AOK-Studie: Familien in Deutschland oft bewegungsfaul

Warum sich Familien mehr bewegen sollten

Zeitung zum Thema Gesundheit
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Frische Luft und viel Bewegung sind entscheidende Faktoren für körperliches Wohlbefinden. Das wissen Eltern im Grunde, können sich jedoch nicht immer dazu überwinden, ihre Pläne in die Tat umzusetzen. Auch die AOK zeigt mit einer Umfrage, dass es um regelmäßige Bewegung in deutschen Familien vergleichsweise schlecht steht.

Übergewicht und das Problem mit der Vorbildfunktion

Im Rahmen der Umfrage, die das Iges-Institut durchführte, wurde klar: Lediglich 28 Prozent der befragten Eltern haben ausreichend Zeit, um sich mit Sport zu beschäftigen. 36 Prozent gehören zur Gruppe der Übergewichtigen und 22 Prozent können als fettleibig eingestuft werden. Väter sind dabei etwas häufiger von zu hohem Gewicht betroffen als Mütter. Ebenfalls alarmieren: Bewegung ist für knapp dreißig Prozent der Familien überhaupt kein Thema. Ein Problem, denn zusätzlich fühlen sich Eltern massivem Stress ausgesetzt. Das beeinflusst auch die eigenen Kinder, die sich aller Erfahrung nach am Verhalten ihrer Eltern orientieren. (Lesen Sie auch: Sportverweigerer motivieren) Bewegen sich Mama und Papa zu wenig, werden auch Kinder weniger wahrscheinlich motiviert sein, sich einer Sportart zu widmen.
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Zu wenig Bewegung: Medien als Risikofaktor

Nur jedes zehnte Kind in Deutschland bewegt sich in einem Rahmen, den die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt. Ursache hierfür sind jedoch nicht nur falsche Vorbilder, sondern auch das moderne Medienangebot. Smartphones, Spielekonsolen, TV und Computer bringen viele Kinder dazu, sich stundenlang kaum zu bewegen. Eltern sollten den Medienkonsum ihrer Kinder daher bewusst einschränken und sich um ein aktiveres Familienleben kümmern. (Medienerziehung in der Familie) Zudem merkt die AOK an, dass auch das Wohnumfeld die Bewegungsfreude beeinflusst. Je weniger Radwege, Spielplätze, Schwimmbäder und Sporteinrichtungen es gibt, desto geringer fällt auch das Bewegungspensum aus.

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