Reizthema Hausaufgaben: Wie der Start nach den Ferien gelingt

Kinder kommen aus der Schule
Foto: © Kzenon

In vielen Bundesländern hat die Schule bereits begonnen, während manche Kinder ihre letzten Ferientage noch etwas genießen dürfen. Auf jeden ABC-Schützen warten nach dem Schulbeginn jedoch nicht nur lange Schulstunden und Klassenarbeiten. Auch Hausaufgaben gehören nach wie vor zu den klassischen Bestandteilen des Schullebens. Gerade hier ist das Konfliktpotenzial zwischen Eltern und ihren Kindern recht groß. Da Streit und Ärger den Nachmittag nach dem Unterricht jedoch schnell zur Belastungsprobe werden lassen, sollten Eltern schon im Vorhinein die wichtigsten Tipps rund um die Hausaufgaben kennen. Lesen Sie auch: Sollte man bei den Hausaufgaben helfen?

Zu viel Hilfe schadet

Auch wenn es Eltern in den meisten Fällen gut meinen: Kinder sollten schon früh lernen, dass ihre Hausaufgaben Arbeiten sind, die sie selbständig bewältigen müssen. Oft fühlen sich Eltern verantwortlich dafür, dass ihre Kinder die Aufgaben nicht nur vollständig, sondern auch rundum korrekt erledigen und greifen selbst zum Rotstift oder arbeiten jede Rechenaufgabe gemeinsam mit ihrem Kind ab. Dies jedoch kann den Weg in Richtung Selbständigkeit behindern. Kinder sollten daher einen festen Arbeitsplatz zum Erledigen ihrer Hausaufgaben haben. Am besten einen Schreibtisch mit passendem Stuhl im eigenen Kinderzimmer. Hier ziehen sich die Schüler und Schülerinnen dann zurück und kümmern sich so gut es geht um ihre Aufgaben. Nur bei konkreten Fragen dürfen Mama und Papa gerne helfen. Danach jedoch heißt es wieder, Zurückhaltung zu üben, denn nur so wächst auch die Problemlösungskompetenz der Schützlinge. Lesen Sie dazu: Stressfrei Hausaufgaben machen und lernen

Überforderung erkennen und anpacken

Viele Lehrer geben einen festen Zeitrahmen für die Hausaufgaben vor. Länger als dreißig Minuten sollten Grundschüler für ihre Aufgaben nicht benötigen. Braucht es jedoch regelmäßig deutlich länger und sitzt das eigene Kind auch eine Stunde nach Beginn noch an den Hausaufgaben, sollten Eltern die Reißleine ziehen. Bringt das Kind dann unvollständige Aufgaben mit in die Schule, kann auch die Lehrkraft eine mögliche Überforderung besser erkennen und die Menge oder auch den Schwierigkeitsgrad der Aufgaben anpassen.

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