„Rasenmäher Eltern“ – Warum es auch zu viel Hilfe geben kann

Wenn Kindern alles abgenommen wird

Foto: © llhedgehogll

Es gibt inzwischen verschiedene Arten von Eltern, die auch in den Medien immer wieder zur Sprache kommen. Wer bereits über Helikopter-Eltern informiert ist, kennt eine wichtige Gruppe, die Kindergärten und Schulen Schwierigkeiten machen. Ebenfalls problematisch – jedoch vergleichsweise neu – ist der Begriff Rasenmäher-Eltern. Dieser Elterntyp beschützt seine Kinder über Gebühr und tut ihnen damit keinen Gefallen.

Hindernisse werden „umgemäht“

Für die kindliche Entwicklung ist es wichtig, dass sich schon die Kleinsten an Schwierigkeiten, Rückschlägen und Konflikten üben können. Auf diese Weise lernen Kinder, dass nicht immer alles reibungslos funktioniert und dass sie sich in einer Welt bewegen, in der auch Anforderungen von außen eine Rolle spielen. Rasenmäher-Eltern allerdings verhindern diesen Lernprozess, indem sie ihre Kinder vor jeder Art von Unwegsamkeit beschützen. Sie klären Streits mit Freunden selbst und greifen ihren Kindern viel zu früh unter die Arme, wenn einmal etwas nicht funktioniert.
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Unselbständigkeit und erlernte Hilflosigkeit

Das Problem, das Kinder solcher Eltern früher oder später haben werden, ist eine gesteigerte Unselbständigkeit und das Unvermögen, Konflikte oder Probleme selbst zu lösen. Das kann sich bis in das Erwachsenenalter hinein erstrecken und für Schwierigkeiten im Job und auch im sozialen Umfeld sorgen. Eltern sollten daher wissen, dass ihre Kinder viele Dinge selbst lösen müssen, um auf das Leben vorbereitet zu werden. Lesen Sie auch: Selbstvertrauen bei Kindern stärken

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