Alleinerziehende leiden auch gesundheitlich

Zeitung zum Thema Gesundheit
Foto: © Zerbor

Im Thema Familie werden Alleinerziehende oft vergessen. Dabei sind die Ein-Eltern-Familien längst zu einem wichtigen Bestandteil der Familienkultur Deutschlands geworden. Immer mehr Kinder leben nach Trennung oder Scheidung mit nur einem Elternteil zusammen. Für Alleinerziehende ist das häufig mit Stress, Geldsorgen und seelischer Belastung verbunden. Wie eine aktuelle Studie nun offenlegt, wirkt sich das Leben als alleinerziehender Elternteil tatsächlich auf die körperliche Gesundheit aus.

Das Empfinden zählt

Das Max-Planck-Institut in Rostock befasste sich näher mit Alleinerziehenden und deren Sicht auf das eigene Wohlbefinden. Hier kamen die Experten zu dem Ergebnis, dass alleinerziehende Eltern oft ein weitaus negativeres Bild ihres gesundheitlichen Zustands zeichnen, als es in Zwei-Eltern-Familien der Fall ist. So ist es oft nicht die tatsächliche Entstehung einer Krankheit, die Alleinerziehenden das Leben schwer macht, sondern das Gefühl in Bezug auf Körper und Seele. Die Forscher konnten dabei herausfinden, dass sich das Wohlbefinden der Eltern durch einige Maßnahmen wieder verbessern lassen könnte.

Geld und Arbeit im Fokus

So fühlten sich Alleinerziehende, die in Vollzeit arbeiteten, oft besser als Teilzeitkräfte oder arbeitslose Eltern. Nicht nur die sinnvolle Beschäftigung mit der Erwerbstätigkeit sehen die Experten als Grund hierfür, denn durch eine Vollzeitstelle entspannt sich oft auch die finanzielle Situation Alleinerziehender. Auch für die Politik lasse sich hieraus wichtige Hinweise für die Zukunft ableiten. So sollte die Schaffung einer soliden Betreuung und auch finanzieller Unterstützung für alleinerziehende Eltern in den kommenden Jahren weiter vorangetrieben werden.

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