Wirklich sinnvoll? ABC-Schützen mit Technik überwachen

Erstklässler auf dem Schulweg mit Technik überwachen

Frau überwacht Erstklässler mit GPS
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Der Wechsel vom Kindergarten zur Grundschule stellt Eltern vor ganz neue Herausforderungen. Sind Kindergärten meist gut gesichert und bringen Mama oder Papa ihre Kinder jeden Morgen persönlich dorthin, gehört das eigenständige Laufen zur Schule für die meisten ABC-Schützen zum guten Ton. Unsichere Eltern überlegen daher, wie sie ihre Erstklässler noch besser schützen können und liebäugeln dabei mit moderner Technik. (Tipps für einen sicheren Schulweg)

GPS und Co. sind nicht immer notwendig

Der Markt bietet inzwischen auch für Kinder kleine GPS-Sender, die im Ranzen oder als Armband getragen werden können. Diese Sender sind mit Satelliten verbunden, weswegen die Überwachung der eigenen Kinder auf Schritt und Tritt möglich sein soll. Eltern könnten so vom Computer aus nachsehen, ob ihr Kind sicher in der Schule angekommen ist und sich eine nervenaufreibende Suche im Zweifel sparen. Alternativ bekommen die Kleinen ein Handy zur Einschulung auf das man ein entsprechendes Ortungsprogramm spielt.

Zuviel Angst ist kontraproduktiv

So verständlich der Wunsch nach Sicherheit und Überwachung auch sein mag, profitiert meist nur der Handel hiervon. Ängstliche Eltern sollten daher auf Aufklärung und Unterstützung setzen, statt technische Hilfsmittel zum Einsatz kommen zu lassen. Wer den Schulweg mit seinem Kind schon vor der Einschulung regelmäßig abläuft und entscheidende Details rund um die Sicherheit im Straßenverkehr und den Umgang mit Fremden vermittelt, stärkt Söhne und Töchter deutlich effektiver. (Verkehrserziehung für Kinder)

Etwas Vertrauen zu haben, ist daher wichtiger und vermittelt auch Kindern das Gefühl, dass ihre Eltern ihnen viel zutrauen. Nur wer tatsächlich keine ruhige Minute hat und sich zunehmend schlecht fühlt, sollte über GPS-Sender für ABC-Schützen nachdenken.

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