Selbstfürsorge: Auch bei Kindern ausbaufähig

Viele Jugendliche gehen krank zur Schule

Schüler in der Schule
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Wer sich in diesen Tagen eine Erkältung einfängt, ist nicht allein. In den Wochen vor dem Winter kommen Schniefnasen, Halsschmerzen und Husten besonders häufig vor. Das Verhalten des Einzelnen spielt dabei im Hinblick auf die Verbreitung von Erkrankungen eine wichtige Rolle. Dass immer mehr Jugendliche trotz Krankheitsgefühls zur Schule gehen, alarmiert daher in zweierlei Hinsicht.
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Viele Kinder bleiben bei Krankheit nicht zu Hause

Im Rahmen einer Befragung für das LBS Kinderbarometer sprachen die Verantwortlichen mit rund 10.000 Kindern und Jugendlichen zwischen neun und 14 Jahren rund um ihr Verhalten bezüglich Ernährung und Erkrankung. Dabei stellte sich heraus, dass Krankheit oft kein Grund ist, zu Hause zu bleiben. Insgesamt waren es nahezu vierzig Prozent der Teilnehmer, die angaben, sehr oft oder oft krank zur Schule zu gehen. Interessant dabei ist: Ältere Kinder und Jugendliche bleiben seltener zu Hause, um sich auszukurieren. Dies ist in zweierlei Hinsicht riskant: Einerseits verbreiten sich Krankheiten schneller, wenn Kinder Keime und Erreger mit in die Schule bringen und andererseits wird dem jeweiligen Körper die so wichtige Regeneration verwehrt.

Auch das Frühstück fällt oft aus

Ein gesundes und ausgewogenes Frühstück ist nicht nur für Schulkinder wichtig. Allgemein hilft die Versorgung mit wertvollen Nährstoffen am Morgen dabei, den Vormittag konzentriert und wach zu durchstehen. Dass laut Umfrage jedoch rund dreißig Prozent der Kinder und Jugendlichen entweder selten oder nie vor der Schule frühstücken, ist überraschend. Auch kommt nicht jedes Kind in den Genuss warmer Mittagsmahlzeiten. Hier zeigt sich, dass an der Fürsorge für die eigene Gesundheit sowohl seitens der Kinder und Jugendlichen als auch der Eltern und Schulen gearbeitet werden muss.

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