Studie: Kinder reagieren sensibel auf elterlichen Alkoholkonsum

Verschiedene Weine
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Alkohol ist schon seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der heutigen Kultur. Ein Glas Wein am Abend, das berühmte „Feierabendbier“ und auch der Verdauungsschnaps werden kaum hinterfragt. Konsumieren Eltern jedoch regelmäßig mehr Alkohol, bleibt das auch Kinderaugen nicht verborgen. Ganz im Gegenteil: Das „Institute of Alcohol Studies“ aus Großbritannien veröffentlichte nun Studienergebnisse, die auch die Psyche der Kinder betreffen. (Lesen Sie auch: Wenn der Partner trinkt)

Alkoholkonsum kann Angst und Unsicherheit auslösen

Wenn Mama oder Papa so viel Alkohol konsumieren, dass sie einen leichten Schwips bekommen, spüren Kinder die hiermit verbundenen Veränderungen sofort. Dies ergab eine Umfrage des Institutes, an der rund 1.000 Familien teilnahmen. Der schlechte Einfluss des veränderten elterlichen Verhaltens nach Alkoholkonsum lässt sich dabei schnell erklären. Für Kinder ist die Veränderung des Verhaltens ein Problem, denn hierdurch wird das Denken und Handeln der Eltern nicht mehr vorhersehbar. Kinder fühlen sich dann nicht mehr sicher und unwohl. (Lesen Sie auch: Kinder vor Alkohol schützen)

Die Vorbildfunktion leidet

Wie die Studie ebenfalls ergab, verlieren Kinder den Glauben an die Vorbildfunktion ihrer Eltern schon dann, wenn diese leicht angetrunken sind. Irrelevant scheint dabei zu sein, wie häufig Eltern zu viel Alkohol konsumieren, weswegen schon seltenes Trinken negative Folgen haben kann. So verbinden Kinder den Konsum von Alkohol mit einigen Konsequenzen wie sinkender Aufmerksamkeit oder auch zunehmendem Streit. Eltern sollten sich daher bewusst machen, dass der eigentlich so „normale“ Konsum von Alkohol für Kinder alles andere als ein harmloser Spaß ist.
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