späteren Leben mehr Lust, selbst ein Buch in die Hand zu nehmen. Wer gerne mit Bücherwürmern unter einem Dach leben möchte, sollte daher schon im Babyalter regelmäßig vorlesen.

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