Studie: Kleinere Kinder durch Pflanzenmilch?

Vegane Ernährung doch nicht gut?

Einige Gläser mit Milch
Foto: © Sergey Novikov

Immer häufiger entscheiden sich Frauen und Männer für die vegane Ernährung. Dass sie dabei auch die Essgewohnheiten ihrer Kinder beeinflussen und umstellen, ist so manchem Mediziner nach wie vor ein Dorn im Auge. Insbesondere der Verzicht auf Kuhmilch wird oftmals als problematisch erachtet. Dies gilt auch für Kinder, die wegen einer Laktoseintoleranz statt Kuhmilch Milchersatzprodukte aus Soja, Reis oder Hafer erhalten. Wie sich der Konsum von Pflanzenmilch im Vergleich zu Kuhmilch auf die Kinder auswirkt, hat nun ein Forschungsteam aus Toronto untersucht. Lesen Sie auch: Vegane Ernährung für Kinder

Pflanzenmilch könnte das Wachstum bremsen

Rund 5.000 Kinder zwischen zwei und sechs Jahren nahmen an der Studie teil. Nebst Faktoren wie des sozialen Lebensumfeldes und auch der finanziellen und ethnischen Situation nahmen die Forscher die Ernährung der Kinder mit Pflanzenmilch unter die Lupe. Hier zeigte sich, dass Pflanzenmilch tatsächlich anders wirken könnte als Kuhmilch. Kinder, die Kuhmilch tranken, waren durchschnittlich eineinhalb Zentimeter größer. Warum das so ist, muss derzeit noch untersucht werden.

Kein Grund zur Panik

Auch wenn die kanadische Studie nun einigen Eltern Sorge bereiten könnte, sollten die Ergebnisse nicht überbewertet werden. So nahmen die Forscher keine Rücksicht auf die sonstigen Ernährungsgewohnheiten der Kinder und kamen daher zu einem eher eingeschränkt gültigen Ergebnis. Achten Eltern, die ihren Kindern Pflanzenmilch geben, auf eine ausgewogene Ernährung inklusive Proteinen und Vitamin B12, dürfte die gesunde Entwicklung nicht beeinträchtigt werden. Wer sich dennoch unsicher ist, sollte vor der Umstellung den eigenen Kinderarzt um Hilfe bitten.

Lesen Sie auch unseren neusten Artikel: Kopfschmerzen in der Schwangerschaft

Foto: © Sergey Novikov