Cyber Grooming bleibt eine Gefahr

Was ist Cyber Grooming?

Mädchen mit Smartphone
Foto: © ave_mario

Die Sorge um den Nachwuchs eint alle Eltern Deutschlands und der ganzen Welt. Die eigenen Kinder vor Gefahren zu schützen und ihnen einen sicheren und behüteten Weg ins Leben zu ermöglichen, zählt zu den Hauptanliegen engagierter Mütter und Väter. Doch nicht nur von Steckdosen, Klettergerüsten und dem Straßenverkehr geht eine gewisse Gefahr aus. Auch das Internet, so fortschrittlich es auch sein mag, kann sich zum Risikofaktor entwickeln. „Cyber Grooming“ ist hier ein Schlüsselwort, das Eltern kennen sollten.

Wenn Kriminelle das Netz nutzen

Unter Cyber Grooming verstehen Experten die Bemühungen Erwachsener, Kinder im Internet anzusprechen und sie zu sexuellen Handlungen zu überreden. Schon seit 2004 ist Cyber Grooming in Deutschland offiziell verboten, wenn es sich um unter 14-jährige Kinder handelt. Dass gesetzliche Verbote jedoch nicht abschreckend genug sind, zeigt die wachsende Anzahl von Anzeigen, die bei Behörden eingehen. Schon in 2015 musste sich die deutsche Justiz mit 2000 solcher Fälle beschäftigen, die Dunkelziffer dürfte hier jedoch deutlich höher liegen.

Welche Plattformen besonders gefährlich sind

Im Internet sind vor allem die Webseiten und Apps gefährlich, in denen Kinder sich mit anderen Nutzern austauschen können. Das geschieht entweder schriftlich, oder auch per Sprache und Video. Die Betreiber solcher Angebote sind oft nicht ausreichend gerüstet, um Cyber Grooming zu erkennen und zu unterbinden. Täter verlangen hier erotische Fotos, Videos und wollen sich teilweise auch persönlich mit den angesprochenen Kindern treffen. Alle Eltern sollten sich daher sehr detailliert mit den Programmen und Plattformen beschäftigen, die ihre Kinder nutzen. Bei Zweifeln hinsichtlich der Sicherheit ist ein Verbot stets die richtige Wahl. In aller Regel genügt es Kindern voll und ganz, wenn sie offiziell empfohlene Seiten und Suchmaschinen nutzen können, die auch behördlich anerkannt sind. Eltern sollten stets in der Nähe sein, wenn ihre Kinder das Web nutzen und über alle Funktionen und Kontakte im Bilde sein.
Wie lange dürfen Kinder im Internet surfen?

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