Hungrig zur Schule? Bayern geht gegen Mangelversorgung vor

Warum sollten Schüler frühstücken?

Ein perfektes Schulfrühstück Foto: © karepa

Immer mehr Kinder in Deutschland kommen morgens in die Schule, ohne zuvor ausreichend gefrühstückt zu haben. In Bayern soll das Projekt „denkbaR“ helfen, indem es Kindern in der Schule eine Mahlzeit bietet. Bereits jetzt nehmen 100 Schulen teil, nachhaltiger Erfolg aber will sich nicht einstellen, wie der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband berichtet. Lesen Sie auch: Brainfood – Essen fürs Gehirn

Nicht alle Schulen sind förderberechtigt

Der Verband kritisiert die Tatsache, dass es viele Schulen in Bayern gibt, die trotz eines bestehenden Bedarfs nicht an besagten Projekten teilnehmen können. So fördert das Bundesland nur dort, wo der Anteil an Hartz IV Empfängern besonders hoch ist. Wie Experten jedoch mahnen, ist Armut alleine kein ausreichender Anhaltspunkt für eventuellen Förderbedarf. Nicht nur Kinder aus armen Familien klagen in der Frühe über Hunger, denn auch in wohlhabenderen Kreisen kommt es immer öfter zu einer mangelhaften Versorgung von Kindern. Daher will der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband auch dort fördern, wo das Land keinen Bedarf sieht.

Frühstück ist unverzichtbar

Eltern, die sich aktuell nicht um ein ausgewogenes Frühstück kümmern, sollten dies unbedingt nachholen und ihre morgendliche Routine ändern. Kinder nämlich sind darauf angewiesen, mit gesund gefülltem Magen in die Schule zu gehen, denn nur dann kann auch das Gehirn gut funktionieren. Bleibt in der eigenen Familie kaum Zeit übrig, um das Frühstück zuzubereiten, könnten auch Zeitspar-Alternativen wie Overnight-Oats eine sinnvolle Lösung sein. Kinder ohne Frühstück zur Schule zu schicken, ist jedoch keine gute Idee.

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