Kinderarmut auch in Industriestaaten ein Thema

Hungrige Kinder - So können Sie helfen

Kinderarmut in Industriestaaten
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Im Internet, auf Plakaten und im Fernsehen werben zahlreiche Organisationen immer wieder für Hilfsaktionen im Ausland. Vor allem der Welthunger, der manche Länder besonders hart trifft, ist hier ein entscheidender Faktor. Darüber hinaus sollte jedoch nicht vergessen werden, dass es auch in modernen Ländern ohne offensichtliches Hungerproblem Kinder gibt, die nicht jeden Tag ausreichend Nahrung erhalten.

Armut in Industriestaaten

Das Kinderhilfswerk Unicef befasste sich nun mit Kinderarmut in diesen Ländern. Es kommt dabei zu dem Schluss, dass hier eines von fünf Kindern unter Armut leidet. Während sich die Situation in ländlichen Gebieten Deutschlands als weniger problematisch erweist, ist Armut in größeren Städten ein immer drängenderes Problem. Wann eine Familie unter Armut leidet, definiert das Hilfswerk so: Unterschreitet das Einkommen eines Haushaltes das durchschnittliche Einkommen des jeweiligen Landes um mehr als fünfzig Prozent, liegt Armut vor. Von allen untersuchten Ländern liegt Deutschland nach Norwegen auf Platz zwei, weswegen Kinder hier vergleichsweise gut leben.

Was Familien tun können

Wer selbst nicht von Armut betroffen ist und notleidenden Familien in Deutschland helfen möchte, sollte selbst aktiv werden. Dies ist schon im kleinen Rahmen möglich: Beispielsweise durch die aktive Teilnahme an Foodsharing-Netzwerken und Spenden an die Tafel oder andere Hilfsorganisationen. Fällt den eigenen Kindern auf, dass ihre Klassenkameraden oder Kindergartenfreunde regelmäßig hungrig und ohne Frühstück erscheinen, sollten Familien das Gespräch mit der verantwortlichen Leitung suchen. Oftmals nämlich fällt Armut nicht auf und Betroffene scheuen die Suche nach Hilfe. Mehr zum Thema Gesunde Ernährung für Kinder

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