Sprachstörungen: Immer mehr Kinder müssen zum Logopäden

Immer mehr Kinder mit Sprachproblemen

Kinder sind fröhlich
Foto: © Christian Schwier

Schon jetzt müssen sich viele künftige ABC-Schützen in deutschen Grundschulen sowie Schulämtern einfinden. Mit den Einschulungsuntersuchungen, im Rahmen derer die Schulreife bestätigt und nach eventuellen Schwächen geschaut wird, nehmen sie die erste Hürde auf dem Weg in die erste Klasse. Experten fällt hierbei auf, dass Kinder im Vorschulalter immer häufiger mit Sprachproblemen zu kämpfen haben.

Behandelbar, aber stressig

Störungen im Bereich des Sprechens, der Sprache und der Stimme sind bei Vorschulkindern in Deutschland ein zunehmendes Problem. Gut ist, dass diese prinzipiell durch einen fachkundigen Logopäden behandelt werden können. Hierin liegt die Schwierigkeit auch laut Expertenmeinungen nicht. Problematisch ist jedoch, dass viele Indikationen erst kurz vor dem Schuleintritt gestellt werden, sodass die Betroffenen und ihre Behandler unter Zeitdruck stehen. Aufgrund langer Wartezeiten auf Termine kann es dann passieren, dass eine Störung gar nicht fachgerecht behandelt werden kann, bevor die Schule beginnt. Vorbeugen können Eltern mit der Sprachförderung zuhause.

Logopädie: Ein dünn besiedeltes Feld

Knapp ein Viertel der Vorschulkinder leidet unter einer sprachlichen Störung und muss folglich die Betreuung durch fachkundige Logopäden in Anspruch nehmen. Die Branche wiederum kann darauf kaum reagieren, denn Deutschland kämpft mit einem Logopädenmangel. Das liegt nicht nur daran, dass die Bezahlung erst kürzlich vereinheitlicht wurde, sondern auch an den vergleichsweise geringen Einkünften in diesem Berufsfeld. Von den rund 29.000 Logopäden in Deutschland sind zudem fünfzig Prozent in Teilzeit tätig.
Erfahren Sie bei uns auch wie man eine Sprachentwicklungsstörung erkennt und behandeln kann.