Schulstress auch in Großbritannien ein Thema

Kinder in der Schule
Foto: © Picture-Factory

Schulkinder und auch Jugendliche an Gymnasien, Haupt- und Realschulen fühlen sich immer häufiger überfordert. Der wachsende Druck, den die Anforderungen des Schullebens heute entstehen lassen, sorgt nicht selten sogar bei Grundschülern für erste Anzeichen eines Burn Out Syndroms. Dass Schulstress jedoch kein rein deutsches Problem ist, zeigt auch die individuelle Entwicklung in Großbritannien. Hier wehren sich Eltern nun zunehmend gegen die Überlastung ihrer Kinder.

Schule schwänzen mit Erlaubnis

In Großbritannien fordern Eltern schon seit längerer Zeit die Senkung des Schulstress. Da sich diesbezüglich jedoch wenig tut, soll ein organisierter Streik Bewegung in die Angelegenheit bringen. Die Initiatoren und Sympathisanten der Kampagne „Let our Kids be Kids“ rufen nun Eltern in ganz Großbritannien dazu auf, ihre Kinder am 3. Mai nicht in die Schule zu schicken. Hiermit wollen sich betroffene Eltern vor allem wegen der anspruchsvollen Tests für Kinder im Grundschulalter Luft machen. Das steigende Niveau der Tests setze Kinder zunehmend unter Leistungsdruck und drängen sie in eine Überforderungssituation. Den britischen Eltern sind jedoch andere Dinge wie der grundsätzliche Spaß am Lernen und auch die soziale Entwicklung wichtiger. Die britische Regierung steht jedoch weiterhin hinter der wachsenden Anspruchshaltung. Lesen Sie auch: Überforderung in der Schule

Schulstress erkennen und aktiv handeln

Mit einem großen Streik haben Eltern in Deutschland sich bislang noch nicht gegen den wachsenden Schulstress gewehrt. Fakt ist jedoch, dass auch hierzulande immer mehr Kinder psychosomatische Beschwerden wie Bauchschmerzen, Kopfschmerzen und Konzentrationsschwäche entwickeln, weil sie dem anspruchsvollen Schulalltag nicht gerecht werden können. Bemerken Eltern bei ihrem Kind Symptome dieser Art, so sollten sie unbedingt das Gespräch mit der Schule suchen, um eine Verbesserung herbeizuführen. Insbesondere für leistungsschwache Kinder bieten sich dann unter Umständen Möglichkeiten, durch zusätzliche Förderung zu helfen. Lesen Sie auch: Kinder und ihr Terminkalender

Foto: © Picture-Factory