Immer mehr Kinder haben Sprachprobleme

Sprachprobleme bei Kindern nehmen zu

Baby liest ein Buch
Foto: © Nik

Die Entwicklung der Kinder in Deutschland wird von zahlreichen Institutionen regelmäßig untersucht und kontrolliert. Von der Kontrolle des Bildungsstandes über körperliche Aspekte wie Gewicht und Sportlichkeit bis hin zu den kognitiven Fähigkeiten sollen Missstände aller Art auf diese Weise frühzeitig erkannt werden. Dies gilt auch für die Sprachentwicklung, mit der sich Kinderärzte und die Barmer GEL erst kürzlich beschäftigten.

Jungen haben öfter Probleme

Wie sich in den Untersuchungen zeigte, steigt die Anzahl der Kinder mit sprachlichen Problemen stark an. Auch geschlechtsspezifisch gibt es Unterschiede zu verzeichnen. So haben Jungen häufiger Probleme mit der sprachlichen Entwicklung als Mädchen. Offiziellen Zahlen der Barmer GEK zufolge waren 2015 14,4 Prozent der Jungen in einem Alter zwischen fünf und 14 Jahren von Sprachproblemen betroffen. Demgegenüber standen 9,4 Prozent der weiblichen Kinder. Experten sehen in der Entwicklung oftmals mangelnde Förderung als entscheidenden Punkt. (Sprachförderung zuhause)

Förderung beginnt in der Familie

Um Kindern bei ihrer sprachlichen Entwicklung unterstützend unter die Arme zu greifen, braucht es vor allem engagierte Eltern. Wer seine Töchter und Söhne jedoch vorrangig mit digitalen Medien, Spielekonsolen und Smartphones beschäftigt, setzt deren sprachliche Kompetenz aufs Spiel. Als förderlich für die Entwicklung eines guten Sprachgefühls und eines großen Wortschatzes gelten Aktivitäten wie Vorlesen, gemeinsames Singen und aktive Gespräche in der Familie. Nur dann ist es Kindern möglich, die deutsche Sprache korrekt und vor allem mit Freude zu erlernen. (Sprachförderung durch Bücher)

Foto: © Nik