Familie: Kinder fühlen sich oft nicht beachtet

Familie im Garten
Foto: © llhedgehogll

Geht es den eigenen Kindern gut, werden sie gesund ernährt und erfahren im familiären Umfeld sowohl Unterstützung als auch verständnisvolle Anleitung, machen Eltern alles richtig. Doch nicht nur die theoretischen Eckdaten guter Erziehung und Ernährung sind wichtig für eine gesunde Entwicklung. Auch das Gefühl, von den eigenen Eltern gesehen und geachtet zu werden, ist für Kinder essenziell. Dass es gerade hier immer häufiger Defizite gibt, hat nun die Universität Bielefeld herausgefunden.

Die Untersuchung in Bielefeld

Holger Ziegler, Sozialpädagoge an der Universität, untersuchte gemeinsam mit seinem Team die Qualität innerfamiliärer Beziehungen. Auftraggeber für dieses Projekt war die Bepanthen Kinderförderung. Vor allem das Empfinden der Kinder und Jugendlichen stand hier im Fokus und sollte durch gezielte Befragungen von rund 1083 Kindern und Jugendlichen näher betrachtet werden. Dabei zeigte sich, dass 31 Prozent der Kinder und 17 Prozent der Jugendlichen unter einem Mangel an Beachtung litten. Besonders traurig: 71 Prozent dieser Kinder waren nicht der Meinung, dass sich ihre Eltern gerne mit ihnen befassen.

Achtsamkeit muss Teil der Familienwelt sein

Nur Eltern, die sich mit der emotionalen Befindlichkeit ihrer Kinder beschäftigen und Gefühle wie Traurigkeit oder Wut erkennen können, sind dazu in der Lage, ihren Söhnen und Töchtern ein stabiles Umfeld zu bieten. Dann ist es auch möglich, die eigenen Kinder bei der Entwicklung eines gesunden Selbstwertes und eines stabilen Selbstvertrauens zu unterstützen. Wie gut es um die Beziehungen und die Berücksichtigung von Emotionen steht, wirkt sich maßgeblich darauf aus, wie empathiefähig Kinder im späteren Leben sein werden. Eltern kann daher nur geraten werden, sich mehr Zeit für ihre Kinder zu nehmen und aktives Interesse zu zeigen.

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